01.06.2021 | Presseinfo Nr. 23

Der Arbeitsmarkt in Mecklenburg-Vorpommern: Mai 2021

-   Aktuell: 66.400 Arbeitslose in Mecklenburg-Vorpommern, die Arbeitslosen­quote liegt bei 8,1 Prozent

-   Rückgang der Arbeitslosigkeit gegenüber dem Vormonat April (-1.400) und im Vergleich mit dem Mai des Vorjahres (-1.200)

-   „Zwar ist im Mai die Zahl der Arbeitslosen - im Vorjahres- und im Vormonatsvergleich -  gesunken, doch die Frühjahrsbelebung ist Corona-bedingt weiterhin verhalten. Ich rechne allerdings fest damit, dass insbesondere in den Tourismusregionen sinkende Inzidenzen und weitere Öffnungsschritte zu einer spürbar positiven Belebung des Arbeits­marktes in den kommenden Sommerferien führen werden.“
(Margit Haupt Koopmann)

-   Personalnachfrage: Den gemeinsamen Arbeitgeberservice-Teams der Arbeitsagenturen und Jobcenter wurden im Mai 3.700 sozialversicherungspflichtige Stellen gemeldet

-   Daten-Info: Arbeits­losenquoten auf Stadt- und Kreisebene / Daten zum Ausbildungs­markt  

Arbeitsmarkt

Die Zahl der Arbeitslosen liegt - im Vergleich zum Mai des Vorjahres - mit 66.400 um 1.200 oder 1,7 Pro­zent unter dem Vorjahreswert. Die Arbeitslosenquote beträgt nun 8,1 Prozent, im Mai 2020 lag sie bei 8,2 Prozent. Im Vergleich zum Vormonat April ist die Zahl der Arbeits­losen um 1.400 oder 2,0 Pro­zent gesunken.

„Zwar ist im Mai die Zahl der Arbeitslosen - im Vorjahres- und im Vormonatsvergleich -  gesunken, doch die Frühjahrsbelebung ist Corona-bedingt weiterhin verhalten. Ich rechne allerdings fest da­mit, dass insbesondere in den Tourismusregionen sinkende Inzidenzen und weitere Öffnungs­schritte zu einer spürbar positiven Belebung des Arbeitsmarktes in den kommenden Sommer­ferien führen werden“, sagte Margit Haupt-Koopmann, Chefin der Regio­nal­direktion Nord der Bun­des­­agen­­tur für Arbeit, heute (01. Juni 2021).

„Hervorheben möchte ich, dass im Vergleich zum Mai des Vorjahres mehr Arbeitslose eine Be­schäfti­­gung am 1. Arbeits­markt aufgenommen haben: +800 oder +26,2 Prozent. Erfreulich finde ich darüber hinaus, dass die Jugendarbeitslosigkeit sowohl im Vergleich zum Vormonat April als auch im Vergleich mit dem Mai des Vorjahres überproportional abgenommen hat (Vormonat: - 110 oder 1,7 Pro­zent / Vor­jahres­monat: - 420 oder 6,3 Prozent).“

Personalnachfrage

Den gemeinsamen Arbeitgeberservice-Teams der Arbeitsagenturen und Jobcenter wurden im Mai 3.700 sozialversicherungspflichtige Stellen gemeldet, gegenüber dem Vormonat April ein leichter Rückgang um 270 oder 6,9 Prozent, jedoch im Vergleich mit dem Monat Mai 2020 - ein Monat mit be­sonders starken Auswirkungen des ersten Lockdowns auf den Arbeitsmarkt - ein Plus von 1.000 oder 35,3 Prozent. „Ins­be­son­de­re im Gastgewerbe, im Handel, im Gesundheits- und Sozialwesen sowie im verar­bei­tende Gewerbe und im Baugewerbe werden aktuell Mitarbeiterinnen und Mit­ar­beiter gesucht“, hob Haupt-Koopmann hervor.

Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte

Die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten - es handelt sich hierbei um die März-Da­ten - ist im Vorjahresvergleich um 3.200 oder 0,6 Prozent auf 570.200 gesunken. Allerdings sind speziell im Ge­sundheits- und Sozialwesen (+1.900), im Bereich der freiberuflichen, wissen­schaft­li­chen und technischen Dienstleistungen (+900) sowie im Bereich öffentliche Verwaltung/So­zial­­versiche­run­gen (+600) neue Arbeitsplätze entstanden. Vor allem im Gastgewerbe (-1.600), in der Arbeitnehmerüberlas­sung (-1.100) und im verarbeitenden Gewerbe (-1.000) gingen sozial­ver­siche­rungs­­pflich­tige Arbeits­­­plät­ze verloren.

Kurzarbeit

„Im Mai haben 300 Betriebe für 2.500 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte Kurzarbeit an­ge­zeigt. Damit bewegen wir uns unter dem Niveau des Vormonats April mit 500 Anzeigen für 3.300 Beschäf­tigte“, erläuterte Haupt-Koopmann. Seit Beginn der Co­rona-Pandemie im April 2020 sind insgesamt 28.400 Anzeigen auf Kurzarbeit für 272.600 Be­schäftigte in den Arbeits­agen­turen eingegangen. Die Schwer­punkte liegen im Hotel- und Gastgewerbe, im Handel und Baugewerbe sowie im Gesund­heits­wesen. Betrachtet man die ‚realisierte Kurzarbeit‘ - hier liegen die Februar-Zahlen vor - so haben im Februar 63.900 Be­schäftigte in 9.300 Betrieben kurz­gearbeitet.   

Daten-Info: Arbeitslosenquoten in Kreisen und Städten (Mai 2021)

Kreise

  • Niedrigste Quote: Landkreis Rostock mit 6,0 Prozent
  • Höchste Quote: Vorpommern-Rügen mit 10,0 Prozent

Städte

  • Hansestadt Rostock: 8,0 Prozent
  • Schwerin: 9,5 Prozent

Daten-Info: Ausbildungsmarkt MV (Mai 2021 / Vorjahresvergleich)
  • Unversorgte Bewerber/-innen: 2.991 / Vorjahresvergleich: -393 / -11,6 Prozent
  • Unbesetzte Ausbildungsplätze: 5.381 / Vorjahresvergleich: -689 / -11,4 Prozent

Top 10 der unbesetzten Ausbildungsplätze

  • Kaufmann/-frau im Einzelhandel: 360
  • Verkäufer/-in: 312
  • Koch/Köchin: 288
  • Hotelfachmann/-frau: 258
  • Restaurantfachmann/-frau: 237
  • Fachkraft - Lagerlogistik: 169
  • Handelsfachwirt/in: 164
  • Kaufmann/-frau  - Büromanagement: 127
  • Anlagenmechaniker/-in - Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik: 114
  • Elektroniker/-in - Energie- und Gebäudetechnik: 112