26.02.2021 | Presseinfo Nr. 16

Weiterbildung lohnt sich – auch während der Kurzarbeit

Der Arbeitsmarkt befindet sich durch neue Technologien und die Digitalisierung in einem strukturellen Wandel. Stetiges Weiterbilden wird für Arbeitnehmer künftig zur Norm. Dass dies auch in Zeiten der Kurzarbeit gut möglich ist, zeigt jetzt die Agentur für Arbeit.

Digitalisierung, Strukturwandel – die Anforderungen an Arbeitnehmer sowie die Erwartungen an Arbeitsstellen verändern sich. Daher wird es zunehmend wichtig, sich sukzessive weiterzuentwickeln und beruflich regelmäßig zu orientieren. Dies ist auch in der aktuellen Pandemiezeit möglich, insbesondere für Kurzarbeitende. Doch welchen Weg soll man einschlagen, welche Möglichkeiten gibt es? Zu diesen Fragen bietet die Agentur für Arbeit Osnabrück am 11. März 2021 die Informationsveranstaltung „Weiter.Bildung auch während Kurzarbeit“ an. Ab 17 Uhr geben Manuela Eilers von der „Berufsberatung im Erwerbsleben“ (BBiE) und Christopher Hornung vom Arbeitgeber-Service (AG-S) der Arbeitsagentur per „Skype for Business“ einen Überblick über Optionen, sich beruflich weiterzubilden.

Ausgefallene Arbeitszeit für Weiterbildung nutzen.

„Seit Anfang des Jahres ist es deutlich einfacher, sich während der Kurzarbeit beruflich weiterzubilden“, erläutert Lars Hirseland, bei der Agentur Teamleiter der BBiE. „Bislang nutzt vielleicht jeder zehnte Betrieb diese Möglichkeit. Das ist in manchen Fällen auch durchaus nachvollziehbar. Wir sehen aber dennoch viel Potential, das nicht ausgeschöpft wird. Wenn man die Chance hat, seine Beschäftigten fachlich weiter zu qualifizieren, sollte man diese nicht verstreichen lassen.“

Beratungs-Hotline am 15. März geschaltet.

Wer sich von den Fachleuten der BBiE und dem AG-S zu den Themen berufliche Orientierung, Weiterbildung (auch während Kurzarbeit) bzw. Fördermöglichkeiten beraten lassen möchte, kann dafür auch eine Beratungs-Hotline wählen, die am 15. März zwischen 10 und 18 Uhr unter der Rufnummer 0541/980-888 geschaltet ist.

Arbeitgeber und Arbeitnehmer profitieren von Qualifizierungen.

Sowohl die Betriebe als auch die Beschäftigten sollten perspektivisch denken, rät Hirseland. Gerade jetzt in der Pandemiezeit lohne sich für Arbeitnehmer eine Bestandsaufnahme: Wie kann ich mich persönlich und beruflich weiterentwickeln? Hier böte die BBiE wichtige Orientierung im vielfältigen Weiterbildungsangebot und unterstütze die Beschäftigten bei einer eigenständigen, tragfähigen Berufswegplanung und –entscheidung. „Es gibt mehr als zwei Millionen verschiedene Bildungsangebote – allein in der Bildungsdatenbank der Agentur für Arbeit“, so Hirseland. „Da ist es hilfreich, wenn man Hilfe in Anspruch nehmen kann, um nicht den Überblick zu verlieren. Und man sollte die Optionen für Weiterbildung auch unbedingt wahrnehmen, denn gute eigene Qualifikationen erhöhen die Chancen auf langfristig stabile Beschäftigungsverhältnisse.“

Fachkraftpotential von Ungelernten ausschöpfen.

Hirseland ergänzt: „Wir haben mit unserem Beratungsangebot vor allen Dingen die Ungelernten im Auge, für die es gerade jetzt in der Pandemiezeit etwas unsicherer geworden ist. Da gibt es zum Beispiel den über die Zeitarbeit eingestellten Staplerfahrer, der sich jetzt im Anstellungsbetrieb zur Fachkraft Lagerlogistik umschulen lässt. Oder die ungelernte Betreuungskraft, die nach der Beratung sich zur Erzieherin ausbilden lässt. Solche Beschäftigten sind dann natürlich auch Fachkräftepotentiale für die jeweiligen Betriebe.“

Für Betriebe Investition in die Zukunft, Arbeitsagentur kann fördern.

Für Unternehmen seien Weiterbildungen im eigenen Beschäftigtenkreis eine Investition in die Zukunft. Hirseland: „So kann man auch das Band zwischen Betrieb und Mitarbeitern stärken. Durch die Weiterqualifizierung erhöht sich darüber hinaus die Wahrscheinlichkeit auf einen längeren Verbleib des Personals im Unternehmen.“ Neben der Beratung könne die Agentur für Arbeit – bei Vorliegen bestimmter Voraussetzungen – Zuschüsse zu Weiterbildungskosten bzw. zum Arbeitsentgelt leisten. Auch aus diesem Grund lohne es sich für Unternehmen, die Angebote in Anspruch zu nehmen.

Anmeldung kostenlos, aus organisatorischen Gründen aber dringend erforderlich.

Die Teilnahme an der Veranstaltung ist nicht mit Kosten verbunden, eine Anmeldung zur gewünschten Veranstaltung per E-Mail an Osnabrueck.BIZ@arbeitsagentur.de aber dringend erforderlich. Nach erfolgter Anmeldung erhalten die Teilnehmenden eine Mail mit den Online-Zugangsdaten. Für Fragen rund um die Veranstaltung stehen die Mitarbeitenden des Berufsinformationszentrums (BiZ) unter der Rufnummer 0541/980-100 zur Verfügung. Weiteres auch unter www.facebook.com/BiZOsnabrueck.