01.12.2020 | Presseinfo Nr. 91

Der Arbeitsmarkt in Bersenbrück

- Arbeitslosenquote reduziert sich auf 3,8 Prozent.
- Abgänge in Arbeit im Vergleich zum Vorjahr merklich gestiegen.
- 277 Betriebe im Landkreis zeigen für den November Kurzarbeit an

Arbeitslosenzahl:                                                  2.371
Veränderung gegenüber Vormonat:                        - 91     bzw.       - 3,7 %
Veränderung gegenüber Vorjahresmonat:             + 443     bzw.       + 23,0 %
Arbeitslosenquote (+ Vorjahreswert):                   3,8 %                   (3,1 %)

 

Im November ist die Arbeitslosenzahl im Bezirk der Agenturgeschäftsstelle Bersenbrück im Vergleich zum Vormonat um 91 gefallen. Damit waren insgesamt 2.371 Menschen arbeitslos gemeldet. Verglichen mit dem November des Vorjahres nahm die Arbeitslosenzahl um 443 Personen bzw. 23,0 Prozent zu. Die Arbeitslosenquote lag im November mit 3,8 Prozent um 0,7 Prozentpunkte über dem Vorjahreswert und um 0,1 Prozentpunkte niedriger als im Oktober.

Im November konnte sich der Arbeitsmarkt im Bezirk weiter erholen. Kurzfristig profitierten vor allem weibliche Arbeitslose – ein Rückgang um 53 Personen gegenüber dem Oktober (minus 4,7 Prozent) – sowie ausländische Arbeitslose (minus 39 Personen bzw. 6,9 Prozent gegenüber dem Vormonat).

„Derzeit zeigt sich der Arbeitsmarkt noch sehr robust. Das ist vor dem Hintergrund des Infektionsgeschehens eine erfreuliche Nachricht“, kommentiert Sven Büsing, Leiter der Agenturgeschäftsstelle in Bersenbrück. „Im Moment verlieren weniger Menschen ihre Arbeit. Und im Vergleich zum Vorjahr haben sogar deutlich mehr Menschen den Sprung in Erwerbstätigkeit geschafft.“ So gelang der Weg aus der Arbeitslosigkeit in einen neuen Job in diesem November 230 Personen, 48 mehr als im Vorjahresmonat (ein Plus von 26,4 Prozent).

Für die weitere Entwicklung, so der Experte, hänge viel der Pandemie ab. „Die Zunahme bei den Infektionen und die neuen Einschränkungen bedeuten perspektivisch einiges an Unsicherheit. Für den Arbeitsmarkt wird viel davon abhängen, wie gut wir mit Corona durch den Winter kommen.“

Kurzarbeit

Seit April zeigten bis zum 25. November im Landkreis Osnabrück 4.160 Betriebe für 52.728 Mitarbeiter an, aus konjunkturellen Gründen kurzarbeiten lassen zu wollen. Im November zeigten im Landkreis bislang 277 Betriebe für 2.662 Mitarbeiter Kurzarbeit an. Zum Vergleich: Von April bis November 2019 waren es zusammen in der gesamten Region Osnabrück gerade einmal 91, im Landkreis allein 55. Im Mai dieses Jahres hatten 2.080 Betriebe des Landkreises Osnabrück Kurzarbeit für insgesamt 20.464 Mitarbeiter realisiert. Gemäß einer aktuellen Hochrechnung galt dies im Juni 2020 für 1.615 Betriebe bzw. 15.645 Mitarbeiter. 

Arbeitsmarkt

Im Bereich der Arbeitslosenversicherung – dem Verantwortungsbereich der Arbeitsagentur – wurden mit 1.302 Arbeitslosen 61 weniger als im Vormonat registriert, im Vergleich zum Vorjahresmonat waren es 231 mehr. Die „MaßArbeit“ zählte im November insgesamt 1.069 Arbeitslose, 30 weniger als im Oktober und 212 mehr als vor einem Jahr – letzteres ein Zuwachs um 24,7 Prozent. Die Zahl der Arbeitslosen mit ausländischer Staatsbürgerschaft lag im Bezirk mit 523 um 176 Personen über dem Vorjahreswert, jedoch um 39 unter dem Niveau des Monats Oktober. In der Grundsicherung – hierfür zeichnet die „MaßArbeit“ verantwortlich – sank die Zahl im Vormonatsvergleich um 19, binnen Jahresfrist stieg sie um 92 – insgesamt 257 Personen. Bei der Agentur allein reduzierte sich der Wert gegenüber dem Oktober um 20 auf 266, stieg im Vergleich zum Vorjahr indes um 84 – ein Zuwachs um 46,2 Prozent.

Jugendliche

233 Jugendliche bis unter 25 Jahre waren im November arbeitslos gemeldet, 20 weniger als im Oktober bzw. 44 mehr als im Vorjahresmonat. Bei der Arbeitsagentur lag die Zahl junger Arbeitsloser mit 170 um 19 Personen unter der des Vormonats und um 24 über der des Vorjahres. Die „MaßArbeit“ zählte verglichen mit dem Oktober einen Jugendlichen weniger, aber 20 mehr als im Vorjahr – insgesamt jetzt 63.

Entwicklung der Arbeitslosigkeit im Bezirk Bersenbrück

Es meldeten sich 519 Personen (neu oder erneut) arbeitslos, 27 weniger als im Vormonat, sechs weniger als im Vorjahr. Abgemeldet wurden 616 Personen, 25 weniger als im Oktober, 52 mehr als im letztjährigen November.

Kräftenachfrage im Geschäftsstellenbezirk Bersenbrück 

Der Bestand an Arbeitsstellen sank im Vergleich zum Vormonat um eine auf nunmehr 830 Stellen, im Vergleich zum Vorjahresmonat waren es 210 Arbeitsstellen mehr. Arbeitgeber meldeten im diesjährigen November 359 neue Arbeitsstellen, 136 mehr als im Oktober und 157 mehr als im November 2019.

Im November 2020 waren im Agenturbezirk Osnabrück 5.851 Arbeitsstellen gemeldet, 1609 mehr als im Jahr zuvor (plus 11,6 Prozent) und 216 mehr als im Vormonat – ein Plus von 3,8 Prozent.

Detaillierte Informationen finden Sie im Arbeitsmarktreport.

Arbeitslosenquote Agentur für Arbeit Bersenbrück        3,8%