04.01.2022 | Presseinfo Nr. 2

Stabiler Arbeitsmarkt im südlichen Landkreis

- Arbeitslosenquote konstant bei 2,5 Prozent.
- Vermehrt Qualifizierungsbedarf: 41 Prozent aller Arbeitslosen im Bezirk langzeitarbeitslos. 

Arbeitslosenzahl:                                                  1.456
Veränderung gegenüber Vormonat:                         - 19     bzw.         - 1,3 %
Veränderung gegenüber Vorjahresmonat:              - 513     bzw.        - 26,1 %
Arbeitslosenquote (+ Vorjahreswert)                     2,5 %                   (3,3 %)
 

Im Geschäftsstellenbezirk Georgsmarienhütte ist von November bis Dezember die Zahl der Arbeitslosen leicht um 19 auf 1.456 Personen gesunken. Die Arbeitslosenquote lag mit 2,5 Prozent gleichauf mit dem Vormonatswert und um 0,8 unter dem des Vorjahrs. Zum Vergleich die übrigen Geschäftsstellen des Agenturbezirks Osnabrück: In der Geschäftsstelle Osnabrück sank die Quote binnen Jahresfrist um 0,7 Prozentpunkte, in Bersenbrück um 0,8 und in Melle um 0,7.

Im Dezember verzeichnete der Arbeitsmarkt des Südkreises kurzfristig leichte Rückgänge bei den Arbeitslosenzahlen, insbesondere bei älteren (minus 19 Personen), ausländischen (minus 13) und auch weiblichen Arbeitslosen (minus elf). Leichte Zuwächse gab es indes unter schwerbehinderten Arbeitslosen (plus zehn). „Insgesamt betrachtet erweist sich der Arbeitsmarkt im Bezirk als sehr stabil“, kommentiert Annegret Lalottis, Leiterin der Arbeitsagentur-Geschäftsstellen in Georgsmarienhütte und Melle. „Trotz der nicht einfachen wirtschaftlichen Umstände verbleiben zunehmend mehr Beschäftigte in ihren Betrieben und bleiben von saisonaler Arbeitslosigkeit verschont.“

Weniger erfreulich sei die Situation beim Thema Langzeitarbeitslosigkeit. So waren im Dezember 41 Prozent aller Arbeitslosen langzeitarbeitslos. Im Vorjahr hatte der Anteil noch 32,7 Prozent betragen. Lalottis: „Es ist für uns vordringlichste Aufgabe, jedem potentiell Erwerbsfähigen zu helfen, auch auf dem sich immer weiter verändernden Arbeitsmarkt Fuß fassen zu können. Qualifizierung und Weiterbildung sind daher dringend geboten.“ 

Kurzarbeit

Seit April 2021 zeigten bis zum 27. Dezember 2021 im Landkreis Osnabrück 332 Betriebe für 6.333 Mitarbeiter an, aus konjunkturellen Gründen kurzarbeiten lassen zu wollen. Von April 2020 bis Dezember 2020 waren es im Landkreis 4.504 Betriebe mit bis zu 56.532 Mitarbeitern. Im Juni 2021 hatten 831 Betriebe des Landkreises Osnabrück Kurzarbeit für insgesamt 4.499 Mitarbeiter realisiert. Gemäß einer aktuellen Hochrechnung galt dies im Juli 2021 für 491 Betriebe bzw. 2.126 Mitarbeiter.

Arbeitsmarkt

Im Dezember 2021 waren 1.456 Menschen im Geschäftsstellenbezirk arbeitslos gemeldet – 513 weniger als im Vorjahresmonat. Im Verantwortungsbereich der Arbeitsagentur (SGB III) wurden mit 684 Arbeitslosen zehn weniger als im Vormonat und 441 weniger als im Vorjahr registriert – letzteres ein Rückgang um 39,2 Prozent. Das Jobcenter „MaßArbeit“ (SGB II) zählte in der Grundsicherung neun Arbeitslose weniger als im November und 72 weniger als im Vorjahr. Insgesamt waren damit von der MaßArbeit 772 Frauen und Männer erfasst. Bezogen auf beide Verantwortungsbereiche sank im Vergleich zum Vormonat die Zahl Arbeitsloser mit ausländischer Staatsbürgerschaft um 13 Personen, binnen Jahresfrist nahm der Wert um 112 ab – insgesamt 407 Personen. Bei der Arbeitsagentur nahm die Zahl um 66 auf 152 Menschen innerhalb der letzten zwölf Monate ab, bezogen auf die Kundinnen und Kunden der „MaßArbeit“ waren es bei 255 Personen im gleichen Zeitraum 46 weniger.

Jugendliche

98 Jugendliche bis unter 25 Jahren waren im Dezember arbeitslos gemeldet, genauso viele wie im November. Im Vergleich zum Vorjahresmonat sank die Zahl junger Arbeitsloser um zwölf Personen (minus 10,9 Prozent). Bei der Arbeitsagentur alleine waren mit 65 Jugendlichen sieben weniger als im November (minus 9,7 Prozent) und 31 weniger als im Dezember 2020 (minus 32,3 Prozent) gemeldet. Die „MaßArbeit“ zählte verglichen mit dem November sieben Jugendliche mehr und 19 mehr als im Vorjahr – insgesamt 33.

Entwicklung der Arbeitslosigkeit im Bezirk Georgsmarienhütte

Es meldeten sich im Dezember 337 Personen (neu oder erneut) arbeitslos, 18 weniger als im Vormonat und 61 weniger als im Vorjahreszeitraum (minus 15,3 Prozent). Abgemeldet wurden 358 Personen, sieben weniger als im Vormonat (minus 1,9 Prozent), und 50 weniger als im Dezember 2020 – minus 12,3 Prozent.

Kräftenachfrage im Geschäftsstellenbezirk Georgsmarienhütte 

Der Bestand an Arbeitsstellen stieg im Vergleich zum Vormonat um 30 auf 1.440 Stellen, gegenüber dem Vorjahr waren es 426 Stellen mehr (plus 42,0 Prozent). Arbeitgeber meldeten im Dezember 241 neue Arbeitsstellen, 35 mehr als im November und 85 mehr als im Vorjahresmonat – ein Plus von 54,5 Prozent.

Im Dezember 2021 waren im Agenturbezirk Osnabrück 7.843 Arbeitsstellen gemeldet, 2.125 mehr als im Jahr zuvor (plus 37,2 Prozent) und 42 mehr als im November – ein Plus von 0,5 Prozent.

Detaillierte Informationen finden Sie im Arbeitsmarktreport.

Arbeistlosenquote Agentur für Arbeit Georgsmarienhütte 2,5 %