Arbeitslosigkeit im Nordkreis weiter konstant

Arbeitslosenquote verbleibt bei 3,1 Prozent. Leichter Anstieg bei weiblichen und ausländischen Arbeitslosen in der Grundsicherung.   Arbeitslosenzahl:                                                  1.946 Veränderung gegenüber Vormonat:                        - 10     bzw.       - 0,5 % Veränderung gegenüber Vorjahresmonat:               -296     bzw.       - 13,2 % Arbeitslosenquote (+ Vorjahreswert):                   3,1 %                   (3,6 %)

01.07.2022 | Presseinfo Nr. 48

Im Juni ist die Arbeitslosenzahl im Bezirk der Agenturgeschäftsstelle Bersenbrück im Vergleich zum Vormonat um zehn gesunken. Damit waren insgesamt 1.946 Menschen arbeitslos gemeldet. Verglichen mit dem Juni des Vorjahres nahm die Arbeitslosenzahl um 296 Personen bzw. 13,2 Prozent ab. Die Arbeitslosenquote lag im Juni mit 3,1 Prozent um 0,5 Prozentpunkte unter dem Vorjahreswert und gleichauf mit dem Niveau des Vormonats.

Gegenüber dem Mai gab es leichte Rückgänge in der Gruppe älterer Arbeitsloser ab 50 Jahren (minus 15 Personen). In den meisten anderen Personengruppen blieb die Zahl der Arbeitslosen weitgehend konstant. Leichte Zuwächse zeigten sich bei weiblichen (plus zehn Personen) und ausländischen Arbeitslosen (plus 18 Personen) in der Grundsicherung. „Diese Steigerungen erklären sich vor allem dadurch, dass seit Anfang Juni ukrainische Geflüchtete Grundsicherung beantragen können und somit jetzt verstärkt in der dortigen Arbeitslosenstatistik auftauchen. Die überwiegende Mehrheit dieser Gruppe sind Frauen“, erläutert Sven Büsing, Leiter der Agenturgeschäftsstelle in Bersenbrück. Allerdings wirke sich diese Entwicklung erst sukzessive auf die Statistik aus, so dass im Saldo die Arbeitslosenzahlen insgesamt etwas gefallen seien.

Neben der Situation um die Geflüchteten bleiben die ungewissen Rahmenbedingungen in der internationalen Wirtschaft ein dämpfender Faktor am Arbeitsmarkt. Büsing: „Die steigenden Energiekosten und Lieferengpässe haben die Aussichten noch einmal weiter getrübt. Bislang aber hat sich der Arbeitsmarkt im Nordkreis trotz des schwierigen Umfelds noch als ziemlich robust erwiesen.“

Geflüchtete aus der Ukraine

Aktuell werden im Landkreis Osnabrück 362 Ukrainerinnen und Ukrainer vom Jobcenter „MaßArbeit“ und vereinzelt von der Arbeitsagentur betreut. Das sind somit 275 mehr als im Mai und 321 mehr als vor einem Jahr. 348 Personen (96,1 Prozent) werden aktuell in der Grundsicherung betreut. Der Anteil der an den insgesamt gemeldeten erwerbsfähigen Personen liegt bei 2,8 Prozent, in der Grundsicherung alleine bei 5,1%. 120 Personen aus der Ukraine stehen dem Arbeitsmarkt derzeit grundsätzlich zur Verfügung, sind also arbeitsuchend, arbeitslos sind darunter 92. In der Grundsicherung stieg die Zahl der Arbeitslosen im Juni um 3,1 Prozent, der Wachstumsbeitrag der Gruppe der Ukrainerinnen und Ukrainer beträgt 2,8 Prozent.

Kurzarbeit

Zwischen dem 1. und 26. Juni 2022 zeigten im Landkreis Osnabrück sechs Betriebe für bis zu 498 Mitarbeiter an, aus konjunkturellen Gründen kurzarbeiten lassen zu wollen. Im Juni des Vorjahres waren im Landkreis 28 Betriebe mit bis zu 164 Mitarbeitern betroffen. Im Dezember 2021 hatten 378 Betriebe des Landkreises Osnabrück Kurzarbeit für insgesamt 2.229 Mitarbeiter realisiert. Gemäß einer aktuellen Hochrechnung galt dies im Januar 2022 für 391 Betriebe bzw. 2.052 Mitarbeiter.

Arbeitsmarkt

Im Bereich der Arbeitslosenversicherung – dem Verantwortungsbereich der Arbeitsagentur – wurden bei exakt 900 Arbeitslosen 18 weniger als im Vormonat registriert, im Vergleich zum Vorjahresmonat waren es 190 weniger (minus 17,4 Prozent). Die „MaßArbeit“ zählte im Juni insgesamt 1.046 Arbeitslose, acht mehr als im Mai und 106 weniger als vor einem Jahr – letzteres ein Rückgang um 9,2 Prozent. Die Zahl der Arbeitslosen mit ausländischer Staatsbürgerschaft lag im Bezirk mit 452 um 29 Personen unter dem Vorjahreswert und um eine unter dem Niveau des Monats Mai. In der Grundsicherung – hierfür zeichnet die „MaßArbeit“ verantwortlich – stieg die Zahl im Vormonatsvergleich um 18 und binnen eines Jahres um sieben – insgesamt 285 Personen. Bei der Agentur allein sank der Wert gegenüber dem Mai um 19 auf 167, im Vergleich zum Vorjahr um 38 – ein Rückgang um 17,7 Prozent.

Jugendliche/Ausbildungsmarkt

185 Jugendliche bis unter 25 Jahren waren im Juni arbeitslos gemeldet, einer mehr als im Mai bzw. 46 weniger als im Vorjahresmonat. Bei der Arbeitsagentur lag die Zahl junger Arbeitsloser mit 126 um eine Person unterhalb der des Vormonats und um drei unter der des Vorjahres. Die „MaßArbeit“ zählte zwei Jugendliche mehr als im Mai und 43 weniger als im Vorjahr – insgesamt jetzt 59. Auf dem Ausbildungsmarkt hatten sich im Nordkreis seit Beginn des Berichtsjahres 458 Ausbildungssuchende gemeldet – ein Rückgang um 36 Personen im Vorjahresvergleich. Zeitgleich sank die Zahl gemeldeter Ausbildungsstellen um 70 auf 583. Von diesen sind zu diesem Zeitpunkt 344 noch unbesetzt, neun mehr als im Vorjahr. Die Zahl der als unversorgt geltenden Bewerber fiel um zehn auf 132.

Entwicklung der Arbeitslosigkeit im Bezirk Bersenbrück

Es meldeten sich 433 Personen (neu oder erneut) arbeitslos, 23 weniger als im Vormonat, 16 weniger als im Vorjahr. Abgemeldet wurden 442 Personen, 30 weniger als im Mai, 89 weniger als im letztjährigen Juni.

Kräftenachfrage im Geschäftsstellenbezirk Bersenbrück

Der Bestand an Arbeitsstellen sank im Vergleich zum Vormonat um 38 auf nunmehr 938 Stellen, im Vergleich zum Vorjahresmonat waren es 15 Arbeitsstellen weniger – ein Minus von 1,6 Prozent. Arbeitgeber meldeten im diesjährigen Juni 173 neue Arbeitsstellen, 21 mehr als im Mai und 46 weniger als im Juni 2021.

Im Juni 2022 waren im Agenturbezirk Osnabrück 8.095 Arbeitsstellen gemeldet, 1.550 mehr als im Jahr zuvor (plus 23,7 Prozent), aber 14 weniger als im Juni – ein Minus von 0,2 Prozent.

Arbeitslosenquote Agentur für Arbeit Bersenbrück 3,1 %

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