29.07.2021 | Presseinfo Nr. 12

Steigende Nachfrage nach Arbeitskräften in Berlin und Brandenburg

„Der Arbeitsmarkt in Berlin und Brandenburg zeigt sich unter Berücksichtigung der Corona-Folgen in einer guten Verfassung“, sagt Dr. Ramona Schröder, Vorsitzende der Geschäftsführung der Regionaldirektion Berlin-Brandenburg der Bundesagentur für Arbeit. „Zwar sind die Arbeitslosenzahlen im Juli leicht gestiegen. Der Anstieg fiel aber weniger stark aus als sonst in Ferienmonaten üblich. Ich rechne fest damit, dass sich die Erholung am Arbeitsmarkt in den nächsten Monaten fortsetzt.“
 

„Der Arbeitsmarkt in Berlin und Brandenburg zeigt sich unter Berücksichtigung der Corona-Folgen in einer guten Verfassung“, sagt Dr. Ramona Schröder, Vorsitzende der Geschäftsführung der Regionaldirektion Berlin-Brandenburg der Bundesagentur für Arbeit. „Zwar sind die Arbeitslosenzahlen im Juli leicht gestiegen. Der Anstieg fiel aber weniger stark aus als sonst in Ferienmonaten üblich. Ich rechne fest damit, dass sich die Erholung am Arbeitsmarkt in den nächsten Monaten fortsetzt.“

In Berlin liegt die Arbeitslosenzahl bei 200.807. Das sind 1.462 Personen mehr als im Juni. Im Vergleich zum Vorjahresmonat ist das ein Rückgang um 14.498. An der steigenden Zahl der gemeldeten freien Stellen zeigt sich, dass die Konjunktur angezogen hat und die Nachfrage nach Arbeitskräften größer wird. In Berlin waren im Juli bei den Arbeitsagenturen und Jobcentern 19.087 freie Stellen gemeldet, 1.128 mehr als im Juni.

In Brandenburg stieg die Arbeitslosenzahl im Juli kaum, sie liegt um 293 höher als im Juni bei nun 77.878 Personen. Im Vergleich zum Vorjahr ist das ein kräftiger Rückgang um 9.426 Frauen und Männer. Die Arbeitslosenquote bleibt weiterhin unter der Marke von sechs Prozent. Nach Arbeitskräften besteht in Brandenburg eine hohe Nachfrage: 24.349 freie Stellen haben die Arbeitsagenturen und Jobcenter im Bestand. Das sind fast 20 Prozent mehr als vor einem Jahr. Die Arbeitskräftenachfrage liegt damit im Prinzip auf Vorkrisenniveau.

Die Zahl neuer Anzeigen zur Kurzarbeit ist seit Jahresbeginn immer weiter gesunken. Im Juli zeigten in Berlin 61 Betriebe für 1.163 Beschäftigte Kurzarbeit an, in Brandenburg 81 Unternehmen für 2.339 Beschäftigte. Das ist in beiden Ländern deutlich weniger als zu Jahresbeginn. Die tatsächlich geleistete Kurzarbeit kann derzeit für den Monat April ausgewiesen werden. Demnach haben in Berlin 114.646 Beschäftigte kurzgearbeitet. In Brandenburg waren 53.075 Personen in Kurzarbeit. Die Kurzarbeiterquote - der Anteil der Kurzarbeiter an allen sozialversicherungspflichtig Beschäftigten - betrug in Berlin 7,3 Prozent, in Brandenburg 6,2 Prozent.

„Die steigende Nachfrage nach Arbeitskräften ist ein gutes Zeichen für den Arbeitsmarkt“, sagt Dr. Ramona Schröder. „Der positive Beschäftigungstrend hat sich verstärkt. In Berlin ist die Beschäftigung unter anderem in den Bereichen Information und Kommunikation, Dienstleistungen und im Gesundheitswesen wieder deutlich gestiegen. In Brandenburg verzeichnen das Baugewerbe und die Bereiche Verkehr und Lagerwirtschaft ein Beschäftigungsplus. Schwierig bleibt die Situation im Gastgewerbe. Insgesamt bleibt die Entwicklung der Corona-Pandemie ein Unsicherheitsfaktor für den Arbeitsmarkt.“

Arbeitsmarkt Land Berlin

Im Juli 2021 waren in Berlin bei den Agenturen für Arbeit und den 12 Jobcentern insgesamt 200.807 Arbeitslose gemeldet, 1.462 Personen mehr als im Juni 2021 und 14.498 weniger als im Juli 2020.

Die Arbeitslosenquote auf der Basis aller zivilen Erwerbspersonen betrug 9,9 Prozent. Sie lag damit um 0,9 Prozentpunkte unter der des Juli 2020.

Die Zahl der Arbeitslosen von 15 bis unter 25 Jahren ist gegenüber dem Juni um 501 bzw. 3,0 Prozent auf 17.192 gestiegen – dies sind 1.697 Jugendliche weniger als im Juli 2020 (-9,0 Prozent).

Die Unterbeschäftigung, die auch Personen in Maßnahmen der Arbeitsmarktpolitik und in kurzfristiger Arbeitsunfähigkeit mitzählt, lag im Juli bei 252.408 Personen (ohne Kurzarbeit). Das waren 752 weniger als im Juni und 7.569 weniger als im Juli 2020.

Im Mai 2021 waren 1.576.700 Personen sozialversicherungspflichtig beschäftigt, 39.600 Personen mehr als im Mai 2020. Mit dieser Steigerung von 2,6 Prozent liegt die Region 1,4 Prozentpunkte über dem bundesdeutschen Durchschnitt.

Den Arbeitsagenturen und Jobcentern wurden im Juli 5.079 neue Arbeitsstellen gemeldet. Das waren 647 weniger als im Vormonat. Insgesamt waren in diesem Monat im Land Berlin 19.087 freie Arbeitsstellen gemeldet, 446 weniger als im Juli 2020.

11.196 Personen nahmen an beruflichen Bildungsmaßnahmen teil.

Arbeitsmarkt Land Brandenburg

Im Juli 2021 waren in Brandenburg bei den Agenturen für Arbeit und den Jobcentern insgesamt 77.878 Arbeitslose gemeldet, 293 Personen mehr als im Juni 2021 und 9.426 weniger als im Juli 2020.

Die Arbeitslosenquote auf der Basis aller zivilen Erwerbspersonen betrug 5,8 Prozent. Sie lag damit um 0,7 Prozentpunkte unter der des Juli 2020.

Die Zahl der Arbeitslosen von 15 bis unter 25 Jahren ist gegenüber dem Juni um 610 bzw. 9,9 Prozent auf 6.774 gestiegen – dies sind 1.096 Jugendliche weniger als im Juli 2020 (-13,9 Prozent).

Die Unterbeschäftigung, die auch Personen in Maßnahmen der Arbeitsmarktpolitik und in kurzfristiger Arbeitsunfähigkeit mitzählt, lag im Juli bei 101.044 Personen (ohne Kurzarbeit). Das waren 56 weniger als im Juni und 9.541 weniger als im Juli 2020.

Im Mai 2021 waren 864.100 Personen sozialversicherungspflichtig beschäftigt, 15.800 Personen mehr als im Mai 2020. Mit dieser Steigerung von 1,9 Prozent liegt die Region 0,7 Prozentpunkte über dem bundesdeutschen Durchschnitt.

Den Arbeitsagenturen und Jobcentern wurden im Juli insgesamt 5.275 neue Arbeitsstellen gemeldet. Das waren 19 weniger als im Vormonat. Es gab in diesem Monat im Land Brandenburg 24.349 freie Arbeitsstellen, 3.853 mehr als im Juli 2020.

4.095 Personen nahmen an beruflichen Bildungsmaßnahmen teil.


Den Monatsbericht zum Arbeits- und Ausbildungsmarkt für Berlin und Brandenburg finden Sie im Webauftritt der Regionaldirektion – zusammen mit den Corona-Reports.

Die Eckwerte zum Arbeitsmarkt gibt es auch in den kostenfreien Smartphone-Apps „BA Statistik“ und „BA SGB II“.

Alle Informationen über Aktivitäten der Arbeitsagenturen zu Corona im Serviceportal COVID-19 der Regionaldirektion Berlin-Brandenburg.  

Alles zum Thema Ausbildung finden Sie im Webauftritt zu #ausbildungklarmachen.