15.10.2020 | Presseinfo Nr. 19

Mit Berufsausbildung zum Erfolg - Konzertierte Nachvermittlungsaktionen am Berliner Ausbildungsmarkt

Das neue Ausbildungsjahr für eine duale Berufsausbildung hat bereits begonnen – doch noch immer suchen in diesem schwierigen Jahr viele junge Berlinerinnen und Berliner eine betriebliche Lehrstelle. Gleichzeitig sind in Berlin noch zahlreiche attraktive Ausbildungsplätze frei, die sofort besetzt werden können.

Das neue Ausbildungsjahr für eine duale Berufsausbildung hat bereits begonnen – doch noch immer suchen in diesem schwierigen Jahr viele junge Berlinerinnen und Berliner eine betriebliche Lehrstelle. Gleichzeitig sind in Berlin noch zahlreiche attraktive Ausbildungsplätze frei, die sofort besetzt werden können. Vor allem im kaufmännischen Bereich, in der Gebäudetechnik, im Lager- und Logistikbereich sowie im Einzelhandel suchen Unternehmen händeringend nach Azubis. Denn für viele Arbeitgeber ist der Fachkräftemangel trotz der pandemiebedingten Einschränkungen in der Wirtschaft ein akutes Problem. Deshalb fanden in der Woche vom 05. bis 09.Oktober konzertierte Nachvermittlungsaktionen in den Standorten der Jugendberufsagentur Berlin statt, um interessierten Berufseinsteigern eine Ausbildung zu ermöglichen – und zwar noch in diesem Herbst.

Dabei wurden mehrere hundert Jugendliche gezielt eingeladen und Kontakte mit Unternehmen hergestellt, die noch freie Ausbildungsplätze anbieten: von Sport- und Fitnesskaufleuten über den Straßenbauer bis zum/ zur Fachverkäufer/in im Lebensmittelhandwerk. Denn die Chancen sind trotz der Verunsicherungen durch die Corona-Pandemie vielfältig und das Beratungs- und Vermittlungsgeschäft läuft in diesen Wochen auf Hochtouren.

Die Arbeitsagenturen und Jobcenter sind gemeinsam mit den Unternehmensverbänden, Gewerkschaften und Kammern in der Hauptstadt bestrebt, trotz der schwierigen wirtschaftlichen Lage so vielen jungen Menschen wie möglich einen erfolgreichen Berufsstart 2020 zu verschaffen. Deswegen wurde die Frist für neue Ausbildungsverträge bis in den November hinein verlängert.

Die vielfältigen Informationen der Partner auf dem Ausbildungsmarkt sind gebündelt auf der Seite www.ausbildungjetzt.berlin eingestellt. Ob Lehrstellenbörsen der Arbeitsagenturen und Kammern, Informationen zur Ausbildung im Gesundheitswesen oder zu schulischen Ausbildungswegen, Karrieremöglichkeiten beim Land Berlin – die Webseite bietet schnelle Kontaktwege und direkte Links zu den jeweiligen Ansprechpartnern für Jugendliche, Eltern, Lehrkräfte und Unternehmen.

Unternehmen melden ihre freien Ausbildungsstellen gerne telefonisch an den Arbeitgeber-Service unter der Hotline: 0800 4 555520.

Elke Breitenbach, Senatorin für Integration, Arbeit und Soziales des Landes Berlin: „Die Bewerbung um Ausbildungsplätze ist nach wie vor möglich. Wir haben besonders mit unseren Aktionen rund um die Ausbildungsinitiative #seiDual gemeinsam daran gearbeitet, Jugendliche ohne Ausbildungsperspektive aktiv anzusprechen und mit Unternehmen zusammenzubringen. Wir wollen die vorhandenen Ausbildungsplätze besetzen und machen für die Jugendlichen, die noch keinen Platz gefunden haben, weitere Angebote. Unser Ziel ist es, dass alle interessierten Jugendlichen einen Ausbildungsplatz finden.“

Bernd Becking, Vorsitzender der Geschäftsführung der Regionaldirektion Berlin-Brandenburg der Bundesagentur für Arbeit: „Wer seinen Ausbildungsplatz noch nicht gefunden hat, sollte jetzt nicht aufgeben. Auch wenn der persönliche Kontakt eingeschränkt ist, unterstützen unsere Berufsberaterinnen und Berufsberater alle ratsuchenden Jugendlichen nach besten Kräften. Es gibt noch viele Möglichkeiten in interessanten Berufen, viele Unternehmen suchen Verstärkung. Im Topf der Berufswahl ist noch vieles drin. Denn auch jetzt gilt: Ausbildung bietet eine sichere berufliche Perspektive. Es ist noch die Zeit, schon in diesem Herbst damit zu beginnen und nicht ein Warte-Jahr zu verlieren. Ratsuchende sollten jetzt Kontakt zu unseren Berufsberatern, zu den Kammern und zu den Unternehmen direkt aufnehmen.“

Christian Hoßbach, Vorsitzender des Deutschen Gewerkschaftsbundes Berlin-Brandenburg: „Die duale Berufsausbildung ist für Jugendliche und Betriebe gleichermaßen ein Erfolgsfaktor. Darum darf es auch kein verlorenes „Corona-Jahr“ für die Ausbildung geben. Schulabgänger haben in dieser Ausnahmesituation immer noch gute Karten, einen der freien Ausbildungsplätze zu bekommen. An die Betriebe appellieren wir: Prüfen Sie, ob Sie noch Ausbildungsplätze nachlegen können, und schauen Sie sich auch die Bewerbungen ohne Abi- oder MSA-Zeugnis an – die Ausbildung ist zum Lernen da. Die Jugendberufsagenturen sind gerade in dieser heißen Phase der Nachvermittlung gefragt, auch unter Pandemiebedingungen den Kontakt mit den Ausbildungssuchenden zu finden.“