01.12.2020 | Presseinfo Nr. 60

Der Arbeitsmarkt im November 2020

- Mehr Arbeitslosmeldungen mit Grund „Corona"
- Arbeitgeber melden mehr als 1.500 freie Stellen zur Besetzung
- Gut 23.000 Beschäftigte haben im Juli Kurzarbeit gemacht

„In Folge der Herbstbelebung sinkt die Zahl der Arbeitslosen im November üblicherweise nochmals, so auch in diesem Jahr", sagt Dr. Thorsten Müller, Leiter der Agentur für Arbeit Oldenburg-Wilhelmshaven. „Die Arbeitslosenzahlen gingen weiter zurück, es gab mehr Neueinstellungen als vor einem Jahr. Und dennoch wurde die Situation auf dem Arbeitsmarkt zugleich weiter von der Pandemie bestimmt."

Das machte sich etwa bei den Arbeitslosmeldungen bemerkbar. Sowohl bei Kündigungen als auch bei Neueinstellungen komme es wegen der Pandemie zu Verschiebungen: "Wir haben mehr Arbeitslose aus der Gastronomie als sonst zu dieser Jahreszeit. Auch aus anderen Branchen melden sich mehr Frauen und Männer arbeitslos, die aufgrund der Pandemie-Auswirkungen auf den Betrieb die Kündigung erhalten hatten", so der Agenturchef. Auch hätten die Arbeitsvermittlerinnen und – vermittler mehr Gespräche mit Kunden geführt, deren geplante Einstellung schlussendlich doch nicht zustande gekommen war. Die Arbeitsagentur bietet wieder vermehrt Unterstützungsmaßnahmen für Arbeitslose, so etwa Bewerbungstraining, und auch Weiterbildungen an.

Viele Helfer-Tätigkeiten, mit denen Saisonbeschäftigte im Spätherbst und Winter hinzuverdient haben, fallen aufgrund der Pandemie weg: Es gibt keine Weihnachtsmärkte mit ihren Verkaufsbuden und gastronomischen Angeboten, die Inventur-Tätigkeiten am Jahresanfang wollen die meisten Betriebe mit eigenen Kräften leisten.

Insgesamt werden ganz überwiegend Fachkräfte gesucht und nur wenig Helfer, ob in sozialen und pflegerischen Berufen oder im Handwerk. Insgesamt eher schwach ist die Nachfrage aus dem Verarbeitenden Gewerbe. Auch im Handel und im Gastgewerbe wurden im November spürbar weniger Stellen gemeldet.

Mit Blick auf die kommenden Monate sagt Müller: „Im Dezember und Januar ist die typische saisonale Entwicklung ein Anstieg der Arbeitslosigkeit und zugleich eine schwache Arbeitskräfte-Nachfrage. Ich gehe davon aus, dass diese Tendenz aufgrund der Pandemie-Auswirkungen und des Teil-Lockdowns diesmal deutlicher ausfallen wird."

Müller appelliert: „Die Zahl der Corona-Infektionen setzt dem Arbeitsmarkt zu. Selbstdisziplin bei der Einhaltung der Corona-Regeln ist nicht nur für die Gesundheit aller wichtig, sondern ebenso für die Wirtschaft, für den Erhalt der Arbeitsplätze."

Die vollständige Presseinformation finden Sie auf der rechten Seite.

PresseMarketing der Arbeitsagentur Oldenburg-Wilhelmshaven

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