01.02.2021 | Presseinfo Nr. 11

Der Arbeitsmarkt in Bersenbrück

- Arbeitslosenquote steigt auf vier Prozent.
- Merklich weniger bislang Erwerbstätige melden sich neu arbeitslos.
- Zahl der Langzeitarbeitslosen deutlich gewachsen.
 
Arbeitslosenzahl:                                                  2.533
Veränderung gegenüber Vormonat:                     + 158     bzw.       + 6,7 %
Veränderung gegenüber Vorjahresmonat:             + 256     bzw.       + 11,2 %
Arbeitslosenquote (+ Vorjahreswert):                   4,0 %                   (3,6 %)
 

Im Januar ist die Arbeitslosenzahl im Bezirk der Agenturgeschäftsstelle Bersenbrück im Vergleich zum Vormonat um 158 gestiegen. Damit waren insgesamt 2.533 Menschen arbeitslos gemeldet. Verglichen mit dem Januar des Vorjahres nahm die Arbeitslosenzahl um 256 Personen bzw. 11,2 Prozent zu. Die Arbeitslosenquote lag im Januar mit vier Prozent um 0,4 Prozentpunkte über dem Vorjahreswert und um 0,2 Prozentpunkte über dem Wert des Dezembers.

Im Vergleich zum Vormonat stieg die Arbeitslosenzahl an, betroffen waren vor allem die Gruppen der männlichen (plus 120 Personen), älteren (plus 43 Personen), ausländischen (plus 37 Personen) und Langzeitarbeitslosen (plus 57 Personen). „Es ist nicht ungewöhnlich, sondern saisontypisch, dass über den Jahreswechsel mehr Arbeitslose zu verzeichnen sind“, kommentiert Sven Büsing, Leiter der Agenturgeschäftsstelle in Bersenbrück. „Das ist auch in dieser Größenordnung absolut im Rahmen des Üblichen und deutet nicht auf einen besonderen Effekt durch die neuerlichen Kontaktbeschränkungen hin.“ Positiv wertet Büsing die Entwicklung bei den Zugängen aus Erwerbstätigkeit im Vergleich zum Vorjahr. „Trotz der Einschränkungen haben fast 18 Prozent weniger Menschen ihre Arbeit verloren als vor zwölf Monaten. Das zeigt, dass der Arbeitsmarkt im Nordkreis trotz Corona weiterhin sehr robust ist“, so Büsing.

Weniger erfreulich sei hingegen die Situation der Langzeitarbeitslosen. Innerhalb eines Jahres nahm deren Zahl im Bezirk um knapp 35 Prozent bzw. 225 Personen zu. Alleine bei der Arbeitsagentur wurden es mit 235 Langzeitarbeitslosen in diesem Zeitraum 100 Menschen bzw. 74,1 Prozent mehr. Büsing: „Bedarfsgerecht qualifizieren ist jetzt der wichtige und richtige Weg, um auch diese Menschen wieder in Arbeit zu bringen. Diese Aufgabe liegt in diesem Jahr bei der Agentur besonders im Fokus.“

Kurzarbeit

Seit April 2020 zeigten bis zum 25. Januar 2021 im Landkreis Osnabrück 4.838 Betriebe für 59.237 Mitarbeiter an, aus konjunkturellen Gründen kurzarbeiten lassen zu wollen. Im Januar allein zeigten im Landkreis bislang 334 Betriebe für 2.705 Mitarbeiter Kurzarbeit an. Zum Vergleich: Von April 2019 bis Januar 2020 waren es zusammen in der gesamten Region Osnabrück gerade einmal 113, im Landkreis allein 69. Im Juli dieses Jahres hatten 1.266 Betriebe des Landkreises Osnabrück Kurzarbeit für insgesamt 10.783 Mitarbeiter realisiert. Gemäß einer aktuellen Hochrechnung galt dies im August 2020 für 1.047 Betriebe bzw. 7.412 Mitarbeiter.

Arbeitsmarkt

Im Bereich der Arbeitslosenversicherung – dem Verantwortungsbereich der Arbeitsagentur – wurden mit 1.441 Arbeitslosen 124 mehr als im Vormonat registriert, im Vergleich zum Vorjahresmonat waren es 121 mehr. Die „MaßArbeit“ zählte im Januar insgesamt 1.092 Arbeitslose, 34 mehr als im Dezember und 135 mehr als vor einem Jahr – letzteres ein Zuwachs um 14,1 Prozent. Die Zahl der Arbeitslosen mit ausländischer Staatsbürgerschaft lag im Bezirk mit 535 um 92 Personen über dem Vorjahreswert und um 37 über dem Niveau des Monats Dezember. In der Grundsicherung – hierfür zeichnet die „MaßArbeit“ verantwortlich – stieg die Zahl im Vormonatsvergleich um 15, binnen Jahresfrist um 58 – insgesamt 259 Personen. Bei der Agentur allein stieg der Wert gegenüber dem Dezember um 22 auf 276 und im Vergleich zum Vorjahr um 34 – ein Zuwachs um 14,0 Prozent.

Jugendliche

244 Jugendliche bis unter 25 Jahre waren im Januar arbeitslos gemeldet, zwölf mehr als im Dezember bzw. 16 mehr als im Vorjahresmonat. Bei der Arbeitsagentur lag die Zahl junger Arbeitsloser mit 170 um sieben Personen über der des Vormonats und um vier unter der des Vorjahres. Die „MaßArbeit“ zählte verglichen mit dem Dezember fünf Jugendliche mehr und 20 mehr als im Vorjahr – insgesamt jetzt 74.

Entwicklung der Arbeitslosigkeit im Bezirk Bersenbrück

Es meldeten sich 600 Personen (neu oder erneut) arbeitslos, 116 mehr als im Vormonat, 126 weniger als im Vorjahr. Abgemeldet wurden 444 Personen, 30 weniger als im Dezember, 35 weniger als im letztjährigen Januar.

Kräftenachfrage im Geschäftsstellenbezirk Bersenbrück 

Der Bestand an Arbeitsstellen sank im Vergleich zum Vormonat um 59 auf nunmehr 723 Stellen, im Vergleich zum Vorjahresmonat waren es 131 Arbeitsstellen mehr. Arbeitgeber meldeten im diesjährigen Januar 155 neue Arbeitsstellen, 18 mehr als im Dezember und neun weniger als im Januar 2020.

Im Januar 2021 waren im Agenturbezirk Osnabrück 5.460 Arbeitsstellen gemeldet, 370 mehr als im Jahr zuvor (plus 7,3 Prozent), aber 258 weniger als im Vormonat – ein Minus von 4,5 Prozent.

Detaillierte Informationen finden Sie im Arbeitsmarktreport.

Arbeitslosenquote Agentur für Arbeit Bersenbrück 4,0%