30.04.2021 | Presseinfo Nr. 23

Der Ausbildungsmarkt im Kreis Höxter im April 2021

Weniger Bewerber als im Vorjahr: 808 Bewerber, ein Rückgang um 27 Personen oder 3,2 Prozent

  • Plus beim Ausbildungsstellenangebot: Es wurden 977 Stellen gemeldet, plus 18 oder 1,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat
  • Ende April noch 570 Ausbildungsstellen unbesetzt und 359 Jugendliche unversorgt

„Auch im April sehen wir am Ausbildungsmarkt weiterhin die Auswirkungen der Pandemie. Auffällig ist dabei: Während die Arbeitgeber wieder mehr Ausbildungsstellen melden als noch im ersten Pandemiejahr, sehen wir leider weiterhin einen Rückgang bei den Bewerbern. Das ist insofern besonders schade, als dass es – entgegen vieler Berichte – durchaus noch viele Betriebe gibt, die weiterhin ausbilden. Dass die Jugendlichen aufgrund der negativen Grundstimmung weniger motiviert sind, ist zwar verständlich, doch gerade deshalb kann ich es nicht oft genug sagen: Es gibt ausreichend Ausbildungsplätze, auch im Jahr 2021. Es ist also durchaus lohnenswert, sich auch um einen Platz zu bemühen“, analysiert Heinz Thiele, Leiter der Paderborner Arbeitsagentur, die Situation im Kreis Höxter.

„Für Unternehmen ist die duale Ausbildung der beste Weg, dem Fachkräftemangel entgegen zu wirken. Auch können Fördermittel, wie die Ausbildungsprämie, besonders von der Krise getroffenen Unternehmen finanziell dabei helfen, den Ausbildungsbetrieb aufrecht zu erhalten. Und die aktuelle Impfkampagne macht Hoffnung, dass die im Herbst startenden Ausbildungen auf wieder mit mehr Normalität ablaufen können, als noch zuletzt üblich. Das sind alles Argumente für eine duale Ausbildung – diese Botschaft scheint bei vielen Arbeitgebern auch angekommen zu sein. Das freut mich sehr und ich hoffe, dass die Stellenmeldungen sich weiter positiv entwickeln“, betont der Experte.

„Jetzt gilt es nur, auch wieder mehr Bewerber für die duale Ausbildung zu gewinnen. Die geschlossenen Schulen stellen unsere Beratungsfachkräfte vor eine besondere Herausforderung. Dennoch versuchen sie jeden Tag, Jugendliche über alternative Wege zu erreichen und auf ihrem Weg ins Berufsleben zu begleiten. Aber gerade, weil wir den direkten Kontakt im Klassenzimmer nicht mehr eigeninitiativ suchen können, gilt: Damit wir helfen können, muss man sich melden! Also bitte den Anruf bei der Berufsberatung nicht scheuen. Es gibt noch viel Bewegung auf dem Ausbildungsmarkt und jeder sollte die Chancen nutzen“, so Thiele.

Die Zahl der Bewerber/innen, die für Herbst eine duale Ausbildung anstreben und sich von Oktober 2020 bis April 2021 bei der Arbeitsagentur und dem Jobcenter gemeldet haben, fällt niedriger aus als im Vorjahr. Die Statistik zeigt einen Rückgang um 27 oder 3,2 Prozent auf 808 junge Frauen und Männer. Im gleichen Zeitraum wurden 977 Ausbildungsstellen gemeldet, 18 oder 1,9 Prozent mehr als im Vorjahr.

359 Jugendliche suchen noch – 570 Stellen sind noch nicht besetzt

Eine gute Auswahl an Stellen besteht weiterhin. Ende April stehen den 359 Bewerberinnen und Bewerbern, die bislang noch nicht versorgt sind, 4570 freie Ausbildungsstellen gegenüber. Damit kommen aktuell auf 100 unversorgte Bewerber rein rechnerisch 121 unbesetzte Stellen (Vorjahr: ebenfalls 115 unbesetzte Stellen auf 100 unversorgte Bewerber).

Interessierte Jugendliche, die bislang noch keinen Kontakt zur Berufsberatung hatten, können sich montags bis donnerstags von 8 Uhr bis 15:30 Uhr, freitags bis 13 Uhr, unter der 05251 120 301 direkt an die Berufsberatung wenden. Alternativ ist eine Kontaktanfrage über die kostenlose Servicehotline 0800 4 5555 00 möglich. Jugendliche, die bereits bei der Berufsberatung gemeldet sind, können sich ebenfalls direkt an ihren Berufsberater wenden.

Arbeitgeber, die noch Ausbildungsstellen zu besetzen haben, wenden sich bitte an den Arbeitgeber-Service der Arbeitsagentur unter: 0800 4 5555 20.

Der einfachste und schnellste Weg zu den freien Ausbildungsstellen führt über die Internet-Adresse: www.jobboerse.arbeitsagentur.de