05.01.2021 | Presseinfo Nr. 2

Der Arbeitsmarkt in Mecklenburg-Vorpommern: Dezember 2020

-   „Auch die Dezember-Daten dokumentieren: Die Auswirkungen der Corona-Pan­demie sind nach wie vor auf dem Arbeitsmarkt in Mecklenburg-Vorpommern spürbar. So liegt die Zahl der Arbeitslosen um 7.000 oder 12,1 Prozent über dem Vor­jahreswert.“ (Margit Haupt-Koopmann)

-   Aktuell gibt es 65.100 Arbeitslose in Mecklenburg-Vorpommern, die Arbeitslosen­quote beträgt 7,9 Prozent

-   Im Vergleich zum Vormonat November steigt die Zahl der Arbeitslosen um 3.100

-   Kurzarbeit: Seit Beginn der Co­rona-Pandemie im März haben in Mecklenburg-Vorpom­mern insgesamt 23.700 Betriebe für 231.100 Be­schäftigte Kurzarbeit angezeigt.

-   Daten-Info zu den ‚Arbeits­losenquoten auf Stadt- und Kreisebene‘
 

Arbeitsmarkt

Die Zahl der Arbeitslosen liegt - im Vergleich zum Dezember des Vorjahres - mit 65.100 um 7.000 oder 12,1 Pro­zent über dem Vorjahreswert. Die Arbeitslosenquote beträgt nun 7,9 Prozent, im Dezember 2019 lag sie bei 7,1 Prozent. Im Vergleich zum Vormonat November ist die Zahl der Arbeits­losen um 3.100 oder 5,0 Pro­zent gestiegen.

„Auch die Dezember Daten dokumentieren: Die Auswirkungen der Corona-Pandemie sind nach wie vor auf dem Arbeitsmarkt in Mecklenburg-Vorpommern spürbar. So liegt die Zahl der Arbeits­losen um 7.000 oder 12,1 Prozent über dem Vorjahreswert“, unterstrich Mar­git Haupt-Koopmann, Chefin der Regio­nal­direktion Nord der Bundes­agen­tur für Arbeit, heute (05. Januar 2021). „Be­trach­tet man allerdings die Entwicklung der Arbeits­losigkeit im Vormonatsvergleich, so liegt der Anstieg um 3.100 gegenüber dem Vormonat November auf dem Niveau des Vorjahres.“

Der gegenüber dem Vor­­monat November deutliche Anstieg der Arbeits­losigkeit in Vorpommern-Rügen um 1.200 (+11,4 Prozent) sei für diese Tourismusregion saisonal typisch. „Der Zuwachs um 11,4 Prozent  -  Dezember gegenüber dem Vormonat November -  liegt in diesem Jahr sogar leicht unter dem Niveau der Vorjahresdaten (+13,9 Prozent)“, so Haupt-Koopmann.  

Personalnachfrage

Die Personalnachfrage bewegt sich im Ver­gleich mit dem Vorjahreszeitraum Januar bis Dezember auch weiterhin auf einem niedrigeren Niveau als 2019. „Betrachtet man die Entwicklung seit Jahresbeginn, so wurden insgesamt 40.100 sozial­versicherungspflichtige Stellen ge­meldet, ein Mi­nus von 11.400 oder 22,1 Prozent. Im Vormonatsvergleich sind uns weniger Stellen aus dem verarbeitenden Gewerbe und dem Gastgewerbe gemeldet worden“, so Haupt-Koopmann.

Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte

Die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten - es handelt sich hierbei um die Oktober-Da­ten - ist im Vorjahresvergleich um 3.300 oder 0,6 Prozent auf 582.100 gesunken. Ins­besondere im Ge­sundheits- und Sozialwesen (+2.100) und im Bereich öffentliche Verwaltung/Sozial­versiche­run­gen (+900) sind neue Arbeitsplätze entstanden. Speziell in der Arbeitnehmerüberlassung            (-1.300), im verarbeitenden Gewerbe und im Bereich der sonstigen wirtschaftlichen Dienstlei­stungen (jeweils -1.200) sowie im Handel und im Bereich Verkehr/Logistik (jeweils -600) gingen sozial­ver­siche­rungs­pflichtige Arbeits­­plät­ze verloren.

Kurzarbeit

Abschließend stellte Haupt-Koopmann die aktuellen Daten zur Kurzarbeit vor. „Im Dezember haben 1.700 Betriebe für 14.700 so­zial­versicherungspflichtig Beschäftigte Kurzarbeit angezeigt. Seit Beginn der Co­rona-Pandemie im März wurden damit in Mecklenburg-Vorpommern von insgesamt 23.700 Betrieben Kurzarbeit für 231.100 Be­schäftigte angezeigt. Die Schwerpunkte liegen im Einzelhandel, in der Gastro­no­mie und im Gesundheitswesen. Betrachtet man die ‚realisierte Kurzarbeit‘ -  hier liegen die September-Zahlen vor - so haben im September 25.000 Beschäftigte in 3.400 Betrieben kurzgearbeitet.“     

Daten-Info: Arbeitslosenquoten in Kreisen und Städten (Dezember 2020)

Kreise

  • Niedrigste Quote: Landkreis Rostock mit 5,7 Prozent
  • Höchste Quote: Vorpommern-Rügen mit 10,1 Prozent

Städte

  • Hansestadt Rostock: 7,7 Prozent
  • Schwerin: 9,3 Prozent

Hinweis:

Gemeinsam mit Minister Glawe wird RD-Chefin Haupt-Koopmann am 14. Ja­nuar einen „Rück- und Ausblick 2020/2021“ für den Arbeitsmarkt des Landes Mecklenburg-Vorpommern prä­sen­tieren. Sie werden über die genauen Rahmen­be­dingungen der Pressekonferenz recht­zeitig informiert.