05.01.2021 | Presseinfo Nr. 4

Der Arbeitsmarkt in Bersenbrück

- Arbeitslosenquote weiter bei 3,8 Prozent.
- Merklich weniger bislang Erwerbstätige melden sich neu arbeitslos.
- Im Dezember 230 Betriebe des Landkreises mit Anzeigen für konjunkturelle Kurzarbeit.
 
Arbeitslosenzahl:                                                  2.375
Veränderung gegenüber Vormonat:                         + 4     bzw.       + 0,2 %
Veränderung gegenüber Vorjahresmonat:             + 342     bzw.       + 16,8 %
Arbeitslosenquote (+ Vorjahreswert):                   3,8 %                   (3,3 %)
 

Im Dezember ist die Arbeitslosenzahl im Bezirk der Agenturgeschäftsstelle Bersenbrück im Vergleich zum Vormonat um vier gestiegen. Damit waren insgesamt 2.375 Menschen arbeitslos gemeldet. Verglichen mit dem Dezember des Vorjahres nahm die Arbeitslosenzahl um 342 Personen bzw. 16,8 Prozent zu. Die Arbeitslosenquote lag im Dezember mit 3,8 Prozent um 0,5 Prozentpunkte über dem Vorjahreswert und auf dem gleichen Niveau wie im November.

Leicht steigende Arbeitslosenzahlen im Bezirk ließen sich in den vergangenen Wochen bei weiblichen (plus 23 Personen) und Langzeitarbeitslosen (plus 20) feststellen. Kurzfristige Rückgange gab es hingegen unter arbeitslosen Männern (minus 19) sowie Arbeitslosen mit ausländischer Staatsbürgerschaft (minus 25).

„Der Arbeitsmarkt im Bezirk Bersenbrück ist einigermaßen glimpflich durch den ‚Teil-Shutdown‘ gekommen, auch wenn die Arbeitslosenzahlen sich hier etwas ungünstiger entwickelt haben als beispielsweise in der Stadt Osnabrück“, kommentiert Sven Büsing, Leiter der Agenturgeschäftsstelle in Bersenbrück. „Es ist weiterhin so, dass weniger Menschen ihre Arbeit derzeit verlieren – vor allem im Vergleich zum Dezember 2019. In den letzten Wochen haben aber auch deutlich weniger Arbeitslose den Sprung in Erwerbstätigkeit geschafft.“ So gelang der Weg aus der Arbeitslosigkeit in einen neuen Job in diesem Dezember 165 Personen, immerhin 31 mehr als im Vorjahresmonat, aber 65 weniger als im November (minus 28,3 Prozent).

Ungewiss sei die weitere Perspektive des Arbeitsmarktes angesichts der erneut verstärkten Kontaktbeschränkungen. Büsing: „Der ‚harte Shutdown‘ wird die Kurzarbeit wieder ansteigen lassen. Wir werden sehen, ob und wie stark sich die Einschränkungen kurz- oder mittelfristig auf die Arbeitslosenzahlen auswirken werden. Das weitere Infektionsgeschehen wird hierbei eine maßgebliche Rolle spielen.“

Kurzarbeit

Seit April zeigten bis zum 28. Dezember im Landkreis Osnabrück 4.431 Betriebe für 56.000 Mitarbeiter an, aus konjunkturellen Gründen kurzarbeiten lassen zu wollen. Im Dezember allein zeigten im Landkreis bislang 230 Betriebe für 2.916 Mitarbeiter Kurzarbeit an. Zum Vergleich: Von April bis Dezember 2019 waren es zusammen in der gesamten Region Osnabrück gerade einmal 104, im Landkreis allein 64. Im Juni dieses Jahres hatten 1.617 Betriebe des Landkreises Osnabrück Kurzarbeit für insgesamt 15.628 Mitarbeiter realisiert. Gemäß einer aktuellen Hochrechnung galt dies im Juli 2020 für 1.265 Betriebe bzw. 10.763 Mitarbeiter.

Arbeitsmarkt

Im Bereich der Arbeitslosenversicherung – dem Verantwortungsbereich der Arbeitsagentur – wurden mit 1.317 Arbeitslosen 15 mehr als im Vormonat registriert, im Vergleich zum Vorjahresmonat waren es 172 mehr. Die „MaßArbeit“ zählte im Dezember insgesamt 1.058 Arbeitslose, elf weniger als im November und 170 mehr als vor einem Jahr – letzteres ein Zuwachs um 19,1 Prozent. Die Zahl der Arbeitslosen mit ausländischer Staatsbürgerschaft lag im Bezirk mit 498 um 94 Personen über dem Vorjahreswert, jedoch um 25 unter dem Niveau des Monats November. In der Grundsicherung – hierfür zeichnet die „MaßArbeit“ verantwortlich – sank die Zahl im Vormonatsvergleich um 13, binnen Jahresfrist stieg sie um 56 – insgesamt 244 Personen. Bei der Agentur allein reduzierte sich der Wert gegenüber dem November um zwölf auf 254, stieg im Vergleich zum Vorjahr indes um 38 – ein Zuwachs um 17,6 Prozent.

Jugendliche

232 Jugendliche bis unter 25 Jahre waren im Dezember arbeitslos gemeldet, einer weniger als im November bzw. 41 mehr als im Vorjahresmonat. Bei der Arbeitsagentur lag die Zahl junger Arbeitsloser mit 163 um sieben Personen unter der des Vormonats und um 14 über der des Vorjahres. Die „MaßArbeit“ zählte verglichen mit dem November sechs Jugendliche mehr und 27 mehr als im Vorjahr – insgesamt jetzt 69.

Entwicklung der Arbeitslosigkeit im Bezirk Bersenbrück

Es meldeten sich 484 Personen (neu oder erneut) arbeitslos, 35 weniger als im Vormonat, 82 weniger als im Vorjahr. Abgemeldet wurden 474 Personen, 142 weniger als im November, zwölf mehr als im letztjährigen Dezember.

Kräftenachfrage im Geschäftsstellenbezirk Bersenbrück 

Der Bestand an Arbeitsstellen sank im Vergleich zum Vormonat um 48 auf nunmehr 782 Stellen, im Vergleich zum Vorjahresmonat waren es 185 Arbeitsstellen mehr. Arbeitgeber meldeten im diesjährigen Dezember 137 neue Arbeitsstellen, 222 weniger als im November und 23 weniger als im Dezember 2019.

Im Dezember 2020 waren im Agenturbezirk Osnabrück 5.718 Arbeitsstellen gemeldet, 616 mehr als im Jahr zuvor (plus 12,1 Prozent), aber 133 weniger als im Vormonat – ein Minus von 2,3 Prozent.

Detaillierte Informationen finden Sie im Arbeitsmarktreport.

Arbeitslosenquote Agentur für Arbeit Bersenbrück     3,8%