04.01.2022 | Presseinfo Nr. 1

Der Arbeitsmarkt in Schleswig-Holstein: Dezember 2021

-   Aktuell: 79.200 Arbeitslose in Schleswig-Holstein, die Arbeitslosenquote liegt bei 5,0 Prozent

-   Im Vergleich zum Vormonat November steigt die Zahl der Arbeitslosen um 1.300 oder 1,7 Prozent

-   „Die insgesamt positive Entwicklung der vergangenen Monate hat sich auch im De­zember fortgesetzt. So ist die Zahl der Arbeits­losen im Vorjahresvergleich deut­lich zurückgegangen: um 13.600 oder 14,7 Prozent. Speziell die Jugendarbeits­losig­­keit ist wiederum überproportional gesunken.“ (Margit Haupt-Koopmann)

-   Daten-Info zu den ‚Arbeits­losenquoten auf Stadt- und Kreisebene‘  

-   Hinweis: Gemeinsam mit Minister Dr. Buchholz wird RD-Chefin Haupt-Koopmann am 14. Ja­nuar einen „Rück- und Ausblick 2021/2022“ für den Arbeitsmarkt des Landes Schleswig-Holstein prä­sen­tieren.

Arbeitsmarkt

Die Zahl der Arbeitslosen liegt aktuell bei 79.200. Das ist ein Minus von 13.600 gegenüber dem Dezember des Vorjahres und ein Plus von 1.300 gegenüber dem Vormonat November. Die Arbeitslosen­quo­te liegt mit aktuell 5,0 Prozent 0,9 Prozentpunkte unter dem Dezember-Wert des Vorjahres. Im Vormonat November betrug die Quote 4,9 Prozent.

„Die insgesamt positive Entwicklung der vergangenen Monate hat sich auch im De­zember fortgesetzt. So ist die Zahl der Arbeits­losen im Vorjahresvergleich deut­lich zurückgegangen: um 13.600 oder 14,7 Prozent. Speziell die Jugendarbeits­losig­­keit ist wiederum überpro­por­tional gesunken. So fiel die Zahl der arbeitslosen ‚unter 25-Jährigen‘ im Vorjahres­ver­gleich um 2.000 oder 23,0 Prozent auf 6.600“, sagte Margit Haupt-Koopmann, Chefin der Regional­direk­tion Nord, heute (04. Januar 2022) in Kiel.

„Im Vergleich zum Vormonat November ist die Zahl der Arbeitslosen allerdings leicht - um 1.300 oder 1,7 Prozent - angestiegen. Das ist jedoch jahreszeitlich typisch“, so Haupt-Koop­mann. „Denn hierfür ist insbesondere der kräftige Zuwachs an Arbeitslosen in den Tourismus­regionen Nordfriesland (+8,4 Prozent) und Ostholstein (+7,0 Prozent) verantwort­lich. Dieser Zuwachs liegt im Monat Dezember traditionell deutlich über dem Durchschnitt des Landes (+1,7 Prozent).“

Erfreulich sei, dass die Langzeitarbeitslosigkeit erneut im Vormonatsvergleich um 340 oder 1,0 Prozent zurückgegangen sei. „Die Zahl der Langzeitarbeitslosen geht seit Mai 2021 kontinuierlich zurück, doch sie liegt mit 32.000 auch im Dezember weiterhin klar über dem Vorkrisenniveau von 23.800 (Dezember 2019). Auch im Vergleich mit dem Dezember 2020 (31.450) gibt es mit aktuell 32.000 Langzeitarbeitslosen noch ein Plus von 550 oder 1,7 Pro­zent“, so Haupt-Koopmann.

Personalnachfrage

Die Personalnachfrage liege im Dezember mit 5.300 gemeldeten offenen sozialversicherungs­pflichtigen Stellen auf dem Niveau des Vormonats November. "Im Vergleich mit dem Dezem­ber des Vorjahres können wir ein Plus“ - so Haupt-Koopmann - „von 1.200 oder 27,6 Prozent melden.“ Bemerkenswert sei insbesondere, dass der aktuelle Wert von 5.300 um 1.000 über dem Dezember-Wert 2019 der Vor-Corona-Zeit liege. Damals wurden den gemein­samen Arbeitgeberserviceteams der Ar­beits­agen­turen und Jobcenter 4.300 sozial­ver­siche­rungs­pflich­ti­ge Arbeitsplätze gemeldet. Aktuell werden speziell im Handel sowie im Gesundheits- und Sozialwesen Mitarbei­terinnen und Mit­arbeiter gesucht.

Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte

Die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten - es handelt sich hierbei um die Ok­tober-Daten - liegt im Vorjahresvergleich im positiven Bereich: ein Plus von 19.600 oder 1,9 Prozent. Ins­be­sondere im Gesundheits- und Sozialwesen (+4.000), im Handel (+2.400), in den Bereichen öffent­liche Verwal­tung/Sozial­versiche­rungen und Logistik (jeweils +2.000) so­wie im verarbeitenden Gewerbe (+1.500) und im Baugewerbe (+1.400) sind neue Arbeits­plätze entstanden. Dagegen gingen spe­ziell im Bereich private Dienstleistungen (-600), in der Ar­beit­nehmerüberlassung und in der Finanz- und Versicherungswirtschaft (jeweils
-300) sozial­ver­siche­rungs­pflich­tige Arbeits­plät­ze verloren.

Kurzarbeit

Be­trachtet man die ‚realisierte Kurzarbeit‘ -  hier liegen die September-Zahlen vor - so haben im September 15.800 Be­schäftigte in 3.300 Betrieben kurz­gearbeitet. 

273 Betriebe haben im Dezember für 8.554 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte Kurz­arbeit an­ge­zeigt. „Damit bewegen wir uns - insbesondere bezogen auf die Beschäftigtenzahl -  deutlich über dem November-Wert von 2.358 Be­schäf­tigten“, sagte Haupt-Koopmann. Die Schwer­punkte bei den Anzeigen lagen im Dezember in den Bereichen Hotel- und Gastro­no-mie, Einzelhandel und Bau.

 
Daten-Info: Arbeitslosenquoten in Kreisen und Städten (Dezember-Daten 2021)

Kreise

  • Niedrigste Quote: Stormarn mit 3,1 Prozent
  • Höchste Quote: Dithmarschen mit 5,3 Prozent

kreisfreie Städte

  • Niedrigste Quote: Kiel mit 7,0 Prozent
  • Höchste Quote: Flensburg und Neumünster mit 7,4 Prozent