03.06.2022 | Presseinfo Nr. 22

Kiel: Hans-Martin Rump als neuer Leiter der Arbeitsagentur eingeführt

Im Beisein zahlreicher Gäste aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft hat Margit Haupt-Koopmann, Chefin der Regionaldirektion Nord der Bundesagentur für Arbeit, heute (03.06.2022) Hans-Martin Rump offiziell die Leitung der Agentur für Arbeit Kiel übertragen. Er tritt die Nachfolge von Petra Eylander an.

Margit Haupt-Koopmann betonte in ihrer einleitenden Rede: „In meinem jahrzehntelangen beruflichen Wirken habe ich so manchen Amtswechsel begleitet, aber man musss sagen: Keiner fand bisher in so unsicheren Zeiten statt. Zwar können der Ukrainekrieg, Lieferkettenprobleme oder steigende Inflation dem Arbeitsmarkt in Schleswig-Holstein bisher nichts anhaben, und doch ist es eine für alle Partner am Arbeitsmarkt herausfordernden Zeit, in der der Wechsel an der Spitze der Agentur Kiel stattfindet.“

Sie dankte Petra Eylander, die aus privaten Gründen die Geschäftsführung des Operativen Service Kiel übernimmt, ausführlich für die geleistete Arbeit als Agenturchefin. „Was Sie tun, tun Sie mit Herz und Verstand. Sie haben sich immer durch enormes Verantwortungsbewusstsein und große Aufgeschlossenheit für neue Herausforderungen ausgezeichnet, wie ihr beruflicher Werdegang eindrucksvoll dokumentiert. So waren Sie zum Beispiel in den Jahren 2015/2016 - vor der Übernahme der Arbeitsagentur Kiel - Leiterin unserer ‚Task Force Flüchtlinge‘ und besitzen damit einen Erfahrungsschatz, der gerade in dieser Zeit der Region weiter zugutekommen wird.“

Zu ihrem Nachfolger Hans-Martin Rump sagte sie: „Ich freue mich sehr, dass ich mit Ihnen einen hochkompetenten und sehr erfahrenen Agentur-Chef für diese so wichtige Arbeitsmarktregion in Schleswig-Holstein gewinnen konnte. Seit 2009 sind Sie in herausgehobenen Führungsfunktionen tätig: stellvertretender Chef der Arbeitsagentur Hamburg, dann Leiter der Arbeitsagenturen Neubrandenburg und Flensburg und jetzt Chef der Arbeitsagentur Kiel. Auch hier werden ihre Fähigkeiten als erfahrener Netzwerker - pragmatisch und zugleich mit strategischem Weitblick ausgezeichnet - von großem Nutzen sein. Die Stichworte ‚Jugendberufs-agentur‘ oder, jetzt ganz aktuell, ‚ganzheitliche Betreuung der Geflüchteten aus der Ukraine‘ illustrieren exemplarisch, dass nur das enge Zusammenwirken der regionalen Partner gute Lösungen für die Menschen ‚vor Ort‘ schafft. Ich wünsche Ihnen für die neue Aufgabe als Vorsitzender der Geschäftsführung der Arbeitsagentur Kiel viel Glück und Erfolg.“

Petra Eylander sagte in ihrer Rede: „Die vergangenen gut fünf Jahre meiner Tätigkeit als Leiterin der Arbeitsagentur Kiel haben zahlreiche Veränderungen und Weiterentwicklungen mit sich gebracht. Und obwohl die Arbeitslosigkeit in diesem Zeitraum um rund 5.600 zurück-gegangen ist, sind die Herausforderungen des Arbeitsmarkts nicht geringer geworden. Themen wie ‚Fachkräftebedarf‘, ‚Demographie‘ und ‚Qualifizierung‘ bei zunehmender Digitali-sierung werden unser Handeln am Arbeitsmarkt in den kommenden Jahren bestimmen. Gleichzeitig freue ich mich, dass es uns in der Pandemie zum einen gelungen ist, unser Dienst-leistungsangebot auch auf digitale Formate umzustellen, um so durchgehend für unsere Kundinnen und Kunden erreichbar zu sein. Zum anderen konnten wir durch die unbürokra-tische Gewährung von Kurzarbeitergeld dazu beitragen, dass Betriebe eingearbeitetes Per-sonal nicht entlassen mussten und damit Arbeitslosigkeit vermieden werden konnte. Wenn ich jetzt - aus persönlichen Gründen - aus der vordersten Front der Agentur Kiel abtrete, freut es mich, die Leitung an einen Kollegen übergeben zu können, der einerseits viel Erfahrung mitbringt, und mit dem ich andererseits schon jetzt vertrauensvoll zusammenarbeite.“

Hans-Martin Rump unterstrich abschließend: „Die Herausforderungen auf dem Arbeits- und Ausbildungsmarkt sind allgemein bekannt. Die bereits genannten Themen ‚Transformation‘, ‚Demografie‘ oder ‚Fachkräftemangel‘ werden breit in der Öffentlichkeit diskutiert. So sind z.B. Qualifizierung, Weiterbildung und eine stärker mittelfristig ausgerichtete Personalpolitik zentrale Bausteine zur Fachkräftesicherung. Betonen möchte ich allerdings auch: Nach meinen Erfahrungen können wir die genannten Herausforderungen nur in Netzwerken und auf der Basis vertrauensvoller Kooperationen meistern. Dazu möchte ich in meiner neuen Funk-tion gern einen Beitrag leisten.“