31.03.2021 | Presseinfo Nr. 18

Leichte Frühjahrsbelebung am Arbeitsmarkt

- Arbeitslosenquote mit 4,3 Prozent um 0,6 Prozentpunkte niedriger als im Vormonat und um 0,6 Prozentpunkte höher zum Vorjahresmonat
- Zunahme der Zahl an Arbeitslosen zum Vorjahr um 18,1 Prozent
- Stellenbestand bei 2.438 gemeldeten Arbeitsstellen; 113 Stellen mehr im Vergleich zum Vormonat (plus 4,9 Prozent)
- gemeldete Berufsausbildungsstellen 2020/2021: 2.959
- gemeldete Bewerber/innen für Ausbildungsstellen 2020/2021: 1.260

Veränderung zum Vormonat in %

März 2021

Veränderung zum Vorjahresmonat in %

-11,8

7.866

Arbeitslose

18,1

-11,8

779

Jugendliche unter 25 Jahren

25,0

3,3

1.709

Langzeitarbeitslose

84,8

4,9

2.438

Gemeldete Stellen 2)

-23,5

-20,2

1.257

Zugang an Arbeitslosen

-30,7

40,1

2.318

Abgang an Arbeitslosen

-14,7

-0,6

4,3 %

Arbeitslosenquote 1)

0,6

1) Arbeitslosenquote bezogen auf alle zivilen Erwerbspersonen; Veränderung in Prozentpunkten
2) Bei den gemeldeten Arbeitsstellen handelt es sich um ungeförderte Arbeitsstellen ohne
selbstständige/freiberufliche Tätigkeiten und ohne Stellen der privaten Arbeitsvermittlung

Im März waren insgesamt 7.866 Menschen arbeitslos gemeldet und damit 11,8 Prozent weniger im Vergleich zum Vormonat und 18,1 Prozent mehr als noch im März 2020. Dies entspricht einer Arbeitslosenquote auf Basis aller zivilen Erwerbspersonen von 4,3 Prozent. Die Arbeitslosenquote im März liegt damit um 0,6 Prozentpunkte unter dem Wert des Vormonats (minus 1.051 Personen) und um 0,6 Prozentpunkte über dem Wert des Vorjahres (plus 1.208 Personen). Der Bestand an Arbeitslosen weist seit März 2020 ein kontinuierliches Plus zum Vorjahr auf. In den letzten Monaten hat sich die Zunahme der Arbeitslosigkeit allerdings abgeschwächt.

„Am Arbeitsmarkt zeigt die einsetzende Frühjahrsbelebung positive Effekte, vor allem saisonal bedingt geht die Zahl der Arbeitslosen – im Vergleich zum Monat Februar um 1.051 Personen – zurück. Besonders erfreulich ist der Anstieg der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten um 2.285 Personen im Vergleich zum Vorquartal (plus 1,8 Prozent). Zum Stichtag 30. September 2020 waren in der Region Passau damit nahezu 130.000 Personen bei 10.066 Betrieben beschäftigt“, beschreibt Dr. Klaus Stein, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Passau, die aktuelle Arbeitsmarktlage.

Zugang und Abgang an Arbeitslosigkeit

Im März meldeten sich 1.257 Personen neu oder erneut arbeitslos. Im Vergleich zum Vormonat ist ein deutlicher Rückgang der Zugangszahlen um 20,2 Prozent (minus 319 Personen) zu verzeichnen. Demgegenüber stehen 2.318 Personen, die im März ihre Arbeitslosigkeit beenden konnten, dies sind 40,1 Prozent (663 Personen) mehr als im Februar 2021.

Die Arbeitskräftenachfrage

Die Nachfrage der Unternehmen nach Arbeitskräften nahm leicht zu. Im Agenturbezirk waren im März insgesamt 2.438 offene Stellen ausgeschrieben. Dies entspricht einem Plus von 113 gemeldeten Stellenangeboten gegenüber dem Monat Februar. Aufgrund der Krise und konjunkturellen Unsicherheit ist auf dem Arbeitsmarkt weiterhin eine Zurückhaltung bei Personalentscheidungen spürbar. Im aktuellen Berichtsmonat waren 750 Arbeitsstellen weniger im Bestand als noch vor einem Jahr.

Der Ausbildungsmarkt

Die Unternehmen in der Region fragen auch künftige Fachkräfte nach. Seit Beginn des Berichtsjahres im Oktober 2020 wurden der Berufsberatung der Agentur für Arbeit Passau 2.959 Berufsausbildungsstellen gemeldet. Dies sind 13,9 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum. Seit Oktober 2020 meldeten sich 1.260 Bewerber, 17,1 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum. Rein rechnerisch sind aktuell für jeden gemeldeten Bewerber 2,3 Ausbildungsstellen vorhanden.

Entwicklung der Kurzarbeit

Im Agenturbezirk Passau stellten seit Beginn der Pandemie insgesamt 5.866 Betriebe eine Anzeige auf konjunkturelle Kurzarbeit, dies entspricht 71.361 in den Anzeigen genannten Personen. Nach einem leichten Anstieg im Januar gingen die Anzeigen in den letzten beiden Monaten wieder zurück. Im aktuellen Berichtsmonat wurden von 88 Betrieben 1.328 Personen zur Kurzarbeit angezeigt.

Die Entwicklung der realisierten Kurzarbeit ist jedoch sehr zeitverzögert, da Arbeitgeber bis zu 3 Monate Zeit haben um diese abzurechnen. Hochgerechnete Daten zur realisierten Kurzarbeit ergeben für November 2020 1.644 Betriebe und 14.083 Personen in Kurzarbeit. Dies entspricht einer Kurzarbeiterquote im November 2020 von 10,8 Prozent.