05.01.2021 | Presseinfo Nr. 1

Der Arbeitsmarkt in Schleswig-Holstein: Dezember 2020

-   Aktuell: 92.800 Arbeitslose in Schleswig-Holstein, die Arbeitslosenquote liegt bei 5,9 Prozent

-   Im Vergleich zum Vormonat November steigt die Zahl der Arbeitslosen um 1.200 oder 1,3 Prozent

-   „Auch die Dezember-Daten zeigen: Die Auswirkungen der Corona-Pandemie sind auf dem Arbeitsmarkt in Schleswig-Holstein weiterhin deutlich spürbar. So liegt die Zahl der Arbeitslosen um 13.800 oder 17,5 Prozent über dem Vorjahreswert. Allerdings ist der Anstieg der Arbeitslosigkeit im Vergleich zum Vormonat November mit 1.200 oder 1,3 Prozent geringer ausgefallen als in den Vorjahren.“ (Margit Haupt-Koopmann)

-   Kurzarbeit: Seit Beginn der Corona-Krise haben insgesamt 36.600 Betriebe für 416.300 Beschäftigte Kurzarbeit angezeigt

-   Daten-Info zu den ‚Arbeits­losenquoten auf Stadt- und Kreisebene‘
 

Arbeitsmarkt

Die Zahl der Arbeitslosen liegt aktuell bei 92.800. Das ist ein Plus von 13.800 gegenüber dem Dezember des Vorjahres und von 1.200 gegenüber dem Vormonat November. Die Arbeitslosen­quo­te liegt mit aktuell 5,9 Prozent 0,9 Prozentpunkte über dem Dezember-Wert des Vorjahres. Im Vormonat November betrug die Quote 5,8 Prozent.

„Auch die Dezember-Daten zeigen: Die Auswirkungen der Corona-Pandemie sind auf dem Arbeits­markt in Schleswig-Holstein weiterhin deutlich spürbar. So liegt die Zahl der Arbeitslosen um 13.800 oder 17,5 Prozent über dem Vorjahreswert. Allerdings ist der Anstieg der Arbeitslosigkeit im Vergleich zum Vormonat November mit 1.200 oder 1,3 Prozent geringer ausgefallen als in den Vor­jahren“, betonte Margit Haupt-Koopmann, Chefin der Regio­nal­direktion Nord der Bundes­agen­tur für Arbeit, heute (05. Januar 2021) in Kiel.  „Der gegen­über dem Vormonat November deutliche Anstieg der Arbeitslosenzahlen in den Touris­mus­­­regionen Nordfriesland (+9,6 Prozent) und Ostholstein (+7,2 Prozent) ist zwar jahreszeitlich typisch, er liegt jedoch - wie auch insgesamt - unter den jeweiligen Vorjahres­werten, die bei +13,2 und +9,4 Prozent lagen.“

 Personalnachfrage

„Im Vergleich mit dem Vorjahreszeitraum Januar bis Dezember 2019 bewegt sich die Personal­nachfrage“ - so Haupt-Koopmann - „auch weiterhin auf einem niedrige­ren Niveau. Betrachtet man die Entwicklung seit Jahresbeginn 2020, so wurden den gemein­samen Arbeitgeberserviceteams der Ar­beits­agen­turen und Jobcenter insgesamt 52.700 sozialversicherungspflichtige Stellen ge­meldet. Das ist ein Mi­nus von 11.700 oder 18,2 Prozent. Im Vormonatsvergleich sind insbe­sondere die Stellenmeldungen aus dem Gastgewerbe und dem Handel zurückgegangen.“

Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte

Die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten - es handelt sich hierbei um die Oktober-Daten - liegt im Vorjahresvergleich noch immer im positiven Bereich: ein Plus von 3.900 oder 0,4 Prozent. Ins­be­sondere im Gesundheits- und Sozialwesen (+4.600), im Bereich öffent­liche Verwal­tung/Sozial­versiche­rungen (+1.600), im Baugewerbe (+1.200), in der Energie­wirtschaft (+500) sowie in den Bereichen Information/Kommunikation und Logistik (jeweils +400) sind neue Arbeits­plätze entstanden. Spe­ziell in der Arbeitnehmerüberlassung (-1.100), im Gast­ge­­werbe und im verarbeitenden Gewerbe (jeweils -1.000) sowie im Bereich der sonstigen wirt­schaft­li­chen Dienst­leistungen (-800) gingen sozial­ver­siche­rungs­pflich­tige Arbeits­plät­ze verloren.

Kurzarbeit

Abschließend stellte Haupt-Koopmann die aktuellen Daten zur Kurzarbeit vor. „Im Dezember haben 2.900 Betriebe für 32.300 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte Kurzarbeit angezeigt. Damit bewegen wir uns auf einem vergleichbaren Niveau wie im November.“ Seit Beginn der Co­rona-Pandemie im März haben in Schleswig-Holstein insgesamt 36.600 Betriebe für 416.300 Be­schäftigte Kurzarbeit angezeigt. Die Schwerpunkte liegen im Einzelhandel, in der Gastro­no­mie und im Gesundheits­wesen. Betrachtet man die ‚realisierte Kurzarbeit‘ -  hier liegen die September-Zahlen vor  -  so haben im September 45.400 Beschäftigte in 6.900 Betrieben kurzgearbeitet.    

Daten-Info: Arbeitslosenquoten in Kreisen und Städten (Dezember-Daten 2020)

Kreise

  • Niedrigste Quote: Stormarn mit 3,9 Prozent
  • Höchste Quote: Dithmarschen mit 6,2 Prozent

kreisfreie Städte

  • Niedrigste Quote: Lübeck mit 8,2 Prozent
  • Höchste Quote: Neumünster mit 9,1 Prozent

Hinweis:

Gemeinsam mit Minister Dr. Buch­holz wird RD-Chefin Haupt-Koopmann am 15. Ja­nuar einen „Rück- und Ausblick 2020/2021“ für den Arbeitsmarkt des Landes Schles­­wig-Holstein prä­sen­tieren. Sie werden über die genauen Rahmen­be­dingungen der Pressekonferenz recht­zeitig informiert.