05.01.2021 | Presseinfo Nr. 2

Arbeitsmarktzahlen Dezember

 
- Zahl der Arbeitslosen im Dezember 2020: 6.763

- Arbeitslosenquote mit 3,7 Prozent um 0,3 Prozentpunkte höher als im Vormonat und um 0,7 Prozentpunkte höher zum Vorjahresmonat

- Zunahme der Zahl der Arbeitslosen zum Vorjahr um 24,0 Prozent

- Stellenbestand bei 2.184 gemeldeten Arbeitsstellen; Rückgang im Vergleich zum Vorjahresmonat um 995 Stellen (minus 31,3 Prozent)
 

Veränderung zum Vormonat in % Dezember 2020 Veränderung zum Vorjahresmonat in %
9,4 6.763 Arbeitslose 24,0
7,7 674 Jugendliche unter 25 Jahren 29,9
8,1 1.462 Langzeitarbeitslose 68,8
-2,2 2.184 Gemeldete Stellen 2) -31,3
9,4 1.799 Zugang an Arbeitslosen -18,0
-24,5 1.232 Abgang an Arbeitslosen -10,9
0,3 3,7 % Arbeitslosenquote 1) 0,7

1) Arbeitslosenquote bezogen auf alle zivilen Erwerbspersonen; Veränderung in Prozentpunkten
2) Bei den gemeldeten Arbeitsstellen handelt es sich um ungeförderte Arbeitsstellen ohne selbstständige/freiberufliche Tätigkeiten und ohne Stellen der privaten Arbeitsvermittlung

Im Dezember waren insgesamt 6.763 Menschen arbeitslos gemeldet und damit 9,4 Prozent mehr im Vergleich zum Vormonat und 24,0 Prozent mehr als im Dezember 2019. Dies entspricht einer Arbeitslosenquote auf Basis aller zivilen Erwerbspersonen von 3,7 Prozent. Die Arbeitslosenquote im Dezember liegt damit um 0,3 Prozentpunkte über dem Wert des Vormonats (plus 579 Personen) und um 0,7 Prozentpunkte über dem Vorjahreswert (plus 1.309 Personen). Im Dezember meldeten sich 1.799 Personen neu oder erneut arbeitslos. Gleichzeitig beendeten 1.232 Personen ihre Arbeitslosigkeit. Im vergangenen Jahr gingen insgesamt 21.888 Arbeitslosmeldungen ein, 1.223 Meldungen weniger als im Jahr 2019. Den stärksten absoluten Zuwachs gegenüber dem Vorjahreszeitraum verzeichnete seit Beginn der Corona-Krise die Branche Gastgewerbe. Seit Jahresbeginn meldeten sich 20.660 Personen aus der Arbeitslosigkeit ab, im Vergleich zum Vorjahr sind dies 2.225 Personen weniger.

„Für Dezember stellt die Arbeitslosenquote von 3,7 Prozent einen annehmbaren und auch erwartbaren Wert dar. Die Zunahme der Arbeitslosigkeit in den Wintermonaten ist im Agenturbezirk Passau zudem saisonal bedingt“, sagt Dr. Klaus Stein, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Passau. Im Vergleich zum Vorjahr ist die Arbeitslosenquote in der Stadt Passau um 1,3 Prozentpunkte auf 5,5 Prozent angestiegen. In den Landkreisen Passau (3,5 Prozent) und Freyung-Grafenau (3,2 Prozent) fiel der Anstieg der Arbeitslosenquote gegenüber dem Vorjahr mit 0,6 Prozentpunkte deutlich geringer aus. „Insgesamt zeigte sich der Arbeitsmarkt 2020 trotz der Krise als recht stabil. Die Auswirkungen in Folge der Pandemie sind im Agenturbezirk Passau weiterhin spürbar und führten insgesamt zu einem höheren Bestand an Arbeitslosen. Rückblickend auf 2020 lag die Arbeitslosenquote bei 3,8 Prozent, in den Jahren 2019 und 2018 lag die Zahl bei 3,0 Prozent. Es ist dennoch erfreulich, dass es zu keinem höheren Aufwuchs der Arbeitslosigkeit im vergangenen Jahr gekommen ist“, erklärt Stein, die Entwicklung des regionalen Arbeitsmarktes zum Jahresende.

Die Arbeitskräftenachfrage

Der gegenwärtige Berichtsmonat weist einen Bestand von 2.184 gemeldeten Arbeitsstellen im Agenturbezirk aus. Der Stellenbestand ist im Vergleich zum Vorjahresmonat um 995 Stellen (minus 31,3 Prozent) gesunken. Arbeitgeber meldeten im Dezember 556 neue Arbeitsstellen.

Die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung

Im Agenturbezirk Passau waren Ende Juni 2020, dem letzten Quartalsstichtag mit gesicherten Angaben, 127.699 Personen sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Dies entspricht einen Beschäftigungsrückgang im Vergleich zum Vorjahr um 0,7 Prozent (minus 857 Personen). Die Top 5 der Wirtschaftszweige der Agentur für Arbeit Passau sind das Verarbeitende Gewerbe mit 33.853 Beschäftigten, das Gesundheits- und Sozialwesen mit 20.649 Beschäftigten, der Handel, Instandhaltung; Reparatur von Kfz mit 18.174 Personen, das Baugewerbe mit 12.406 Beschäftigten sowie Wirtschaftliche Dienstleistungen wie Rechts-, Unternehmens-, Steuerberatung; Werbeagenturen, Reisebüros; Wach-, Sicherheits- und Reinigungsdienste mit 7.284 Beschäftigten.

Entwicklung der Kurzarbeit

Im Agenturbezirk Passau stellten seit Beginn der Pandemie insgesamt 5.120 Betriebe eine Anzeige auf konjunkturelle Kurzarbeit, dies entspricht 65.021 in den Anzeigen genannten Personen. Demnach wurden etwa für die Hälfte aller sozialversicherungspflichtig Beschäftigten Kurzarbeit angezeigt. Nach einem Maximum im April gingen in den darauffolgenden Monaten zwar deutlich weniger Anzeigen ein, allerdings stiegen ab Oktober 2020 die Anzeigen wieder. Im November und Dezember ist ein deutlicher Anstieg zu verzeichnen. Im aktuellen Berichtsmonat wurden von 395 Betrieben 2.908 Personen zur Kurzarbeit angezeigt. Die Entwicklung der realisierten Kurzarbeit ist jedoch sehr zeitverzögert, da Arbeitgeber bis zu 3 Monate Zeit haben um diese abzurechnen. Für den Monat August haben 1.416 Unternehmen für 13.307 Personen Kurzarbeit abgerechnet.