31.03.2022 | Presseinfo Nr. 17

Frühjahrsaufschwung am Arbeitsmarkt

  • Zahl der Arbeitslosen im März 2022: 6.019
  • Arbeitslosenquote mit 3,3 Prozent um 0,7 Prozentpunkte niedriger als im Vormonat und um 1,0 Prozentpunkte niedriger zum Vorjahresmonat
  • Rückgang an Arbeitslosen zum Vorjahr um 23,5 Prozent
  • Vergleich Arbeitslosenquoten März: 3,6 Prozent (2019) und 3,7 Prozent (2020)
  • Stellenbestand bei 4.062 gemeldeten Arbeitsstellen; 152 Stellen mehr im Vergleich zum Vormonat (plus 3,9 Prozent)
  • gemeldete Berufsausbildungsstellen 2021/2022: 2.969
  • gemeldete Bewerber/innen für Ausbildungsstellen 2021/2022: 1.337

Veränderung zum Vormonat in %

März 2022

Veränderung zum Vorjahresmonat in %

-16,6

6.019

Arbeitslose

-23,5

-21,2

523

Jugendliche unter 25 Jahren

-32,9

-2,4

1.447

Langzeitarbeitslose

-15,3

3,9

4.062

Gemeldete Stellen 2)

66,6

-24,3

1.299

Zugang an Arbeitslosen

3,3

28,5

2.497

Abgang an Arbeitslosen

7,7

-0,7

3,3 %

Arbeitslosenquote 1)

-1,0

 

1) Arbeitslosenquote bezogen auf alle zivilen Erwerbspersonen; Veränderung in Prozentpunkten
2) Bei den gemeldeten Arbeitsstellen handelt es sich um ungeförderte Arbeitsstellen ohne selbstständige/freiberufliche Tätigkeiten und ohne Stellen der privaten Arbeitsvermittlung


Im März waren insgesamt 6.019 Menschen arbeitslos gemeldet und damit 16,6 Prozent weniger im Vergleich zum Vormonat und 23,5 Prozent weniger als noch im März 2021. Dies entspricht einer Arbeitslosenquote auf Basis aller zivilen Erwerbspersonen von 3,3 Prozent. Die Arbeitslosenquote im März liegt damit um 0,7 Prozentpunkte unter dem Wert des Vormonats (minus 1.200 Personen) und um 1,0 Prozentpunkte unter dem Wert des Vorjahres (minus 1.847 Personen).

„Die frühlingshaften Temperaturen wirken sich positiv auf den Arbeitsmarkt aus. Die Zahl der Arbeitslosen ging, insbesondere auch saisonbedingt, um 1.200 Personen zurück. Dadurch kam es zu einem deutlichen Rückgang der Arbeitslosenquote von 4,0 Prozent im Februar auf 3,3 Prozent im März. Für einen März ist dies eine gute Quote, die auch Vergleichszeiträumen mit dem Vorkrisenniveau standhält. Der Arbeitsmarkt setzt unterdies den Erholungskurs weiter fort. Die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung entwickelt sich erfreulich. Dies bestätigt, nicht zuletzt, der Anstieg um 2.091 Personen im Vergleich zum Vorjahresquartal. Zum Stichtag 30. September 2021 waren in der Region Passau über 132.000 Personen sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Ein sehr schöner Aufwärtstrend bei der Zahl der Beschäftigten“, so Dr. Klaus Stein, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Passau, zur aktuellen Arbeitsmarktlage.


Zugang und Abgang an Arbeitslosigkeit

Im März meldeten sich 1.299 Personen neu oder erneut arbeitslos. Im Vergleich zum Vormonat ist ein deutlicher Rückgang der Zugangszahlen um 24,3 Prozent (minus 416 Personen) zu verzeichnen. Demgegenüber stehen 2.497 Personen, die im März ihre Arbeitslosigkeit beenden konnten. Das sind 554 Personen (28,5 Prozent) mehr als im Februar. Es trägt zur günstigen Arbeitsmarktlage bei, dass sich weniger Erwerbslose gemeldet und mehr Personen aus der Arbeitslosigkeit abgemeldet haben.

Die Arbeitskräftenachfrage

Die Nachfrage der Unternehmen nach Arbeitskräften nahm erneut zu. Im Agenturbezirk waren im März insgesamt 4.062 offene Stellen ausgeschrieben. Dies entspricht einem Plus von 152 gemeldeten Stellenangeboten gegenüber dem Monat Februar. Im aktuellen Berichtsmonat waren 774 Arbeitsstellen im Zugang und damit 111 Arbeitsstellen mehr als vor einem Jahr.

Der Ausbildungsmarkt

Seit Beginn des Berichtsjahres im Oktober 2021 wurden der Berufsberatung der Agentur für Arbeit Passau 2.969 Berufsausbildungsstellen gemeldet. Dies sind 10 Ausbildungsstellen (plus 0,3 Prozent) mehr als im Vorjahreszeitraum. Seit Oktober meldeten sich 1.337 Bewerberinnen und Bewerber – 77 Personen oder 6,1 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Durch das gute Angebot an Berufsausbildungsstellen und dem gegenüberstehenden geringeren Bewerberangebot ergeben sich rein rechnerisch pro Ausbildungsplatzsuchenden 2,2 Ausbildungsstellen. Im Vergleich zum Vorjahr ist ein leicht positiver Trend spürbar. Die beschriebene Entwicklung des Ausbildungsmarktes stellt eine vorläufige Einschätzung des aktuellen Berichtsjahrs 2021/22 dar und ist noch nicht abgeschlossen.

Entwicklung der Kurzarbeit

Im Agenturbezirk Passau stellten seit Beginn der Pandemie, von insgesamt 10.063 Betrieben mit sozialversicherungspflichtig Beschäftigten, 6.950 Betriebe eine Anzeige auf konjunkturelle Kurzarbeit. Dies entspricht 83.820 in den Anzeigen genannten Personen. Im März wurden von 29 Betrieben 1.458 Personen zur Kurzarbeit angezeigt.

Hochgerechnete Daten zur realisierten Kurzarbeit ergeben für November 2021 eine Kurzarbeiterquote von 2,8 Prozent. Dies sind 609 Betriebe und 3.725 Personen in Kurzarbeit.