27.01.2021 | Presseinfo Nr. 2

Jährliche Pendlerstatistik

Durch die Corona-Krise bedingt sank die Zahl der Beschäftigten in Hessen zum Vorjahr um rund 7.330 (-0,3 Prozent). Die Zahl der Einpendler aus anderen Bundesländern und dem Ausland reduzierte sich um 3.543 (-0,9 Prozent). 15,0 Prozent der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten mit Arbeitsort in Hessen wohnten damit 2020 nicht in Hessen.

Die Zahl der Menschen, die in Hessen einer sozialversicherungspflichtigen Tätigkeit nachgingen ist binnen eines Jahres gesunken. Zum Stichtag 30.06.2020 wurden 2.623.535 Beschäftigte mit Arbeitsort Hessen gezählt. Davon lebten und arbeiteten rund 2.230.500 auch im Bundesland. 393.044 zählten zu den sogenannten Einpendlern aus einem anderen Bundesland oder dem Ausland. Sie waren zwar in Hessen beschäftigt, hatten aber ihren offiziellen Wohnsitz außerhalb Hessens.

Durch die Corona-Krise bedingt sank die Zahl der Beschäftigten in Hessen zum Vorjahr um rund 7.330 (-0,3 Prozent). Die Zahl der Einpendler aus anderen Bundesländern und dem Ausland reduzierte sich um 3.543 (-0,9 Prozent). 15,0 Prozent der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten mit Arbeitsort in Hessen wohnten damit 2020 nicht in Hessen. In den letzten 15 Jahren ist die Zahl der Einpendler dennoch deutlich angestiegen. Waren es 2005 noch rund 284.800 belief sich der Anstieg zu 2020 auf nunmehr 37,5 Prozent.

Die Zahl der Auspendler ist trotz der Corona-Krise leicht gestiegen (+199). 261.522 Menschen verließen ihren Wohnort, um außerhalb der Landesgrenze zu arbeiten. Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer mit Wohnsitz in Hessen pendelten beruflich mehrheitlich in die benachbarten Bundesländer Baden-Württemberg (59.373), Rheinland-Pfalz (55.828), Nordrhein-Westfalen (49.436) und Bayern (47.483).

Einpendler kommen überwiegend aus Rheinland-Pfalz

Einpendler, die ihre sozialversicherungspflichtige Beschäftigung in Hessen ausüben, kamen überwiegend aus Rheinland-Pfalz (108.149), Bayern (65.749) und Nordrhein-Westfalen (63.978). An vierter Stelle stehen die Einpendler aus Baden-Württemberg (52.433). Wie bereits im letzten Jahr haben mehr Hessen ihren Arbeitsplatz in Baden-Württemberg als umgekehrt. Bei allen anderen Bundesländern weist Hessen hingegen einen Einpendlerüberschuss auf.

Einpendler arbeiten mehrheitlich in der Unternehmensführung und -organisation

Die meisten Einpendler übten Berufe in der Unternehmensführung und –organisation aus: 63.203 (2019: 62.711). Auf Platz 2 folgten Berufspendler im Bereich Verkehr und Logistik: 31.879 (2019: 30.706). Auf Platz 3 waren Einkaufs-, Vertriebs und Handelsberufe: 29.672 (2019:29.160). 24.190 (2019: 24.175) übten einen Job im Finanzdienstleistungssektor aus. 20.538 (2019: 20.623) Personen zählten zur Berufsgruppe Maschinen- und Fahrzeugtechnik.

Die von der Corona-Krise besonders betroffenen Berufe im Verkauf und im Tourismus-, Hotel- und Gastgewerbe verzeichneten auch bei den Einpendlern Rückgänge: Verkaufsberufe 15.152 (2019: 16.201), Tourismus-, Hotel- und Gaststättenberufe 5.612 (2019: 6.093).

Hintergrundinformation

Die Ein- und Auspendlerzahlen auf Kreisebene für 2020 stehen erst ab Mitte Februar 2021 zur Verfügung.

Pendlerverflechtungen nach Kreisen (Juni 2019): https://statistik.arbeitsagentur.de/SiteGlobals/Forms/Suche/Einzelheftsuche_Formular.html?submit=Suchen&topic_f=beschaeftigung-sozbe-krpend&r_f=bl_Hessen

Pendleratlas: https://statistik.arbeitsagentur.de/DE/Navigation/Statistiken/Interaktive-Angebote/Pendleratlas/Pendleratlas-Nav.html?templateQueryString=pendleratlas