06.07.2021 | Presseinfo Nr. 16

Kindergeld nach der Schule

Das aktuelle Schuljahr ist zu Ende. Viele Eltern sind nun unsicher, wie es mit der
Zahlung des Kindergeldes weitergeht. Muss sich das Kind eventuell sogar
arbeitslos melden, bis es mit seiner Ausbildung oder seinem Studium beginnt?

Grundsätzlich erhalten Eltern für Kinder bis zum 18. Lebensjahr Kindergeld. Aber
auch nach der Vollendung des 18. Lebensjahres kann Anspruch auf Kindergeld
bestehen, zum Beispiel, wenn das Kind eine Schul- oder Berufsausbildung, ein
Studium oder ein Praktikum absolviert.

Auch während des Bundesfreiwilligendienstes oder ähnlicher Dienste (FSJ, FÖJ,
anerkannte Freiwilligendienste im Ausland) kann Kindergeld gezahlt werden. Da es
nach dem Schulende aber in aller Regel nicht nahtlos weitergeht, gibt es Kindergeld
ebenfalls während einer Übergangsphase von längstens vier Monaten zwischen
zwei Ausbildungsabschnitten.

Aber auch, wenn sich die Unterbrechung unverschuldet etwas länger hinzieht, kann
für ein Kind weiterhin Kindergeld gezahlt werden. Voraussetzung dafür ist, dass es
sich aktiv um einen Ausbildungs- oder Studienplatzplatz bemüht oder nach Zusage
auf den Beginn einer Ausbildung oder eines Studiums wartet. Hierfür genügt die
Zusendung eines Nachweises an die Familienkasse vor Ort über den Ausbildungsoder
Studienbeginn oder eine Schulbescheinigung. Eine Arbeitslosmeldung bei der
Agentur für Arbeit ist in diesem Zeitraum nicht erforderlich. Wichtig ist immer, die
Pläne des Kindes nach Schulzeitende schriftlich mitzuteilen. So können die
Zahlungen aufrechterhalten werden.

Auch für volljährige Kinder kann das komfortable Online-Angebot unter
www.familienkasse.de genutzt werden. Hier können Nachweise über den
Ausbildungs- oder Studienbeginn sowie Schulbescheinigungen bequem
elektronisch an die Familienkasse übermittelt werden. Über den Internetauftritt sind
neben weiteren Online-Angeboten auch weiterführende Informationen,
Antragsformulare und Nachweisvordrucke verfügbar.