27.01.2021 | Presseinfo Nr. 3

Halbjahreszeugnisse in NRW: Tipps und Kontakte für den erfolgreichen Start in ein erfolgreiches Berufsleben

Am 29. Januar 2021 gibt es die Halbjahreszeugnisse für die Abschlussklassen der Sekundarstufe I in NRW. Konkret heißt das, für bis zu 183.000 Schülerinnen und Schüler steht bald der Start ins Berufsleben bevor. In der Regel bedeutet das erst einmal die Suche nach einem Ausbildungsplatz. Deshalb gibt es zu den Halbjahreszeugnissen mit der Postkarten-Aktion „Noch keinen Plan für deine Zukunft?“ auch gleich Tipps zur beruflichen Orientierung, zu freien Ausbildungsplätzen, Beratungsangeboten und vielen lokalen Kontakten und Aktionen. Es handelt sich um eine gemeinsame Beratungs- und Orientierungsaktion der Bundesagentur für Arbeit und der Landesregierung NRW im Rahmen der Landesinitiative „Kein Abschluss ohne Anschluss“.

Vorne zeigt die Karte eine junge Frau, die sich am Rechner erschrocken an die Stirn fasst:

„Die Karte spricht an, vermittelt die Botschaft, dass noch lange nichts zu spät ist, wenn jede Schülerin und jeder Schüler jetzt aktiv wird und im letzten halben Jahr bis zum Abschlusszeugnis sich intensiv mit den eigenen Stärken einbringt“, sagt Torsten Withake, Vorsitzender der Geschäftsführung der Regionaldirektion der Bundesagentur für Arbeit. Eine besondere Herausforderung für Jugendliche in den Abschlussklassen der Sekundarstufe I und an den Berufskollegs seien in diesem Jahr die notwendigen Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Virus-Pandemie: „Das macht es für die Schülerinnen und Schüler noch anspruchsvoller. Der Unterricht findet häufig auf Distanz statt, Berufsorientierung, in normalen Zeiten ein ganz normales Angebot an allen Schulen, kann vielfach nur virtuell und damit zum Teil nur eingeschränkt stattfinden. Das kann Jugendliche schon verunsichern. Deshalb starten wir in diesem Jahr besonders früh in die heiße Phase am Ausbildungsmarkt – damit unter diesen besonderen Bedingungen ausreichend Zeit für gute Beratung und die richtige Entscheidung bleibt.“

NRW-Arbeitsminister Karl-Josef Laumann erklärt, warum die Landesregierung sich an der Aktion beteiligt: „Wir haben viele sehr talentierte junge Menschen in NRW. Alle diese Schülerinnen und Schüler brauchen eine Chance für einen guten Einstieg ins Berufsleben. Das ist unter den gegenwärtigen Bedingungen nur nicht ganz so leicht. Deshalb ist es für uns wichtig, diese jungen Menschen zu unterstützen wann und wo wir können. Das ist auch wichtig für die Wirtschaft und den Standort Nordrhein-Westfalen: Wenn jetzt bedingt durch die Corona-Pandemie am Ausbildungsplatz eine Lücke entsteht, fehlt in Zukunft der Fachkräftenachwuchs, wenn gestandene Arbeitnehmerinnen und Arbeitsnehmer in den Ruhestand gehen. Das gilt es zu verhindern.“

NRW-Schul- und Bildungsministerin Yvonne Gebauer: „Eine reibungslose Gestaltung des Übergangs von der Schule in eine Ausbildung oder ein Studium ist für junge Menschen von ganz besonderer, oftmals lebenslanger Bedeutung. Beim Finden eines passenden Anschlusses können die Schülerinnen und Schüler auch auf die Unterstützung ihrer Schule zählen, in der die Berufliche Orientierung durch die Landesinitiative ‚Kein Abschluss ohne Anschluss‘ fest verankert ist.“

Tipps und Infos für alle Abschlussklassen der Sekundarstufe I

Die Postkarte „Noch keinen Plan für deine Zukunft?“ wird in NRW in allen Abschlussklassen der Sekundarstufe I sowie in den Bildungsgängen der Berufskollegs, die nicht zu einer allgemeinen Hochschulzugangsberechtigung führen, den Halbjahreszeugnissen beigelegt. Auf ihrer Rückseite finden Schülerinnen und Schüler Links, die sie mittels QR-Code direkt zu den Informations- und Beratungsangeboten, aber auch gleich zu allen freien Ausbildungsplätzen führen, die bei den Agenturen für Arbeit immer aktuell angeboten werden. Wer hier fündig wird und sich gleich bewerben möchte, aber noch nicht sicher ist, wie das am besten geht, findet über einen weiteren Link viele Bewerbungstipps- und ein eigenes Beratungsangebot. Landesweit bieten die Agenturen für Arbeit dazu ein reichhaltiges, die Regeln zum Infektionsschutz beachtendes Programm zur beruflichen Orientierung an, so zum Beispiel digitale Elternsprechstunden oder Aktionstage mit Video-Berufsberatung.

Torsten Withake sieht am Ausbildungsmarkt gute Chancen für alle Jugendlichen: „Für alle Schülerinnen und Schüler sind alle Chancen offen. Auch wenn sie jetzt noch nicht wissen oder unentschieden sind, was sie nach der Schule machen möchten, welcher ihr Traumberuf ist und wie man das herausfindet. Für sie gibt es gibt es ganz viele Beratungs- und Informationsmöglichkeiten, aktuell aufgrund der Pandemie vor allem im Internet, zum Beispiel als Videochat, oder auch als Online-Tests, mit denen man den eigenen Stärken und Interessen besser auf die Spur kommen kann.“

Weiterführende Informationen im Internet

Internetseite zur Aktion „Noch keinen Plan für deine Zukunft?“:

Hier gibt es Informationen über Ausbildungsplätze, Tipps zur Bewerbung, Hinweise zu vielen Veranstaltungen und Unterstützungsangeboten sowie Kontakte zu regionalen Beratungsangeboten.