29.01.2021 | Presseinfo Nr. 2

Arbeitslosigkeit zu Jahresbeginn gestiegen

Die Arbeitslosenzahlen sind in Berlin und in Brandenburg im Januar gestiegen. Das ist zu dieser Jahreszeit üblich und daher keine Überraschung“, sagt Dr. Ramona Schröder, Vorsitzende der Geschäftsführung der Regionaldirektion Berlin-Brandenburg der Bundesagentur für Arbeit. „Allerdings liegt das aktuelle Niveau der Arbeitslosigkeit wegen der andauernden Einschränkungen infolge der Corona-Pandemie vor allem in Berlin deutlich über dem des Vorjahres.

„Die Arbeitslosenzahlen sind in Berlin und in Brandenburg im Januar gestiegen. Das ist zu dieser Jahreszeit üblich und daher keine Überraschung“, sagt Dr. Ramona Schröder, Vorsitzende der Geschäftsführung der Regionaldirektion Berlin-Brandenburg der Bundesagentur für Arbeit. „Allerdings liegt das aktuelle Niveau der Arbeitslosigkeit wegen der andauernden Einschränkungen infolge der Corona-Pandemie vor allem in Berlin deutlich über dem des Vorjahres. Das Beschäftigungswachstum ist nur noch gering. Kurzarbeit wird von vielen Unternehmen intensiv genutzt, um die wirtschaftlich schwierige Zeit zu überbrücken und die Mitarbeiter zu halten. Das stabilisiert den Arbeitsmarkt.“

Die Zahl der Arbeitslosen liegt in Berlin bei 212.498 Personen. Das sind 10.110 mehr als im Dezember 2020 und 52.616 mehr als ein Jahr zuvor. In Brandenburg registrierten die Arbeitsagenturen und Jobcenter im Januar 87.803 Arbeitslose. Das sind 6.382 mehr als im Dezember und 7.684 mehr als im Januar 2020. Insbesondere aus den Bereichen Handel, Information und Kommunikation sowie verschiedenen Dienstleistungszweigen gab es in Berlin mehr Zugänge in Arbeitslosigkeit. In Brandenburg gab es vor allem im Baugewerbe, im Handel, im verarbeitenden Gewerbe sowie in Dienstleistungsbereichen Entlassungen.

Die Zahl der Anzeigen für Kurzarbeit bleibt im Januar auf hohem Niveau. In Berlin zeigten 2.803 Betriebe Kurzarbeit für 23.203 Mitarbeiter an, in Brandenburg 2.524 Betriebe für 19.242 Beschäftigte. Derzeit kann die tatsächlich geleistete Kurzarbeit für den Oktober ausgewiesen werden. Demnach haben in Berlin 87.946 Beschäftigte kurzgearbeitet, das waren etwas weniger als im September. In Brandenburg waren 29.710 Personen in Kurzarbeit. Auch hier gab es einen Rückgang. Die Kurzarbeiterquote - der Anteil der Kurzarbeiter an allen sozialversicherungspflichtig Beschäftigten - betrug in Berlin 5,6 Prozent, in Brandenburg 3,4 Prozent. Besonders betroffen sind in beiden Ländern die Bereiche Gastgewerbe, Einzelhandel, Tourismus und verschiedene Dienstleistungen.

„Es ist eine angespannte Zeit für den Arbeits- und Ausbildungsmarkt“, sagt Dr. Ramona Schröder. „Die Pandemie hält an, was eine Verbesserung der Beschäftigungssituation kurzfristig schwierig macht. Die Arbeitsagenturen und Jobcenter tun alles, um beispielsweise über eine zügige Auszahlung der finanziellen Leistungen die Situation für betroffene Unternehmen und Personen zu entspannen. Trotz aller Unwägbarkeiten sollten wir nicht die Perspektive aus den Augen verlieren, dass Fachkräfte nach der Krise verstärkt gebraucht werden, wenn die Wirtschaft wieder auf Touren kommt. Deshalb die dringende Bitte an die Arbeitgeber in der Region: Auch wenn es vielleicht derzeit schwer fällt - nutzen Sie alle Möglichkeiten für die Qualifizierung und die Sicherung des Fachkräfte-Potenzials. Gerade jetzt ist der richtige Zeitpunkt, um Ausbildungsplätze anzubieten und junge Leute von den Chancen und Vorteilen einer Ausbildung zu überzeugen. Nutzen Sie auch die Zeit der Kurzarbeit, um Mitarbeiter weiterzubilden. Ihre zuständige Arbeitsagentur berät Sie gern über die Fördermöglichkeiten. Wir lassen Sie in dieser Situation nicht allein.“ Das Land Berlin unterstützt Weiterbildung in Kurzarbeit außerdem mit einer zusätzlichen Prämie für Teilnehmer.

Arbeitsmarkt Land Berlin

Im Januar 2021 waren in Berlin bei den Agenturen für Arbeit und den 12 Jobcentern insgesamt 212.498 Arbeitslose gemeldet, 10.110 Personen mehr als im Dezember 2020 und 52.616 mehr als im Januar 2020.

Die Arbeitslosenquote auf der Basis aller zivilen Erwerbspersonen betrug 10,6 Prozent. Sie lag damit um 2,4 Prozentpunkte über der des Januar 2020.

Die Zahl der Arbeitslosen von 15 bis unter 25 Jahren ist gegenüber dem Dezember um 360 bzw. 2,0 Prozent auf 18.034 gestiegen – dies sind 5.345 Jugendliche mehr als im Januar 2020 (+42,1 Prozent).

Die Unterbeschäftigung, die auch Personen in Maßnahmen der Arbeitsmarktpolitik und in kurzfristiger Arbeitsunfähigkeit mitzählt, lag im Januar bei 263.552 Personen (ohne Kurzarbeit). Das waren 6.944 mehr als im Dezember und 39.361 mehr als im Januar 2020.

Im November 2020 waren 1.569.300 Personen sozialversicherungspflichtig beschäftigt, 4.100 Personen mehr als im November 2019. Mit dieser Steigerung von 0,3 Prozent liegt die Region 0,5 Prozentpunkte über dem bundesdeutschen Durchschnitt.

Den Arbeitsagenturen und Jobcentern wurden im Januar 3.491 neue Arbeitsstellen gemeldet. Das waren 572 weniger als im Vormonat. Insgesamt waren in diesem Monat im Land Berlin 16.511 freie Arbeitsstellen gemeldet, 7.642 weniger als im Januar 2020.

11.627 Personen nahmen an beruflichen Bildungsmaßnahmen teil.

Arbeitsmarkt Land Brandenburg

Im Januar 2021 waren in Brandenburg bei den Agenturen für Arbeit und den Jobcentern insgesamt 87.803 Arbeitslose gemeldet, 6.382 Personen mehr als im Dezember 2020 und 7.684 mehr als im Januar 2020.

Die Arbeitslosenquote auf der Basis aller zivilen Erwerbspersonen betrug 6,6 Prozent. Sie lag damit um 0,6 Prozentpunkte über der des Januar 2020.

Die Zahl der Arbeitslosen von 15 bis unter 25 Jahren ist gegenüber dem Dezember um 391 bzw. 6,1 Prozent auf 6.814 gestiegen – dies sind 1.022 Jugendliche mehr als im Januar 2020 (+17,6 Prozent).

Die Unterbeschäftigung, die auch Personen in Maßnahmen der Arbeitsmarktpolitik und in kurzfristiger Arbeitsunfähigkeit mitzählt, lag im Januar bei 110.467 Personen (ohne Kurzarbeit). Das waren 4.718 mehr als im Dezember und 2.891 mehr als im Januar 2020.

Im November 2020 waren 866.300 Personen sozialversicherungspflichtig beschäftigt, 500 Personen mehr als im November 2019. Mit dieser Steigerung von 0,1 Prozent liegt die Region 0,3 Prozentpunkte über dem bundesdeutschen Durchschnitt.

Den Arbeitsagenturen und Jobcentern wurden im Januar insgesamt 3.298 neue Arbeitsstellen gemeldet. Das waren 908 weniger als im Vormonat. Es gab in diesem Monat im Land Brandenburg 19.636 Arbeitsstellen, 1.689 weniger als im Januar 2020.

 


Den Monatsbericht zum Arbeits- und Ausbildungsmarkt für Berlin und Brandenburg finden Sie im Webauftritt der Regionaldirektion – zusammen mit den Corona-Reports.

Die Eckwerte zum Arbeitsmarkt gibt es auch in den kostenfreien Smartphone-Apps „BA Statistik“ und „BA SGB II“.

Alle Informationen über Aktivitäten der Arbeitsagenturen zu Corona im Serviceportal COVID-19 der Regionaldirektion Berlin-Brandenburg.