31.07.2019 | Presseinfo Nr. 29

"Der Arbeitsmarkt konsolidiert sich auf hohem Niveau"

Arbeitslosigkeit hat leicht zugenommen

• 193.897 Arbeitslose im Juli 2019
• Quote erhöht sich auf 3,1 Prozent
• Jugendarbeitslosigkeit steigt auf 2,6 Prozent


Ende Juli wurden 193.897 Arbeitslose gezählt, 2 Prozent mehr als im Vormonat und 1,8 Prozent mehr als vor einem Jahr. 94.452 entfielen auf die Arbeitslosenversicherung (Arbeitsagenturen) und 99.445 auf die Grundsicherung (Jobcenter). Die Arbeitslosenquote betrug 3,1 Prozent nach 3,1 Prozent im Vorjahr.

Die Arbeitslosigkeit hat gegenüber dem Vormonat saisonüblich – aufgrund der Beendigung von Arbeits- und Ausbildungsverhältnissen – zugenommen. Bedingt durch die abflauende Konjunktur ist parallel dazu die Aufnahmefähigkeit des Arbeitsmarktes leicht gesunken. "Der Arbeitsmarkt konsolidiert sich auf hohem Niveau", kommentiert Christian Rauch, Leiter der Regionaldirektion Baden-Württemberg der Bundesagentur für Arbeit, die Entwicklung. "Gleichzeitig verzeichnen wir in verschiedenen Berufsbereichen wie etwa der Pflege oder der Softwareentwicklung einen Mangel an Fachkräften. Hier sehen wir die Chance, durch gezielte Aus- und Weiterbildungsberatung sowie Qualifizierungsmaßnahmen Arbeitslose wie Betriebe zu unterstützen."
 
Hohe Dynamik der Arbeitslosigkeit
Im Laufe des Monats haben sich 54.057 Personen arbeitslos gemeldet. Gleichzeitig konnten 50.305 ihre Arbeitslosigkeit beenden. Diese umfangreichen Bewegungen machen die hohe Dynamik des Arbeitsmarktes deutlich.
 
Uneinheitliche Entwicklung der Arbeitslosigkeit nach Personengruppen
Die Arbeitslosigkeit der Männer stieg gegenüber dem Vorjahr um 4 Prozent, die der Frauen ging um 0,8 Prozent zurück. Bei den Jugendlichen verringerte sich die Arbeitslosigkeit gegenüber dem Vorjahr um 0,9 Prozent. Ihre Arbeitslosenquote lag bei 2,6 Prozent, , gegenüber dem Vorjahr unverändert. Im Juli gab es bei den älteren Arbeitslosen ab 50 Jahre 0,7 Prozent mehr als vor einem Jahr, bei den schwerbehinderten Arbeitslosen keine Veränderung gegenüber dem Vorjahr.
 
Stellenbestand im Vorjahresvergleich zurückgegangen
Im Monatsverlauf meldeten die Arbeitgeber im Land 24.390 Stellen. Am Monatsende konnten die Vermittlungsfachkräfte aus einem Fundus von 111.357 offenen Stellen schöpfen, 5,8 Prozent weniger als vor einem Jahr.
 
Mehr Beschäftigte als vor einem Jahr
Ende Mai 2019 arbeiteten in Baden-Württemberg 4,75 Mio Menschen sozialversicherungspflichtig, 1,8 Prozent mehr als vor einem Jahr. Die Branche Information und Kommunikation profitierte am stärksten (+5,3 Prozent). Schlusslicht war der Bereich Arbeitnehmerüberlassung (-13,1 Prozent).