29.04.2021 | Presseinfo Nr. 22

Der Ausbildungsmarkt im Kreis Paderborn im April 2021

Bewerberzahl mit 1.480 Personen niedriger als im Vorjahr: Minus 106 oder 6,7 Prozent

  • Lehrstellenangebot im Vergleich zum Vorjahr gesunken – bislang wurden 1.651 Stellen gemeldet, 32 bzw. 1,9 Prozent weniger als im Vorjahr  
  • Ende April noch 897 Ausbildungsstellen unbesetzt und 707 Jugendliche unversorgt

„Auch im April sehen wir weiter die Auswirkungen der Krise auf dem lokalen Ausbildungsmarkt. Aber: Die Stellenmeldungen nähern sich wieder den Vorjahreswerten an. Haben wir im letzten Monat noch einen Rückgang von 6,4 Prozent verzeichnet, sind es in diesem Monat nur noch 1,9 Prozent oder eben 32 Ausbildungsstellen weniger als im April 2020. Es scheint also, dass die Unternehmen verstanden haben: Dem demografischen Wandel kann man nur mit Nachwuchskräftegewinnung begegnen, und die beste Möglichkeit, junge Menschen zu qualifizieren und für den Betrieb zu gewinnen ist, nach wie vor, die duale Ausbildung“, so Heinz Thiele, Leiter der Paderborner Arbeitsagentur.


„Gerade deshalb ist es für die Unternehmen wichtig, jetzt dran zu bleiben. Und für die jungen Menschen auf ihrem Weg zum Berufseinstieg lohnt es sich deshalb umso mehr, sich um eine Ausbildung zu bemühen. Die Berichterstattung ist oft negativ, deshalb sei an dieser Stelle gesagt: Es wurden schon viele Ausbildungsverträge geschlossen. Die Zahl der unversorgten Bewerber und unbesetzten Stellen ist im Vorjahresvergleich rückläufig – es gibt sie also, die Ausbildungsplätze in der Krise. Und dank der aktuellen Impfkampagne besteht Hoffnung, dass es auch im Hinblick auf den normalen Ablauf der Ausbildungen im Herbst Fortschritte geben wird“, betont er.


„Wir helfen sowohl Bewerbern als auch Arbeitgebern gerne dabei, zueinander zu finden. Auch finanzielle Unterstützungen und Förderungen sind unter Umständen möglich, für Arbeitgeber zum Beispiel in Form der Ausbildungsprämie. Es gilt aber grundsätzlich immer: Wir können nur helfen, wenn man sich meldet. Es gibt noch viel Bewegung auf dem Ausbildungsmarkt. Deshalb hoffe ich, dass sowohl Bewerber als auch Arbeitgeber diese Chance nutzen und sich bei der Berufsberatung beziehungsweise dem Arbeitgeber-Service melden“, bilanziert der Experte.

Die Zahl der Bewerber/innen, die für Herbst eine duale Ausbildung anstreben und sich von Oktober 2020 bis April 2021 bei der Arbeitsagentur und dem Jobcenter gemeldet haben, fällt niedriger aus als im Vorjahr. Die Statistik zeigt einen Rückgang um 106 oder 6,7 Prozent auf 1.480 junge Frauen und Männer. Im gleichen Zeitraum wurden 1.651 Ausbildungsstellen gemeldet, 32 oder 1,9 Prozent weniger als im Vorjahr.

707 Jugendliche suchen noch – 897 Stellen sind noch nicht besetzt

Eine Auswahlmöglichkeit für die Jugendlichen besteht weiterhin. Ende April stehen den 707 Bewerberinnen und Bewerbern, die bislang noch nicht versorgt sind, 897 freie Ausbildungsstellen gegenüber. Damit kommen rein rechnerisch auf 100 unversorgte Bewerber 127 freie Ausbildungsstellen. Diese Relation lag Ende April 2020 bei 123 freien Stellen auf 100 unversorgte Bewerber.

Interessierte Jugendliche, die bislang noch keinen Kontakt zur Berufsberatung hatten, können sich montags bis donnerstags von 8 Uhr bis 15:30 Uhr, freitags bis 13 Uhr, unter der 05251 120 301 direkt an die Berufsberatung wenden. Alternativ ist eine Kontaktanfrage über die kostenlose Servicehotline 0800 4 5555 00 möglich. Jugendliche, die bereits bei der Berufsberatung gemeldet sind, können sich ebenfalls direkt an ihren Berufsberater wenden.

Arbeitgeber, die noch Ausbildungsstellen zu besetzen haben, wenden sich bitte an den Arbeitgeber-Service der Arbeitsagentur unter: 0800 4 5555 20.

Der einfachste und schnellste Weg zu den freien Ausbildungsstellen führt über die Internet-Adresse: www.jobboerse.arbeitsagentur.de