09.09.2021 | Presseinfo Nr. 26

Vielfalt - Der Schlüssel zum Erfolg in der dualen Ausbildung

Torsten Withake, NRW-Chef der Regionaldirektion der Bundesagentur für Arbeit und Birgitta Kubsch-von Harten, Leiterin der Arbeitsagentur Düsseldorf, besuchten heute im Rahmen des bundesweiten Sommers der Berufsausbildung in Düsseldorf den Maler- und Lackiererbetrieb Sturm GmbH. Noten und Schulabschlüsse spielen in diesem Betrieb bei der Suche nach neuen Azubis nur eine untergeordnete Rolle. Vielmehr setzt man hier auf Vielfalt in der dualen Ausbildung und nutzt die Fördermöglichkeiten der Bundesagentur für Arbeit.

"Duale Ausbildung ist und braucht Vielfalt", sagt Torsten Withake, Vorsitzender der Geschäftsführung der Regionaldirektion der Bundesagentur für Arbeit in NRW. "Das heißt für mich: Lernen, Talente zu sehen, anzunehmen und zu fördern, die junge Menschen mitbringen. So können wir zum einen die anstehenden demographischen Veränderungen am Arbeitsmarkt bewältigen; zum anderen gewinnen wir so die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die bereit sind, die Herausforderungen der wirtschaftlichen und technologischen Transformationsprozesse anzunehmen und aktiv zu gestalten. Darauf möchten wir im "Sommer der Berufsausbildung", unserer gemeinsamen Kampagne mit allen Partner am Ausbildungsmarkt, aufmerksam machen. Denn davon bin ich überzeugt: Duale Ausbildung und Vielfalt machen uns stärker!"

"Bei uns steht die duale Ausbildung ganz oben auf der Prioritätenliste" erklärt Uwe Sturm, Geschäftsführer der gleichnamigen Sturm GmbH in Düsseldorf-Eller. "Das Handwerk boomt. Daher müssen wir kontinuierlich ausbilden, um die Aufträge unserer Kunden auch in Zukunft bedienen zu können." Uwe Sturm leitet den Maler- und Lackiererbetrieb seit 20 Jahren. Für ihn spielen Noten und Schulabschlüsse bei der Azubi-Suche eine untergeordnete Rolle. Er sieht die Lehrjahre seiner Auszubildenden eher als einen Lernprozess an. Die Bereitschaft, an sich zu arbeiten, müsse jedoch erkennbar sein. "Ich möchte auch den jungen Menschen eine Chance auf eine Ausbildung geben, die nicht immer nur auf Rosen gebettet wurden".

Birgitta Kubsch-von Harten, Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Düsseldorf, ist davon überzeugt, dass es sich für die Betriebe lohnt, auf Vielfalt bei der Azubi-Gewinnung zu setzen. Auf die Unterstützung der Arbeitsagentur können die Unternehmen dabei setzen. "Gerade für Jugendliche, die keine optimalen Startvoraussetzungen haben, gibt es einen bunten Strauß an Unterstützungs-möglichkeiten."

Von einer zielgerichteten Förderung für geflüchtete Menschen hat auch Mamadou Moussa Diallo profitiert. Der 21-jährige hat in diesem Jahr seine Ausbildung zum Maler- und Lackierer bei der Sturm GmbH begonnen. Diallo wurde im westafrikanischen Staat Guinea geboren und lebt seit 2016 in Deutschland. Geholfen beim Berufseinstieg hat ihm die Berufsberatung der Agentur für Arbeit Düsseldorf. Er besuchte das Programm "Perspektiven für junge Geflüchtete", das von der AWO im Auftrag der Bundesagentur für Arbeit durchgeführt wurde. Es folgten mehrere Praktika in der Logistik und im Handwerk. Bei der Sturm GmbH kam es schlussendlich zum ersehnten Ausbildungsvertrag. Mamadou Moussa Diallo ist stolz auf seinen Erfolg: "Ich muss noch sehr viel lernen. Ich bin aber für meine Zukunft sehr zuversichtlich."

Der Ausbildungsmarkt in NRW geht in die Verlängerung

Der bundesweite "Sommer der Berufsausbildung" läuft von Juni bis Oktober 2021. Ziel der Initiative der Allianz für Ausbildung ist es, im zweiten Jahr der Corona-Pandemie gezielt für eine attraktive duale Berufsausbildung zu werben sowie Jugendliche und Unternehmen zusammenzubringen.

In NRW geht der Ausbildungsmarkt auch in diesem Jahr wieder in die Verlängerung. Ziel ist es, bis in den späten Herbst möglichst viele der noch freien Ausbildungsplätze zu besetzen. So waren in NRW zum Beginn des Ausbildungsjahres am 1. September noch 27.697 Ausbildungsplätze unbesetzt. Das waren 3,6 Prozent oder 1.030 Stellen weniger als vor einem Jahr. Insgesamt waren in NRW bis Ende August 104.626 Berufsausbildungsstellen bei den Agenturen für Arbeit gemeldet worden, 2.2o9 oder 2,1 Prozent weniger als im Jahr 2020.

Gleichzeitig waren in NRW noch 19.031 Bewerberinnen und Bewerber ohne einen Ausbildungsplatz oder eine Alternative. Das waren 4.504 junge Menschen oder 19,1 Prozent weniger als vor einem Jahr. Insgesamt hatten sich bis Ende August 104.064 Jugendliche als interessiert an einem Ausbildungspatz bei den Agenturen für Arbeit gemeldet - 7.224 Schülerinnen und Schüler oder 6,5 Prozent weniger als vor einem Jahr.

Weiterführende Links:

  • Detaillierte statistische Daten und Grafiken zum Ausbildungsmarkt in Nordrhein-Westfalen finden Sie hier
  • Ausbildungsprämie und Ausbildungsprämie Plus. Das Bundesprogramm Ausbildungsplätze sichern unterstützt Betriebe mit der Ausbildungsprämie (plus), wenn sie die Anzahl ihrer Ausbildungsplätze halten oder sogar erhöhen. Mehr dazu erfahren Sie hier
  • Endlich kündigen im Hotel Mama! Alle Angebote der Agenturen für Arbeit rund um die Themen #Ausbildungklarmachen und Berufseinstieg erfahren Sie hier
  • Dein Videotermin! Alles zum Video-Chat mit der Berufsberatung - zum Beispiel, wie man einen Termin macht, erfahren Sie hier
  • Check You! Das Online-Erkundungstool der Bundesagentur für Arbeit hilft dir, deinen beruflichen Weg zu finden. Hier im Internet
  • Ausbildung Jetzt! Informationen zur Initiative des Ausbildungskonsens NRW finden Sie hier

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