03.03.2021 | Presseinfo Nr. 18

Der Arbeitsmarkt in Georgsmarienhütte

- Arbeitslosenquote bei 3,4 Prozent.
- Zahl der Langzeitarbeitslosen erneut gewachsen.
 
Arbeitslosenzahl:                                                  2.027
Veränderung gegenüber Vormonat:                          + 6     bzw.         + 0,3 %
Veränderung gegenüber Vorjahresmonat:             + 320     bzw.        + 18,7 %
Arbeitslosenquote (+ Vorjahreswert)                     3,4 %                   (2,9 %)
 

Im Geschäftsstellenbezirk Georgsmarienhütte ist von Januar bis Februar die Zahl der Arbeitslosen um sechs auf 2.027 Personen gewachsen. Die Arbeitslosenquote lag mit 3,4 Prozent konstant auf dem Vormonatswert und um 0,5 Prozentpunkte über dem des Vorjahrs. Zum Vergleich die übrigen Geschäftsstellen des Agenturbezirks Osnabrück: In der Geschäftsstelle Osnabrück stieg die Quote binnen Jahresfrist um 0,8 Prozentpunkte, in Melle um 0,5 und in Bersenbrück um 0,5.

Im Vergleich zum Vormonat legte die Arbeitslosenzahl minimal zu, betroffen waren vor allem Jüngere unter 25 Jahren (plus 35 Personen). „Das ist zu diesem Zeitpunkt nicht unüblich“, sagt Annegret Lalottis, Leiterin der Arbeitsagentur-Geschäftsstellen in Georgsmarienhütte und Melle. „Derzeit enden einige Ausbildungen, die dreieinhalb Jahre dauern. Nicht jeder Azubi wird im Anschluss übernommen, und das trifft in Corona-Zeiten angesichts der unsicheren Aussichten gewiss häufiger zu.“

Weiterhin kritisch sieht Lalottis die Entwicklung bei den Langzeitarbeitslosen. Im Vergleich zum Vorjahresmonat stieg deren Zahl bei Agentur und „MaßArbeit“ zusammengenommen um 42 Prozent (ein Zuwachs um 202 Personen). „Es ist gerade für ungelernte Kräfte schwieriger, eine neue Stelle zu finden. Deswegen wird es in diesem Jahr umso wichtiger, an den eigenen Qualifikationen zu arbeiten. Das gilt auch für Angelernte, die noch eine Stelle haben. Wer die Gefahr minimieren möchte, seine Stelle zu verlieren, sollte die Chance auf Weiterbildung daher unbedingt nutzen. Die Arbeitsagentur steht hierbei gerne mit Beratung und Fördermöglichkeiten zur Seite.“

Kurzarbeit

Seit April 2020 zeigten bis zum 24. Februar 2021 im Landkreis Osnabrück 5.081 Betriebe für 62.144 Mitarbeiter an, aus konjunkturellen Gründen kurzarbeiten lassen zu wollen. Im Februar 2021 allein zeigten im Landkreis bislang 171 Betriebe für 2.019 Mitarbeiter Kurzarbeit an. Zum Vergleich: Von April 2019 bis Februar 2020 waren es zusammen in der gesamten Region Osnabrück gerade einmal 120 Betriebe, im Landkreis allein 73. Im August 2020 hatten 1.043 Betriebe des Landkreises Osnabrück Kurzarbeit für insgesamt 7.393 Mitarbeiter realisiert. Gemäß einer aktuellen Hochrechnung galt dies im September 2020 für 894 Betriebe bzw. 5.803 Mitarbeiter.

Arbeitsmarkt

Im Februar 2021 waren 2.027 Menschen im Geschäftsstellenbezirk arbeitslos gemeldet – 320 mehr als im Vorjahresmonat. Im Verantwortungsbereich der Arbeitsagentur (SGB III) wurden mit 1.158 Arbeitslosen 15 weniger als im Vormonat und 229 mehr als im Vorjahr registriert – letzteres ein Anstieg um 24,7 Prozent. Das Jobcenter „MaßArbeit“ (SGB II) zählte in der Grundsicherung 21 Arbeitslose mehr als im Januar und 91 mehr als im Vorjahr. Insgesamt waren damit von der MaßArbeit 869 Frauen und Männer erfasst. Bezogen auf beide Verantwortungsbereiche sank im Vergleich zum Vormonat die Zahl Arbeitsloser mit ausländischer Staatsbürgerschaft um drei Personen, binnen Jahresfrist legte der Wert um 78 zu – insgesamt 518 Personen. Bei der Arbeitsagentur nahm die Zahl um 40 auf 228 Menschen innerhalb der letzten zwölf Monate zu, bezogen auf die Kundinnen und Kunden der „MaßArbeit“ waren es mit 290 Personen im gleichen Zeitraum 38 mehr.

Jugendliche

153 Jugendliche bis unter 25 Jahre waren im Februar arbeitslos gemeldet, 35 mehr als im Januar. Im Vergleich zum Vorjahresmonat sank der Wert um neun Personen. Bei der Arbeitsagentur stieg die Zahl junger Arbeitsloser seit dem Januar mit 130 um 34 Personen, im Vergleich zum Vorjahr waren es 13 weniger (minus 9,1 Prozent). Die „MaßArbeit“ zählte verglichen mit dem Januar einen Jugendlichen mehr und im Vorjahresvergleich vier mehr – insgesamt 23.

Entwicklung der Arbeitslosigkeit im Bezirk Georgsmarienhütte

Es meldeten sich im Februar 418 Personen (neu oder erneut) arbeitslos, 19 weniger als im Vormonat und 100 weniger als im Vorjahreszeitraum (minus 19,3 Prozent). Abgemeldet wurden 412 Personen, 31 mehr als im Vormonat (plus 8,1 Prozent), und 104 weniger als im Februar 2020 – minus 20,2 Prozent.

Kräftenachfrage im Geschäftsstellenbezirk Georgsmarienhütte 

Der Bestand an Arbeitsstellen stieg im Vergleich zum Vormonat um 44 auf 964 Stellen, gegenüber dem Vorjahr waren es drei Stellen weniger (minus 0,3 Prozent). Arbeitgeber meldeten im Februar 239 neue Arbeitsstellen, 127 mehr als im Januar und 16 mehr als im Vorjahresmonat – ein Plus von 7,2 Prozent.

Im Februar 2021 waren im Agenturbezirk Osnabrück 5.591 Arbeitsstellen gemeldet, 247 mehr als im Jahr zuvor (plus 4,6 Prozent) und 131 mehr als im Vormonat – ein Plus von 2,4 Prozent.

Detaillierte Informationen finden Sie im Arbeitsmarktreport.

Arbeitslosenquote Agentur für Arbeit Georgsmarienhütte     3,4 %