06.09.2022 | Presseinfo Nr. 18

Arbeitsagentur macht Beschäftigte fit für die Zukunft

 

Lebenslange Bildung und Qualifizierung werden immer wichtiger. Die Beschäftigtenqualifizierung der Agentur für Arbeit greift Arbeitgebern und Arbeitnehmern bei anfallenden Weiterbildungskosten unter die Arme.

Die Lebens- und Arbeitswelt unterliegen einem Wandel: Bildung und Qualifizierung sind zentral für die aktuellen und kommenden Herausforderungen. Demografischer Wandel, Fachkräftesicherung, Energiewende und Strukturwandel wirken sich schon heute spürbar auf den Arbeitsmarkt aus. Beschäftigte sollten den Trends mit vorausschauender Planung und passender Qualifizierung begegnen.

„Zahlreiche Arbeitgeber in Bayern suchen nach Fachkräften für ihren Betrieb. Die Agentur für Arbeit unterstützt sie dabei auf vielfältige Weise. Eine der Möglichkeiten ist die Weiterbildung von Beschäftigten. Die Arbeitsagenturen beraten hierzu gerne Arbeitgeber. Individuell werden passgenaue Lösungen für die Unternehmen besprochen. Bei anfallenden Lehrgangs-, Fahrt- und Kinderbetreuungskosten kann die Arbeitsagentur Unterstützung leisten. Möglich sind zudem Zuschüsse zum Entgelt. Ich ermutige daher alle Interessierten, den Schritt zu gehen und sich fit für die Herausforderungen der nahen Zukunft zu machen“, sagt Ralf Holtzwart, Vorsitzender der Geschäftsführung der Regionaldirektion Bayern der Bundesagentur für Arbeit.

Je nach Betriebsgröße werden die Kosten in unterschiedlichem Umfang übernommen:

Betriebe unter 10 Beschäftigten

Betriebe mit 10 bis 249 Beschäftigten

Betriebe mit 250 bis 2499 Beschäftigten

Lehrgangskosten-
erstattung

100%

50%-65%
(über 45 Jahre o. schwerbehindert bis zu 100%)

25%-40%

Arbeitsentgelt-
zuschuss für Ausfallzeiten

75%-90%

50%-65%

25%-40%

  

Beschäftigte ohne abgeschlossenen Berufsabschluss können zudem ohne finanzielle Einbußen mittels einer Umschulung einen Abschluss erwerben. Bei einer Umschulung wird die Ausbildungszeit verkürzt und der bestehende Arbeitsvertrag bleibt erhalten. Umschülerinnen und Umschüler beziehen weiterhin ihren Lohn und gelangen schneller zum Ziel. Die Lehrgangskosten werden zu 100 Prozent übernommen.