30.09.2020 | Presseinfo Nr. 46

Arbeitsmarkt stabilisiert sich im September

- Zahl der Arbeitslosen im September

- Arbeitslosenquote mit 3,6 Prozent um 0,3 Prozentpunkte niedriger als im Vormonat

- Bestand der gemeldeten Stellen aktuell bei 2.228 (plus 6,9 Prozent)

- Sozialversicherungspflichtige Beschäftigung im März 2020 bei 128.182 Personen (plus 1,2 Prozent zum Vorjahresquartal)

Veränderung zum Vormonat in %

September 2020

Veränderung zum Vorjahresmonat in %

-7,0

6.549

Arbeitslose

41,2

-19,1

768

Jugendliche unter 25 Jahren

53,0

2,1

1.284

Langzeitarbeitslose

37,3

6,9

2.228

Gemeldete Stellen 2)

-39,2

-6,9

1.482

Zugang an Arbeitslosen

-1,9

37,9

1.979

Abgang an Arbeitslosen

11,1

-0,3

3,6 %

Arbeitslosenquote 1)

1,0

1) Arbeitslosenquote bezogen auf alle zivilen Erwerbspersonen; Veränderung in Prozentpunkten
2) Bei den gemeldeten Arbeitsstellen handelt es sich um ungeförderte Arbeitsstellen ohne selbstständige/freiberufliche Tätigkeiten und ohne Stellen der privaten Arbeitsvermittlung


Im September waren insgesamt 6.549 Menschen arbeitslos gemeldet und damit 7,0 Prozent weniger (minus 496 Personen) im Vergleich zum Vormonat. Dies entspricht einer Arbeitslosenquote auf Basis aller zivilen Erwerbspersonen von 3,6 Prozent. Die Arbeitslosenquote im September liegt damit um 1,0 Prozentpunkte über dem Vorjahresmonat (plus 1.912 Personen).

Im September haben sich 1.482 Personen arbeitslos gemeldet. Das sind 6,9 Prozent weniger als im August. Demgegenüber konnten 1.979 Personen ihre Arbeitslosigkeit beenden (37,9 Prozent mehr als im Vormonat). Die gemeldeten 2.228 Arbeitsstellen sind um 6,9 Prozent gegenüber dem Vormonat angestiegen. Speziell im Gesundheits- und Sozialwesen als auch im verarbeitenden Gewerbe gab es einen Anstieg an gemeldeten Stellen zu verzeichnen.

„Zum Start in den Herbst hat sich die Arbeitslosigkeit im Agenturbezirk Passau wie erwartet rückläufig entwickelt. Besonders jüngere Menschen unter 25 Jahren haben erfreulicherweise im Anschluss an ihre Schul- oder Berufsausbildungen eine Beschäftigung aufnehmen können und waren nur vorübergehend arbeitslos. Die Herbstbelebung fällt jedoch im Vergleich zum Vorjahr deutlich geringer aus, da sich die Arbeitslosenzahlen für beide Rechtskreise weiterhin auf hohem Niveau befinden“, beschreibt Dr. Klaus Stein, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Passau, die aktuellen September-Zahlen. Den Zuwachs an sozialversicherungspflichtigen Beschäftigungsverhältnissen im Agenturbezirk Passau (plus 1.459 Beschäftigte zum Vorjahresquartal) beurteilt Dr. Stein als sehr positiv. „Zum Quartalsstichtag März 2020 waren es insgesamt 128.182 Personen und damit 1,2 Prozent mehr Beschäftigte als im Vorjahresquartal. Der Beschäftigungszuwachs verstetigte sich in den vergangenen Jahren im Agenturbezirk über alle Gebietseinheiten hinweg und stellt für März wiederum einen Rekordwert dar,“ so Stein abschließend.

Die Arbeitslosenquote in der Stadt Passau liegt mit 5,9 Prozent (dies entspricht 1.709 Personen) um 0,3 Prozentpunkte niedriger als im Vormonat und um 1,7 Prozentpunkte höher als im Vorjahreszeitraum. Im Landkreis Passau liegt die Arbeitslosenquote mit 3,3 Prozent (3.598 Personen) um 0,3 Prozentpunkte zum Vormonat niedriger und um 0,9 Prozentpunkte höher als zum Vorjahresmonat. Im Landkreis Freyung-Grafenau entwickelte sich die Quote bei 2,8 Prozent, dies entspricht 1.242 Personen, ebenfalls günstig. Im Vormonat lag die Arbeitslosenquote noch um 0,2 Prozentpunkte höher. Die Arbeitslosigkeit ist im September 2019 noch deutlich stärker zurückgegangen und liegt aktuell und 0,9 Prozentpunkte höher als im Vorjahresmonat.

Im Agenturbezirk Passau stellten seit März 2020 insgesamt 4.259 Betriebe eine Anzeige auf konjunkturelle Kurzarbeit, dies entspricht 57.901 in den Anzeigen genannten Personen. Im Kalendermonat September wurden von 23 Betrieben 82 Personen zur Kurzarbeit angezeigt. Das sind 3 Anzeigen weniger und 367 Personen in Anzeigen weniger im Vergleich zum Vormonat. Der Höchststand an abgegebenen Anzeigen wurde im April 2020 mit 3.238 Betriebe und 41.747 in den Anzeigen genannten Personen erreicht und ist seitdem wieder stark rückgängig. Die Entwicklung der realisierten Kurzarbeit ist stark zeitverzögert, da Arbeitgeber bis zu 3 Monate Zeit haben um diese abzurechnen. Für den Monat Mai haben 2.699 Unternehmen für 28.807 Personen Kurzarbeit abgerechnet.