31.03.2020 | Presseinfo Nr. 23

Unternehmen setzen in der Krise auf Kurzarbeit

Aufgrund der Auswirkungen der Corona-Pandemie auf die Wirtschaft stehen die Unternehmen vor nie dagewesenen Herausforderungen. Viele kämpfen um ihre Mitarbeiter und um ihre Existenz.

Innerhalb von nur wenigen Wochen sind die Anzeigen auf Kurzarbeit bei den Arbeitsagenturen in Ostsachsen rasant angestiegen.

„Laut unseren aktuellen Erhebungen sind im März insgesamt rund 10.200 Anzeigen von Unternehmen auf Kurzarbeit bei den ostsächsischen Arbeitsagenturen Bautzen, Dresden und Pirna eingegangen. Das sind mehr als ein Viertel aller rund 36.000 Betriebe in dieser Region", informiert Karl-Heinz Puy, der Geschäftsführer des Operativen Service Dresden, der die Bearbeitung von Kurzarbeitergeld für die Arbeitsagenturbezirke Bautzen, Dresden und Pirna leitet.

Aufgrund der guten wirtschaftlichen Entwicklung spielte Kurzarbeit seit der Finanzkrise eine eher untergeordnete Rolle. Die meisten Anzeigen auf Kurzarbeitergeld konnten in der Vergangenheit innerhalb von wenigen Tagen bearbeitet werden. Die neue Situation stellt die Arbeitsagenturen nun vor große Herausforderungen, denn anders als zur letzten Krise ist aktuell nahezu die gesamte Wirtschaft betroffen.

Das Kurzarbeitergeld soll Betriebe auffangen, damit die Beschäftigten im Unternehmen bleiben können. Dafür mobilisieren die Arbeitsagenturen alle verfügbaren Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die bisher nicht in der Leistungsbearbeitung eingesetzt waren. Sie wurden in den vergangenen Tagen intern geschult und übernehmen mit großer Motivation neue Aufgaben. Zudem wurden die Arbeitszeiten erweitert und erstmalig wurde ein Schichtsystem eingeführt.

„Die Bearbeitungsstellen tun alles dafür, schnellstmöglich und unbürokratisch die Unterlagen zu bearbeiten und eine zügige Rückmeldung zu geben. Arbeitgeber, die Kurzarbeit anzeigen, sollten auf die Vollständigkeit der Angaben und Unterlagen achten. Liegen alle Informationen vor und die Unterschrift ist gegeben, kann die Bearbeitung erfolgen. Dazu werden alle verfügbaren Ressourcen genutzt. Wir wollen Unternehmen helfen, Arbeitsplätze erhalten und damit die Existenzen der betroffenen Menschen sichern", versichert Karl-Heinz Puy.