Zahl der Arbeitslosen sinkt trotz Sommerpause am Arbeitsmarkt

Zahl der Arbeitslosen im Juli 2023: 5.821

01.08.2023 | Presseinfo Nr. 42

  • Zahl der Arbeitslosen im Juli 2023: 5.821
  • gemeldeten Arbeitsstellen im Bestand: 3.859
  • gemeldete Berufsausbildungsstellen 2022/2023: 3.762
  • gemeldete Bewerber/innen für Ausbildungsstellen 2022/2023: 1.518
  • Arbeitslosenquote mit 3,1 Prozent um 0,1 Prozentpunkte niedriger als im Vormonat; Anstieg zum Vorjahresmonat um 0,2 Prozentpunkte
     

Veränderung zum Vormonat in %

Juli 2023

Veränderung zum Vorjahresmonat in %

-0,3

5.821

Arbeitslose

11,7

13,4

592

Jugendliche unter 25 Jahren

17,9

-2,4

1.341

Langzeitarbeitslose

3,1

-0,9

3.859

Gemeldete Stellen 2)

-9,9

5,4

1.575

Zugang an Arbeitslosen

-0,9

6,8

1.601

Abgang an Arbeitslosen

9,5

-0,1

3,1 %

Arbeitslosenquote 1)

0,2

1) Arbeitslosenquote bezogen auf alle zivilen Erwerbspersonen; Veränderung in Prozentpunkten
2) 
Bei den gemeldeten Arbeitsstellen handelt es sich um ungeförderte Arbeitsstellen ohne selbstständige/freiberufliche Tätigkeiten und ohne Stellen der privaten Arbeitsvermittlung


Leichter Rückgang der Arbeitslosigkeit

Im Juli waren insgesamt 5.821 Menschen arbeitslos gemeldet und damit 0,3 Prozent weniger im Vergleich zum Vormonat. Dies entspricht einer Arbeitslosenquote auf Basis aller zivilen Erwerbspersonen von 3,1 Prozent. Die Arbeitslosenquote ging im Juli um 0,1 Prozentpunkte im Vergleich zum Vormonat zurück.

Auf die einzelnen Regionen verteilt weist die Arbeitslosenquote folgende Werte aus: Passau-Stadt 5,0 Prozent (entspricht einem Bestand von 1.506 Arbeitslosen), Passau-Land 2,8 Prozent (entspricht einem Bestand von 3.142 Arbeitslosen) sowie Freyung-Grafenau 2,6 Prozent (entspricht einem Bestand von 1.173 Arbeitslosen).

Der Bestand an Arbeitslosen mit dem Merkmal „Staatsangehörigkeit Ukraine“ stieg im Juli marginal um 7 Personen auf insgesamt 654 Arbeitslose an. Aktuell suchen 470 Frauen und 184 Männer eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung im Agenturbezirk Passau.

„Erfreulicherweise ging die Arbeitslosigkeit im Juli leicht zurück. Die anhaltend gedämpfte wirtschaftliche Entwicklung sorgt dafür, dass sich der Abbau der Arbeitslosigkeit seit dem Frühjahr nur langsam fortsetzt. Der regionale Arbeitsmarkt zeigt sich trotz der weltwirtschaftlich ungünstigen Bedingungen noch sehr robust. Durch die fehlende globale Belebung lässt die Dynamik am Markt jedoch deutlich nach. Im Hochsommer legt der Arbeitsmarkt zudem eine alljährliche Sommerpause ein. Besonders bei jungen Menschen unter 25 Jahren ist ein Anstieg der Arbeitslosigkeit feststellbar. Nach der Schulzeit kommt es bei vielen Jugendlichen zu einer kurzen Beschäftigungslosigkeit bevor im Herbst dann eine Berufsausbildung oder ein Studium begonnen wird. Auch die Nachfrage nach neuen Mitarbeitern ist etwas schwächer. Durch die Urlaubszeit und die damit verbundene Abwesenheit der Personalverantwortlichen verzögern sich die Einstellungen. Der Bestand an gemeldeten Stellen ist nach wie vor hoch und zeigt den großen Bedarf an Arbeits- und Fachkräften in unserer Region“, zieht Eva-Maria Kelch, Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Passau, befriedigend Bilanz.

Bewegung am Arbeitsmarkt durch Zu- und Abgänge an Arbeitslosen

Im Juli meldeten sich 1.575 Personen neu oder erneut arbeitslos. Im Vergleich zum Vormonat waren es 81 Erwerbslose (5,4 Prozent) mehr. Dahingegen konnten 1.601 Personen ihre Arbeitslosigkeit im Juli beenden. Dies sind 102 Personen (6,8 Prozent) mehr als im Vormonat.

Arbeitskräftenachfrage leicht gesunken

Der Bedarf an Arbeits- und Fachkräften ist mit 3.859 offenen Stellen zwar weiterhin hoch, dennoch sank die Nachfrage leicht um 34 Stellenangebote gegenüber dem Monat Juni. Arbeitgeber meldeten im Juli 505 neue Arbeitsstellen, das waren 97 oder 16 Prozent weniger als ein Jahr zuvor.

Die Mehrzahl der gemeldeten Arbeitsstellen sind im Bereich der Fertigungstechnischen Berufe zu finden, gefolgt von Fertigungsberufen, Berufen im Bereich Lebensmittel- und Gastgewerbe, Bau- und Ausbauberufen sowie Medizinischen und nicht-medizinischen Gesundheitsberufen.

Auszubildende händeringend gesucht

Seit Beginn des Berichtsjahres im Oktober 2022 wurden der Berufsberatung der Agentur für Arbeit Passau 3.762 Berufsausbildungsstellen gemeldet. Aktuell sind davon noch 1.755 Ausbildungsstellen unbesetzt. Dies sind 3,2 Prozent oder 54 offene Ausbildungsstellen mehr als im Berichtsjahr 2021/22. Im Vergleich zum Vorjahr stieg das Angebot an Berufsausbildungsstellen um 444 Stellen an.

Seit Oktober meldeten sich 1.518 Bewerberinnen und Bewerber. Ein geringfügiger Rückgang um 17 Bewerbermeldungen ist gegenüber dem Vorjahreszeitraum zu verzeichnen. Derzeit suchen noch 266 Jugendliche eine passende Ausbildungsstelle.

Die TOP-10-Berufe der Bewerberinnen und Bewerber sind: Kaufmann/-frau – Büromanagement, Medizinische/r Fachangestellte/r, Kaufmann/-frau – Einzelhandel, Kfz-Mechatroniker/in – PKW-Technik, Industriekaufmann/-frau, Elektroniker – Energie- und Gebäudetechnik, Fachinformatiker/in – Systemintegration, Bankkaufmann/-frau.

Zum Schuljahresende ist noch eine starke Bewegung auf dem Ausbildungsmarkt spürbar. Die aktuellen Daten erlauben deshalb nur eine vorläufige Einschätzung der Entwicklung im Berichtsjahr 2022/23.

Weniger Anzeigen auf konjunkturelles Kurzarbeitergeld

Im Juli wurden von 10 Betrieben 81 Personen zur Kurzarbeit angezeigt. Die vorläufigen Anzeigen auf konjunkturelles Kurzarbeitergeld befinden sich auf niedrigem Niveau.

Hochgerechnete Daten zur realisierten Kurzarbeit ergeben für März 2023 eine Kurzarbeiterquote von 0,6 Prozent. Dies sind 61 Betriebe und 789 Personen in Kurzarbeit.

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