31.03.2022 | Presseinfo Nr. 38

Kreis Höxter Der Arbeitsmarkt im März 2022

Die Entwicklung des Arbeitslosenbestandes im Kreis Höxter
 

„Die Frühjahrsbelebung im Kreis Höxter setzt sich auch im März fort“, stellt Heinz Thiele, Leiter der Paderborner Arbeitsagentur, fest.

„Die Erholung von den Strapazen der Corona-Pandemie geht auch diesen Monat weiter. Wir haben in diesem Monat rund 20 Prozent weniger Arbeitslose als noch im März 2021, das ist eine sehr positive Entwicklung. Damit wir Unternehmen auch weiterhin entlasten können, hat die Politik die geltenden Sonderregelungen zur Kurzarbeit jetzt bis Ende Juni verlängert. Damit beträgt die Höchstbezugsdauer für Betriebe, die bereits seit Beginn der Pandemie im März 2020 Kurzarbeitergeld beziehen dann 28 Monate. Das stellt sicher, dass ihr Anspruch nicht mit Ende März verfällt“, fügt er hinzu.

Mit Blick auf den Arbeitsmarkt sieht er aber hauptsächlich Chancen: „Wir haben fast 50 Prozent mehr offene Stellen im Bestand als noch im vergangenen März. Es besteht also weiterhin eine gute Möglichkeit, Fuß am Arbeitsmarkt zu fassen

Kurzarbeit
Im März 2022 wurden von Unternehmen aus dem Kreis Höxter 10 Anzeigen über Kurzarbeit eingereicht. In diesen Anzeigen sind 78 Personen als potenziell von Kurzarbeit betroffene Mitarbeiter benannt. Im Vergleich zum Vormonat bedeutet das einen Rückgang (Februar 2022: 38 Anzeigen, 493 Personen).

Arbeitslosigkeit

Die Zahl der Arbeitslosen ist im Kreis Höxter im März 2022 gesunken. Insgesamt waren 2.568 Personen arbeitslos gemeldet. Verglichen mit den Zahlen des Vormonates sind dies -116 Personen oder -4,3 Prozent weniger. Im Vergleich zum März 2022, Datenstand: März 2022 des Vorjahres sinkt die Zahl der Arbeitslosen um -602 Personen bzw. -19,0 Prozent. Die Arbeitslosenquote beträgt im März 2022, Datenstand: März 2022 3,4 Prozent. Vor einem Jahr belief sie sich auf 4,2 Prozent (-0,8 Prozentpunkte).                                                                          

Entwicklung in der Arbeitslosenversicherung - SGB III

Im Bereich der Arbeitslosenversicherung wurden in diesem Monat 1.062 Personen gemeldet. Die Zahl hat sich im Vergleich zum Vormonat verringert um 87 Personen bzw. 7,6 Prozent. Im Vorjahresvergleich bedeutet dies eine Verringerung um 422 Personen oder 28,4 Prozent.                                                                              

Entwicklung in der Grundsicherung - SGB II

In der Grundsicherung sind 29 Arbeitslose weniger als im Vormonat und 180 weniger als im Vorjahr zu verzeichnen. Im Verhältnis entspricht dies -1,9 Prozent zum Vormonat bzw. -10,7 Prozent zum Vorjahr. Insgesamt sind es 1.506 Personen und damit 58,6 Prozent aller Arbeitslosen, die zur Grundsicherung gemäß SGB II zählen.                                                                                 

Jugendarbeitslosigkeit

199 Arbeitslose sind im Berichtsmonat im Kreis Höxter unter 25 Jahre alt. Im Vormonat waren dies noch 22 mehr und im gleichen Monat des Vorjahres 110 mehr arbeitslose junge Menschen. Die prozentuale Veränderung beläuft sich somit auf -10,0 Prozent zum vorherigen Monat bzw. -35,6 Prozent im Vorjahresvergleich.                                                                              

Arbeitslose ab 50 Jahre

Die Anzahl arbeitsloser Personen ab 50 Jahre ist im Vergleich zum Vormonat gesunken (-33 Personen oder -3,0 Prozent). Im Vergleich zum Vorjahr sind es 177 Arbeitslose weniger (-14,1 Prozent). Insgesamt sind 1.079 Menschen ab 50 Jahre im Kreis Höxter betroffen.                                                                   

Langzeitarbeitslose

Die Zahl der Langzeitarbeitslosen ist im Kreis Höxter im Berichtsmonat gesunken. 906 Personen waren länger als ein Jahr nicht sozialversicherungspflichtig beschäftigt, darunter zählen 80,6 Prozent (730 Personen) zur Grundsicherung. Verglichen mit den Gesamtzahlen des Vormonates sind dies 20 Langzeitarbeitslose weniger. Im Vergleich zum Vorjahr sinkt die Zahl dieser Arbeitslosen damit um 163 Personen.                                                                              

Stellenangebot

Unternehmen aus dem Kreis haben in diesem Monat 340 Stellen gemeldet (-8 zum Vormonat). Im Bestand befanden sich insgesamt 1.657 offene Stellen, 81 mehr als im Vormonat und 543 mehr als im Vorjahresmonat.                                                                       

DER ARBEITSMARKT IN OSTWESTFALEN-LIPPE

Die Arbeitslosigkeit in Ostwestfalen-Lippe ist im März 2022 gesunken. Aktuell sind 56.776 Personen arbeitslos gemeldet. Die Zahl der Personen, die sich im März neu arbeitslos gemeldet haben, ist auf gleichem Niveau wie im Vorjahresmonat. Im März 2022 sind 9.482 neue Arbeitslosmeldungen bei den Arbeitsagenturen in Ostwestfalen-Lippe erfolgt.

Der Bestand an Arbeitslosen geht von Februar auf März eines Jahres um durchschnittlich 2,2% zurück (in den letzten fünf Jahren). Im März 2022 ist der Bestand an Arbeitslosen im Vergleich zum Vormonat um -2,6% gesunken und erreicht damit den niedrigsten Wert in den letzten fünf Jahren. Im März 2019, dem Berichtsjahresmonat vor Beginn der Pandemie und mit dem zweitniedrigsten Wert in den letzten fünf Jahren, war der Bestand an Arbeitslosen in OWL mit 58.400 um 1.624 Personen oder 2,9 Prozent höher als im aktuellen Berichtsmonat.

Die Zahl der Langzeitarbeitslosen ist seit Beginn der Pandemie stark angestiegen und beträgt aktuell 25.635. Das sind 4.234 Menschen oder 19,8 Prozent mehr als im März 2020. Im vergangenen Jahr war ein leichtes Abschmelzen der Langzeitarbeitslosen zu beobachten. So ist die Zahl der Menschen, die länger als ein Jahr auf Arbeitssuche sind aktuell -2.466 Menschen oder -8,8 Prozent niedriger als im März 2021. Da der Rückgang aber deutlich schwächer verläuft als bei der Arbeitslosigkeit insgesamt, steigt der Anteil der Langzeitarbeitslosen an allen Arbeitslosen tendenziell an und liegt aktuell bei 45,2 Prozent (März 2021: 41,3%, März 2020: 34,8%).

Der Bestand an gemeldeten Arbeitsstellen, welche durch Jobcenter und Arbeitsagenturen in OWL angeboten werden können, hat ein Rekordhoch von 26.736 Stellen erreicht. Das ist eine Zunahme zum Vorjahresmonat um 7.778 Stellen oder 41,0 Prozent. Der zweithöchste Bestand im März in den letzten fünf Jahren betrug 21.397 im März 2018. Im aktuellen Berichtsmonat wurden 4.312 freie Arbeitsstellen neu gemeldet. Damit ist die Meldung neuer freier Arbeitsstellen im Vergleich zum Vorjahresmonat um -293 Stellen gesunken.

Die niedrigste Arbeitslosenquote in unserer Region findet sich im Agenturbezirk Paderborn (4,2 Prozent), gefolgt von den Bezirken Herford (4,8 Prozent), Detmold (5,0 Prozent) und Bielefeld (5,6 Prozent). Insgesamt hat Ostwestfalen-Lippe eine Arbeitslosenquote von 5,0 Prozent (Vormonat 5,1 %, Vorjahr 6,0 %).