05.01.2021 | Presseinfo Nr. 1

Vogtland: Leichter saisonaler Anstieg der Arbeitslosigkeit im Dezember

Im Agenturbezirk waren im Dezember mit 5.966 Frauen und Männern 233 oder 4,1 Prozent mehr als im November arbeitslos gemeldet. Im Vergleich zum Vorjahr sind es derzeit 463 Personen bzw. 8,4 Prozent mehr. Die Arbeitslosenquote stieg auf 5,2 Prozent. Der vogtländische Arbeitsmarkt zeigt sich in der Krise weiter robust und Kurzarbeitergeld sichert Beschäftigungsverhältnisse.

„Zum Jahresende ist die Arbeitslosigkeit im Vogtland saisonal bedingt leicht gestiegen. Dieser Anstieg von November auf Dezember ist üblich und bewegt sich erfreulicherweise unter dem Niveau des Vorjahres“, bilanziert Agenturchefin Petra Schlüter. „Der Anstieg der Arbeitslosigkeit betrifft beide Rechtskreise und hauptsächlich Männer. Wir verzeichnen erste Freisetzungen und verstärkte Arbeitslosmeldungen aus dem Baugewerbe, aus der Arbeitnehmerüberlassung sowie aus dem Verarbeitenden Gewerbe. Der erneute Lockdown hat im Dezember viele Unternehmen in der Region nochmals erfasst und wird sich auch auf unseren Arbeitsmarkt auswirken. Die Herausforderungen werden nicht geringer und erfordern unsere ganze Kraft. Wir sind für die Menschen da, stellen eine zügige Leistungsgewährung beim Kurzarbeiter- und Arbeitslosengeld sicher, vermitteln freie Stellen und beraten zu Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten.“

Erste Auswirkungen der Corona-Pandemie werden in den Beschäftigtendaten für den Vogtlandkreis sichtbar. Zum Stand 30.06.2020 gab es rund 81.000 sozialversicherungspflichtig Beschäftige, fast 1.300 weniger als vor einem Jahr.

Zum Jahresausklang hat die Arbeitskräftenachfrage – anders als in den Vorjahren – wieder leicht zugenommen. „Im Dezember wurden uns rund 500 neue Stellen gemeldet. Insgesamt stehen aktuell rund 2.500 Stellen, quer durch alle Wirtschaftsbranchen, zur Besetzung zur Verfügung“, so Petra Schlüter abschließend.

Die aktuelle Arbeitslosenquote, bezogen auf alle zivilen Erwerbspersonen, stieg um 0,2 Prozentpunkte auf 5,2 Prozent. Vor einem Jahr lag die Quote bei 4,8 Prozent.

Auf Geschäftsstellenebene stellt sich der Arbeitsmarkt nach wie vor unterschiedlich dar. In allen Geschäftsstellen ist die Arbeitslosigkeit leicht gestiegen. Die niedrigste Arbeitslosenquote verzeichnet Klingenthal mit 3,6 Prozent gefolgt von Oelsnitz und Auerbach mit jeweils 4,3 Prozent. Reichenbach liegt aktuell bei 4,9 Prozent und Plauen bei 6,5 Prozent.

Arbeitslose nach Rechtskreisen

Vorjahresvergleich:
Im Rechtskreis des SGB III (Arbeitslosenversicherung) sind 2.638 Frauen und Männer arbeitslos gemeldet, 619 mehr als im Dezember 2019 und im Rechtskreis SGB II (Grundsicherung) 3.328 Personen, 156 weniger als vor einem Jahr.

Unterbeschäftigung:
Im letzten Monat haben nach ersten Hochrechnungen mehr als 1.800 Menschen an arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen teilgenommen oder gesetzliche Regelungen in Anspruch genommen und damit den Arbeitsmarkt entlastet. Insgesamt belief sich die Unterbeschäftigung auf 7.799. Bezogen auf alle zivilen Erwerbspersonen liegt die Unterbeschäftigungsquote im Dezember bei 6,7 Prozent (Vormonat: 6,7 Prozent, Vorjahr: 6,4 Prozent).