01.09.2020 | Presseinfo Nr. 44

Arbeitslosigkeit verharrt auf hohen Niveau

- Zahl der Arbeitslosen im August 2020: 7.045

- Arbeitslosenquote mit 3,9 Prozent um 0,1 Prozentpunkte höher als im Vormonat und um 1,2 Prozentpunkte höher als im August 2019

- Bestand der gemeldeten Stellen aktuell bei 2.084; 0,7 Prozent weniger im Vergleich zum Vormonat
 

Veränderung zum Vormonat in %

August 2020

Veränderung zum Vorjahresmonat in %

2,5

7.045

Arbeitslose

43,7

22,5

949

Jugendliche unter 25 Jahren

44,2

5,1

1.257

Langzeitarbeitslose

35,0

-0,7

2.084

Gemeldete Stellen 2)

-43,1

32,0

1.591

Zugang an Arbeitslosen

-17,5

-4,8

1.435

Abgang an Arbeitslosen

-0,1

0,1

3,9 %

Arbeitslosenquote 1)

1,2

1) Arbeitslosenquote bezogen auf alle zivilen Erwerbspersonen; Veränderung in Prozentpunkten

2) Bei den gemeldeten Arbeitsstellen handelt es sich um ungeförderte Arbeitsstellen ohne selbstständige/freiberufliche Tätigkeiten und ohne Stellen der privaten Arbeitsvermittlung


Im August waren insgesamt 7.045 Menschen arbeitslos gemeldet und damit 2,5 Prozent mehr im Vergleich zum Vormonat (plus 169 Personen). Dies entspricht einer Arbeitslosenquote auf Basis aller zivilen Erwerbspersonen von 3,9 Prozent. Die Arbeitslosenquote im August liegt um 43,7 Prozent höher im Vergleich zum Vorjahresmonat (plus 2.142 Personen).

1.591 Personen meldeten sich im August arbeitslos. Das sind 17,5 Prozent weniger als im August 2019. Gleichzeitig konnten 1.435 Personen ihre Arbeitslosigkeit beenden. Das sind 0,1 Prozent weniger als im Vorjahresmonat.

„Bei den Jugendlichen zwischen 15 und 25 Jahren kommt es im Monat August alljährlich zu einem erhöhten Anstieg der Arbeitslosigkeit. Ein ausschlaggebender Grund dafür ist das Ende der Schul- und Berufsausbildungen und die damit verbundene Orientierungssuche. Der Bestand an Arbeitslosen im Agenturbezirk Passau hat im Vergleich zum Vorjahresmonat über alle Personengruppen hinweg deutlich zugenommen. Die Arbeitskräftenachfrage ist leicht rückgängig (minus 0,7 Prozent). Die weitere Entwicklung am Arbeitsmarkt bleibt abzuwarten und hängt auch von der Wirkungsweise des Kurzarbeitergeldes ab“, kommentiert Dr. Klaus Stein, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Passau, die aktuelle Arbeitsmarktlage in der Region.

Die Arbeitslosenquote im Landkreis Passau ist mit 3,6 Prozent (dies entspricht 3.870 Personen) um 0,1 Prozentpunkte höher als im Vormonat sowie um 1,1 Prozentpunkte höher als zum Vorjahresmonat. Auch im Landkreis Freyung-Grafenau (3,0 Prozent / 1.363 Personen) liegt die Quote um 0,1 Prozentpunkte höher als im Vormonat. Die Veränderung der Arbeitslosenquote zum Vorjahresmonat beläuft sich auf ein Plus von 0,9 Prozentpunkten. In der Stadt Passau (6,2 Prozent / 1.812 Personen) ist im Berichtsmonat eine Erhöhung der Arbeitslosenquote von 0,1 Prozentpunkte zum Vormonat festzustellen. Im August 2019 lag die Quote um 1,8 Prozentpunkte deutlich niedriger und es waren 553 Personen weniger arbeitslos.

Die Neuanzeigen auf konjunkturelles Kurzarbeitergeld sind im Juli stark rückgängig. Seit März 2020 stellten insgesamt 4.210 Betriebe im Agenturbezirk Passau eine Anzeige auf konjunkturelle Kurzarbeit. Für den Monat Juli lag der Zuwachs bei 2,2 %. Dies entspricht insgesamt 57.370 in den Anzeigen genannten Personen und stellt einen Zuwachs für Juli von 1,73 Prozent dar. Die Entwicklung der realisierten Kurzarbeit ist stark zeitverzögert, da Arbeitgeber bis zu 3 Monate Zeit haben um diese abzurechnen. Mit Stand April 2020 haben 3.079 Unternehmen für 30.818 Personen Kurzarbeit abgerechnet.

Seit Beginn des Berichtsjahres der Berufsberatung im Oktober 2019 wurden der Agentur für Arbeit Passau 3.754 Berufsausbildungsstellen gemeldet. Das sind 6,7 Prozent weniger als im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Seit Oktober 2019 haben sich bei der Berufsberatung 1.760 Bewerber für eine Berufsausbildungsstelle gemeldet, das sind 2,4 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum. Rein rechnerisch kommen aktuell auf jeden gemeldete Bewerber 2,13 Ausbildungsstellen.