01.06.2021 | Presseinfo Nr. 22

Positive Entwicklung: Arbeitslosenquote sinkt auf 3,5 Prozent

- Zahl der Arbeitslosen im Mai 2021: 6.325
Arbeitslosenquote mit 3,5 Prozent um 0,2 Prozentpunkte niedriger als im Vormonat und um 0,5 Prozentpunkte weniger im Vergleich zum Vorjahresmonat
- Rückgang der Zahl der Arbeitslosen zum Vorjahr um 12,7 Prozent
- Stellenbestand mit 2.704 gemeldeten Arbeitsstellen um 6,8 Prozent mehr als im Vormonat

Veränderung zum Vormonat in %

Mai 2021

Veränderung zum Vorjahresmonat in %

-6,3

6.325

Arbeitslose

-12,7

-12,7

552

Jugendliche unter 25 Jahren

-30,4

-0,2

1.762

Langzeitarbeitslose

65,6

6,8

2.704

Gemeldete Stellen 2)

26,2

-6,2

1.273

Zugang an Arbeitslosen

-13,8

-30,9

1.708

Abgang an Arbeitslosen

25,2

-0,2

3,5 %

Arbeitslosenquote 1)

-0,5

1) Arbeitslosenquote bezogen auf alle zivilen Erwerbspersonen; Veränderung in Prozentpunkten
2) Bei den gemeldeten Arbeitsstellen handelt es sich um ungeförderte Arbeitsstellen ohne selbstständige/freiberufliche Tätigkeiten und ohne Stellen der privaten Arbeitsvermittlung


Im Mai waren insgesamt 6.325 Menschen arbeitslos gemeldet und damit 6,3 Prozent weniger im Vergleich zum Vormonat und 12,7 Prozent weniger als im Mai 2020. Dies entspricht einer Arbeitslosenquote auf Basis aller zivilen Erwerbspersonen von 3,5 Prozent. Die Arbeitslosenquote im Mai liegt damit um 0,2 Prozentpunkte unter dem Wert des Vormonats (minus 426 Personen) und um 0,5 Prozentpunkte unter dem Wert des Vorjahres (minus 918 Personen).

„Die Arbeitslosenquote befindet sich unter den aktuellen Gegebenheiten mit 3,5 Prozent auf einem soliden Niveau und ist gegenüber dem Vormonat erfreulicherweise erneut leicht gesunken. Verglichen mit dem Vorvorjahreszeitraum liegt die Quote um nur einen Prozentpunkt höher als dies bei guter Konjunkturlage im Mai 2019 der Fall war. Ein kontinuierlicher Abbau der Arbeitslosigkeit ist während der nächsten Monate bei stabilen Rahmenbedingungen durchaus wahrscheinlich. Auch die Qualifizierung von Beschäftigten spielt mitunter eine entscheidende Rolle um Arbeitslosigkeit effektiv entgegenzuwirken. Die Agentur für Arbeit fördert Betriebe mit Hilfe von Qualifizierungsberatungen, Zuschüssen zu Lehrgangskosten sowie Arbeitsentgelten und trägt so zum Unternehmenserfolg mit bei. Oft erfordern die Digitalisierung, der Strukturwandel sowie der demografische Wandel eine Transformation von Unternehmen, die nur mit einer Beschäftigungsqualifizierung erfolgreich gemeistert werden kann. Mit dem Einsatz arbeitsmarktpolitischer Instrumente konnte für zahlreiche Personen im Bezirk der Arbeitsagentur Passau Arbeitslosigkeit beendet oder verhindert werden. Im Mai waren 723 Personen im Bestand, die an einer beruflichen Weiterbildungsmaßnahme teilnehmen. Dies ist ein Plus von 16,6 Prozent (104 Teilnehmer) im Vergleich zum Vorjahr. Vor der Corona-Krise im Mai 2019 besuchten 641 Teilnehmerinnen und Teilnehmer entsprechende Maßnahmen. Das Angebot an Weiterbildungen wird aktuell verstärkt wahrgenommen, um die beruflichen Chancen zu verbessern“, erörtert Dr. Klaus Stein, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Passau, die derzeitige Lage am regionalen Arbeitsmarkt.

Zugang und Abgang an Arbeitslosigkeit

Im Mai meldeten sich 1.273 Personen neu oder erneut arbeitslos. Im Vergleich zum Vormonat ist eine Abnahme der Zugangszahlen um 6,2 Prozent (minus 84 Personen) zu verzeichnen. Demgegenüber stehen 1.708 Personen, die im Mai ihre Arbeitslosigkeit beenden konnten, dies sind 30,9 Prozent (765 Personen) weniger als im April 2021.

Die Arbeitskräftenachfrage

Im Mai waren im Bestand der Arbeitsagentur Passau 2.704 Arbeitsstellen gemeldet. Der Stellenbestand stieg dabei im Vergleich zum Vorjahresmonat um 562 Stellen (plus 26,2 Prozent) an. Die Arbeitgeber meldeten im aktuellen Berichtsmonat 172 Stellenangebote mehr als noch vor einem Monat (plus 6,8 Prozent). Insgesamt fiel der Anstieg der Arbeitskräftenachfrage, nach dem Einbruch im letzten Jahr, prozentual gesehen überdurchschnittlich hoch aus.

Der Ausbildungsmarkt

Die Nachfrage der regionalen Unternehmen nach zukünftigen Fachkräften ist gegenüber dem Vorjahr rückgängig. Seit Beginn des Berichtsjahres im Oktober 2020 wurden der Berufsberatung der Agentur für Arbeit Passau 3.157 Berufsausbildungsstellen gemeldet, 10,2 Prozent weniger (minus 358 Ausbildungsstellen) als im Vorjahreszeitraum. Seit Oktober 2020 sind auch weniger junge Menschen auf Ausbildungssuche. Die Berufsberatung betreut 1.405 Bewerber. Das sind 182 Bewerber weniger (minus 11,5 Prozent) im Vergleich zum Berichtsjahr 2019/2020. Die Möglichkeiten eine passende Ausbildungsstelle zu finden sind - trotz des leicht schrumpfenden Ausbildungsmarktes – noch sehr gut. Rein rechnerisch sind aktuell für jeden gemeldeten Bewerber 2,2 Ausbildungsstellen vorhanden.

Entwicklung der Kurzarbeit

Im Agenturbezirk Passau stellten seit Beginn der Pandemie insgesamt 6.007 Betriebe eine Anzeige auf konjunkturelle Kurzarbeit, dies entspricht 72.350 in den Anzeigen genannten Personen. Der Höchststand wurde im April 2020 mit 3.238 Anzeigen erreicht. Aufgrund des Lockdowns kam es zum Jahresende zu einem erneuten Anstieg der KUG-Anzeigen. Seit Februar 2021 gingen die Anzeigen peu à peu zurück. Im Mai wurden von 37 Betrieben 199 Personen zur Kurzarbeit angezeigt.

Hochgerechnete Daten zur realisierten Kurzarbeit ergeben für Januar 2021 2.163 Betriebe und 16.383 Personen in Kurzarbeit. Dies entspricht einer Kurzarbeiterquote von 12,6 Prozent.