29.07.2021 | Presseinfo Nr. 51

Der Ausbildungsmarkt im Kreis Paderborn im Juli 2021

Bewerberzahl mit 1.745 Personen niedriger als im Vorjahr: Minus 95 oder 5,2 Prozent

  • Lehrstellenangebot im Vergleich zum Vorjahr gestiegen – bislang wurden 1.897 Stellen gemeldet, 47 bzw. 2,5 Prozent mehr als im Vorjahr  
  • Ende Juli noch 688 Ausbildungsstellen unbesetzt und 411 Jugendliche unversorgt

„Mit den Sommerferien sehen wir leider eine Vergrößerung der Lücke bei den Bewerberzahlen im Vergleich zum Vorjahr“, stellt Heinz Thiele, Leiter der Paderborner Arbeitsagentur, fest. „Waren es im Juni noch 2,6 Prozent weniger Bewerber als im Vorjahr, liegen wir nunmehr mit 5,2 Prozent im Minus. Eine Entwicklung, die wir uns so nicht gewünscht hätten, die uns aber auch nicht überraschend trifft“, so der Experte. „Es ist nachvollziehbar, dass junge Menschen durch die Entwicklung der Pandemie und den damit verbundenen politischen Entscheidungen in großem Umfang verunsichert worden sind und eher auf eine Ausbildung im nächsten Jahr setzen. Trotzdem möchte ich an die jungen Menschen appellieren, ihre Zukunft nicht aus dem Auge zu verlieren und sich bei der Berufsberatung zu melden. Der Ausbildungsmarkt ist noch in Bewegung und es gibt viele Möglichkeiten einen Ausbildungsplatz auch in diesem Jahr zu finden. Auch während der Ferien sind die Kolleginnen und Kollegen aus unserem Team erreichbar“, betont er.

„Weiterhin erfreuliche Zahlen sehen wir auf der Stellenseite. So zeigen die Unternehmen im Kreis trotz der Krise eine hohe Ausbildungsbereitschaft, sicherlich nicht zuletzt, weil die Herausforderung der Fachkräftegewinnung immer deutlicher gesehen wird. Das Virus hat 2019 niemand kommen sehen – der Fachkräftebedarf und damit der potenzielle -mangel wird kommen, das wissen wir seit Jahren. Grund ist vor allem der demografische Wandel, der sich nicht aufhalten lässt und durch den Renteneintritt der geburtenstarken Jahrgänge in der nächsten Zeit noch verschärft werden wird. Umso wichtiger ist es für die Zukunft der Unternehmen, in Fachkräfte zu investieren und um junge Nachwuchskräfte zu werben. Dass viele Unternehmen im Kreis das auch praktisch umsetzen, freut uns sehr“, erläutert Thiele.

Die Zahl der Bewerber, die für Herbst eine duale Ausbildung anstreben und sich von Oktober 2020 bis Juli 2021 bei der Arbeitsagentur und dem Jobcenter gemeldet haben, fällt niedriger aus als im Vorjahr. Die Statistik zeigt einen Rückgang um 95 Personen oder 5,2 Prozent auf 1.745 junge Frauen und Männer. Im gleichen Zeitraum wurden 1.897 Ausbildungsstellen gemeldet, 47 oder 2,5 Prozent mehr als im Vorjahr.

411 Jugendliche suchen noch – 688 Stellen sind noch nicht besetzt

Eine Auswahlmöglichkeit für die Jugendlichen besteht weiterhin. Ende Juli stehen den 411 Bewerberinnen und Bewerbern, die bislang noch nicht versorgt sind, 688 freie Ausbildungsstellen gegenüber. Damit kommen rein rechnerisch auf 100 unversorgte Bewerber 167 freie Ausbildungsstellen. Diese Relation lag Ende Juli 2020 bei 132 freien Stellen auf 100 unversorgte Bewerber.

Interessierte Jugendliche, die bislang noch keinen Kontakt zur Berufsberatung hatten, können sich montags bis donnerstags von 8 Uhr bis 15:30 Uhr, freitags bis 13 Uhr, unter der 05251 120 301 direkt an die Berufsberatung wenden. Alternativ ist eine Kontaktanfrage über die kostenlose Servicehotline 0800 4 5555 00 möglich. Jugendliche, die bereits bei der Berufsberatung gemeldet sind, können sich ebenfalls direkt an ihren Berufsberater wenden.

Arbeitgeber, die noch Ausbildungsstellen zu besetzen haben, wenden sich bitte an den Arbeitgeber-Service der Arbeitsagentur unter: 0800 4 5555 20.

Der einfachste und schnellste Weg zu den freien Ausbildungsstellen führt über die Internet-Adresse: www.jobboerse.arbeitsagentur.de