31.03.2020 | Presseinfo Nr. 24

Der Arbeitsmarkt im März 2020

„Die Folgen der Corona-Krise für den Arbeitsmarkt zeigen sich noch nicht in der Arbeitsmarktstatistik für März 2020“

  • 214.118 Arbeitslose im März 2020
  • Quote geht zurück auf 3,4 Prozent
  • Jugendarbeitslosigkeit bleibt bei 2,7 Prozent


Arbeitslosigkeit hat leicht abgenommen
Ende März wurden 214.118 Arbeitslose gezählt, 1,6 Prozent weniger als im Vormonat und 10,9 Prozent mehr als vor einem Jahr. 112.026 entfielen auf die Arbeitslosenversicherung (Arbeitsagenturen) und 102.092 auf die Grundsicherung (Jobcenter). Die Arbeitslosenquote betrug 3,4 Prozent nach 3,1 Prozent im Vorjahr.

Die Daten der amtlichen Märzstatistik wurden zum Stichtag 12. März erhoben; das heißt vier Tage bevor die wirtschaftlichen Aktivitäten im Land durch die politischen Maßnahmen zur Bekämpfung des Corona-Virus stark eingeschränkt wurden.
Am 12. März war davon noch nichts zu spüren.
„Der Arbeitsmarkt in Baden-Württemberg zeigt sich im März noch weitgehend stabil“, erklärt Christian Rauch, Leiter der Regionaldirektion Baden-Württemberg der Bundesagentur für Arbeit. „Der Rückgang der Arbeitslosigkeit im Vergleich zum Vormonat um 3.402 Personen ist jedoch weniger, als man üblicherweise für diesen Monat erwarten dürfte. So sind insgesamt 21.055 Personen mehr arbeitslos als im März 2019. Die wirtschaftliche Eintrübung, die sich bereits in den Vormonaten abzeichnete, setzt sich in diesen Zahlen fort.“
Christian Rauch unterstreicht, dass die Auswirkungen der Einschränkungen durch Corona in diesen Zahlen noch nicht ersichtlich seien.

Hohe Dynamik der Arbeitslosigkeit
Im Laufe des Monats haben sich 60.375 Personen arbeitslos gemeldet. Gleichzeitig konnten 63.649 ihre Arbeitslosigkeit beenden. Diese umfangreichen Bewegungen machen die hohe Dynamik des Arbeitsmarktes deutlich.

Uneinheitliche Entwicklung der Arbeitslosigkeit nach Personengruppen
Die Arbeitslosigkeit der Männer stieg gegenüber dem Vorjahr um 14,1 Prozent, die der Frauen nahm um 6,9 Prozent zu. Bei den Jugendlichen erhöhte sich die Arbeitslosigkeit gegenüber dem Vorjahr um 13,3 Prozent. Ihre Arbeitslosenquote lag bei 2,7 Prozent, 0,3 Prozentpunkte mehr als vor einem Jahr. Im März gab es bei den älteren Arbeitslosen ab 50 Jahre 9,1 Prozent mehr als vor einem Jahr, bei den schwerbehinderten Arbeitslosen einen Anstieg gegenüber dem Vorjahr um 7,7 Prozent.

Stellenbestand im Vorjahresvergleich zurückgegangen
Im Monatsverlauf meldeten die Arbeitgeber im Land 21.515 Stellen. Am Monatsende konnten die Vermittlungsfachkräfte aus einem Fundus von 83.906 offenen Stellen schöpfen, 24,8 Prozent weniger als vor einem Jahr.

Mehr Beschäftigte als vor einem Jahr
Ende Januar 2020 arbeiteten in Baden-Württemberg 4,77 Mio. Menschen sozialversicherungspflichtig, 0,9 Prozent mehr als vor einem Jahr. Die Branche Land-, Forstwirtschaft und Fischerei profitierte am stärksten (+9,3 Prozent). Schlusslicht war der Bereich Arbeitnehmerüberlassung (-13,9 Prozent).