02.11.2022 | Presseinfo Nr. 33

Bilanz auf dem NRW-Ausbildungsmarkt 2022 Trendumkehr am Ausbildungsmarkt nimmt Konturen an

Der Ausbildungsmarkt dreht sich zunehmend vom Stellen- zum Bewerberinnen- und Bewerber-Markt. Die Corona-Virus-Pandemie hat diese Trendumkehr beschleunigt. Die Bilanz zum Ende des Berufsberatungsjahres zeigt: Die Chancen auf einen Ausbildungsplatz sind für Bewerberinnen und Bewerber aktuell so gut wie seit Jahrzehnten nicht mehr. Gleichzeitig wird es für Unternehmen und Betriebe schwieriger Ausbildungsstellen zu besetzen.
Ausbilderinnen und Ausbilder meldeten bis Ende September in NRW 114.640 Stellen – 4.540 mehr als im selben Zeitraum des Vorjahres. Die Zahl der Schülerinnen und Schüler, die sich für eine duale Berufsausbildung interessierten, ging hingegen zurück. 105.286 junge Menschen und damit 2.243 Personen oder 2,1 Prozent weniger als vor einem Jahr meldeten sich bei den Arbeitsagenturen und Jobcentern. Aktuell laufen bei den Agenturen für Arbeit die Nachvermittlungen: Noch bis Ende des Jahres kann der Start in die duale Berufsausbildung erfolgreich gelingen.

Der Ausbildungsmarkt dreht sich zunehmend vom Stellen- zum Bewerberinnen- und Bewerber-Markt. Die Corona-Virus-Pandemie hat diese Trendumkehr beschleunigt. Die Bilanz zum Ende des Berufsberatungsjahres zeigt: Die Chancen auf einen Ausbildungsplatz sind für Bewerberinnen und Bewerber aktuell so gut wie seit Jahrzehnten nicht mehr. Gleichzeitig wird es für Unternehmen und Betriebe schwieriger Ausbildungsstellen zu besetzen.

Ausbilderinnen und Ausbilder meldeten bis Ende September in NRW 114.640 Stellen – 4.540 mehr als im selben Zeitraum des Vorjahres. Die Zahl der Schülerinnen und Schüler, die sich für eine duale Berufsausbildung interessierten, ging hingegen zurück. 105.286 junge Menschen und damit 2.243 Personen oder 2,1 Prozent weniger als vor einem Jahr meldeten sich bei den Arbeitsagenturen und Jobcentern. Aktuell laufen bei den Agenturen für Arbeit die Nachvermittlungen: Noch bis Ende des Jahres kann der Start in die duale Berufsausbildung erfolgreich gelingen.

"Es ist erfreulich, dass nach zwei sehr schwierigen Jahren wieder deutlich mehr Stellen gemeldet wurden und der Ausbildungsmarkt in NRW sich auf der Stellenseite immer mehr stabilisiert hat. Für junge Menschen, die sich für die Ausbildung interessieren, gibt es daher auch aktuell noch beste Chancen und ein gutes Angebot", so Torsten Withake, Chef der Regionaldirektion der Bundesagentur für Arbeit in NRW. Gefühlt sei für viele Menschen die Corona-Pandemie bereits Geschichte. Doch auf dem Ausbildungsmarkt habe sie auch in diesem Jahr noch eine gewichtige Rolle gespielt: „Zum Teil sind die wegweisenden Entscheidungen für oder gegen eine Bewerbung auf eine Ausbildungsplatz noch im vergangenen Jahr getroffen worden. Viele Schülerinnen und Schüler haben damals die Weichen gestellt, was sich in diesem Jahr und in der Bilanz zum Ausbildungsmarkt, die wir jetzt ziehen, spürbar ausgewirkt hat.“

Bei Unternehmen und Betrieben sei die Ausbildung auch während der Pandemie im Blick geblieben. Zwar habe der Ausbildungsmarkt während der Corona-Virus-Pandemie einen spürbaren Knick erlebt, die Ausbildungsbereitschaft sei in NRW aber auch in der Krise grundsätzlich hoch geblieben. Der aktuelle Zuwachs auf der Stellenseite des Ausbildungsmarktes führen diesen Trend trotz drohender Energiekrise, allgemeiner Preissteigerungen und Lieferengpässe fort. „Die Unternehmen in NRW investieren trotz wirtschaftlich unsicherer Zeiten in die Ausbildung eigener Fachkräfte, weil dies eine der wichtigsten Investitionen in die Zukunft ist und Fachkräfte immer mehr zum entscheidenden Wettbewerbsvorteil werden“, so Torsten Withake weiter.

Schon heute fehlten gut ausgebildete Fachkräfte, für die Zukunftsfähigkeit der Wirtschaft in NRW sei es daher wichtig, durch die duale Ausbildung den Fachkräftebedarf mit einer längerfristigen Perspektive zu sichern, so Arbeitsmarktexperte Withake: „Dabei ist eine duale Ausbildung eine stabile Basis für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer - auch in unsicheren Zeiten. Dies hat sich nicht zuletzt in der Corona-Krise bewahrheitet. Die wenigsten Fachkräfte haben in der Pandemie ihren Job verloren. Betrachte man für 2020 und 2021 die Entwicklung der Arbeitslosigkeit bei Fachkräften mit einer dualen Ausbildung, war diese sogar rückläufig.“

Die Zahl der gemeldeten Ausbildungsstellen habe sich im aktuellen Berufsberatungsjahr gegenüber 2021 und 2020 positiv entwickelt, sagte Withake weiter. Unternehmen und Betriebe in NRW meldeten bis Ende September 114.640 Stellen – 4.540 mehr als im selben Zeitraum des Vorjahres. „Damit liegt das Ausbildungsangebot zwar noch unter dem Niveau von vor der Corona-Pandemie – im September 2019 waren 119.931 Ausbildungsstellen gemeldet worden – aber der positive Trend ist deutlich erkennbar.“

Nicht nachziehen zum Corona-Knick konnte die Zahl der jungen Menschen, die sich für eine Ausbildung interessieren. So war die Zahl der Bewerberinnen und Bewerber zum dritten Mal in Folge rückläufig. 105.286 junge Menschen und damit 2.243 Personen oder 2,1 Prozent meldeten sich weniger als vor einem Jahr bei den Arbeitsagenturen und Jobcentern. Die Gründe für diese Entwicklung sind vielschichtig, so der Experte. „Wichtige Gründe sind vor allem eine derzeit sinkende Zahl von Schulabgängerinnen und Schulabgängern, aber eben auch noch die Lücke, die durch die Corona-Pandemie gerissen wurde.“ So seien 2018 noch 440.000 Schülerinnen und Schüler von den Schulen abgegangen, 2022 waren es hingegen rund 30.000 weniger. Das sei nicht nur ein Resultat der aktuellen demografischen Entwicklung, sondern auch ganz klar eine weitere Folge der Corona-Pandemie: „Viele junge Menschen haben sich für einen längeren Schulaufenthalt entschieden, darüber hinaus fiel Schule im Distanzunterricht vielen Schülerinnen und Schülern während Corona auch nicht leicht – es sind also sicher auch Schülerinnen und Schüler, die ein Jahr wiederholen, die zu den geringeren Schulabgängen führen. Für den Ausbildungsmarkt ist das in diesem und den kommenden Jahren eine zusätzliche Herausforderung“, so Withake.

Deshalb sei es umso wichtiger, mit Nachdruck für den Wert der Ausbildung und eine gute Lebens- und Karriereplanung bei den Schülerinnen und Schülern zu werben: „Eine moderne duale Berufsausbildung öffnet jungen Menschen viele Karriere-Möglichkeiten. Unsere Aufgabe ist es, ihnen diese Perspektiven sichtbar zu machen. Schließlich gibt es über 350 duale Ausbildungsberufe. Es ist wichtig ihnen die ganze Bandbreite der Möglichkeit zu eröffnen. Das geht am besten, wenn man ihnen die Möglichkeit zu persönlichen Erfahrungen gibt. Dann gelingen auch eine erfolgreiche Berufswahlentscheidung und Karriereplanung.“ So könnten Unternehmen zum Beispiel verstärkt mit Praktika für sich und ihre Ausbildungsplätze werben. „Das ist sehr aufwändig – vor allem, wenn man es richtig gut machen möchte. Aber es lohnt sich. Betriebspraktika bieten den Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit, sich mit den eigenen individuellen Kompetenzen im beruflichen Zusammenhang auszuprobieren. Gleichzeitig lernen sich die potentiellen Auszubildenden und die Betriebe auch gegenseitig besser kennen.“

Nachvermittlung bietet noch Chancen für Ausbildungsbeginn

Auch in den kommenden Wochen besteht noch die Möglichkeit, eine Ausbildung zu beginnen. Jugendliche in Nordrhein-Westfalen können durch die Nachvermittlungsaktionen der Bundesagentur für Arbeit und der Kammern noch später ihre Ausbildung beginnen.

„Die Chancen für alle, die noch auf der Suche nach einem Ausbildungsplatz sind, stehen nicht schlecht. Wir hatten in den vergangenen Jahren bereits in vielen Branchen Fachkräfteengpässe und in vielen Unternehmen in NRW gibt es noch Ausbildungsangebote, die in diesem Jahr besetzt werden sollen. Deshalb ist auch in den nächsten Wochen noch viel Bewegung am NRW-Ausbildungsmarkt“, sagte Withake.

Die Chancen auf einen Ausbildungsplatz stünden weiterhin gut und es sei noch nicht zu spät: Zum Stichtag am 30. September gab es landesweit mehr freie Ausbildungsstellen als unversorgte Bewerberinnen und Bewerber. Auf 10.144 freie Stellen kamen Ende September 6.680 junge Menschen, die noch auf der Suche nach einem dualen Ausbildungsplatz waren. Jugendlichen rät Ausbildungsmarktexperte Withake, ihre Berufsberatung in der Agentur für Arbeit oder im Jobcenter anzusprechen. Jede und jeder werde nach Kräften unterstützt, hinzu kämen die örtlichen Netzwerke, die die Berufsberatungen unterhalten: „Die Berufsberaterinnen und Berufsberater kennen sich bestens aus und beraten zum Beispiel auch per Videoberatung. Die Beratungsmöglichkeiten der Agenturen gibt es digital, aber auch vor Ort, in den Agenturen für Arbeit und in den Schulen.“

Der Ausbildungsmarkt 2021/2022 in Zahlen

Von Oktober 2021 bis September 2022, also im Verlauf des nun abgelaufenen Vermittlungsjahr 2021/2022 meldeten Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber bei den Agenturen für Arbeit 114.640 duale Berufsausbildungsstellen. Das waren 4,1 Prozent oder 4.540 Stellen mehr als vor einem Jahr. Damit schloss sich die durch den „Corona-Knick“ am Ausbildungsmarkt entstandene Lücke weiter. 2019, im Jahr vor dem Beginn der Corona-Pandemie, waren bei den Arbeitsagenturen im Zeitraum Oktober bis September 119.931 offene Ausbildungsplätze zur Besetzung gemeldet worden.

Die Zahl der Bewerberinnen und Bewerber hat sich hingegen weiter verringert und sank sowohl im Vergleich zum Vorjahr als auch zur Zeit vor der Pandemie. Im aktuellen Ausbildungsjahr meldeten sich bei den Agenturen für Arbeit in NRW 105.286 junge Menschen mit dem Ziel, eine Berufsausbildung zu beginnen. Das waren 2.243 Jugendliche oder 2,1 Prozent weniger als vor einem Jahr. Vor der Pandemie hatten sich bis Ende September 128.508 Personen gemeldet. Damit lag die Zahl der Bewerberinnen und Bewerber im aktuell zu Ende gegangenen Vermittlungsjahr im Vergleich zum Vor-Covid-Jahr 2018/2019 um 23.222 junge Menschen oder 18,1 Prozent niedriger.

Rückblickend auf das abgelaufene Vermittlungsjahr standen damit landesweit 100 Bewerberinnen und Bewerbern rechnerisch 108 Ausbildungsstellen gegenüber. Im vergangenen Jahr waren es noch 102. Die sich seit Jahren andeutende Trendumkehr vom Stellen- zum Bewerbermarkt gewinnt damit weiter an Konturen.

Ende September, zum Ende des aktuellen Vermittlungsjahres, galten 10.144 Ausbildungsplätze noch als unbesetzt. Das waren 1.296 oder 11,3 Prozent weniger als im Vorjahr. Im Vergleich zum Vorjahr nahm auch die Zahl der unversorgten jungen Menschen ab. 6.680 konnten bis Ende September keinen Ausbildungsplatz oder eine Alternative finden, das waren 313 junge Menschen oder 4,5 Prozent weniger als ein Jahr zuvor. Rechnerisch kamen demnach auf hundert unversorgte Bewerberinnen und Bewerber landesweit 152 unbesetzte Stellen. Allerdings sind in dieser Rechnung junge Menschen mit einer Alternative, etwa dem weiteren Besuch einer Schule oder dem Beginn eines sozialen Jahres, nicht berücksichtigt. Die Zahl dieser Jugendlichen mit Alternative, deren erste Priorität aber nach wie vor eine Ausbildung ist, sank im Vermittlungsjahr 2021/2022 im Vergleich zum vorhergehenden um 12,6 Prozent oder 1.487 junge Menschen auf 10.326 Bewerberinnen und Bewerber. Zusammen beträgt die Zahl der jungen Erwachsenen, die zum Ende des Vermittlungsjahres noch weiter eine Ausbildung anstrebten, 17.006 Personen.

Der Ausbildungsmarkt in den Regionen

Die regionalen Unterschiede am Ausbildungsmarkt in NRW blieben trotz der landesweit einheitlichen Tendenz weiterhin auch im Vermittlungsjahr 2021/2022 gut sichtbar. Nur in Südwestfalen und geringfügig auch im Bergischen Land stieg die Zahl der Bewerberinnen und Bewerber im Vergleich zum Vorjahr. Das Bergische Land war allerdings auch die einzige Region, in der die Zahl der gemeldeten Ausbildungsstellen im Vorjahresvergleich zurückging.

In Südwestfalen suchten im abgelaufenen Vermittlungsjahr 158 junge Menschen oder 2,2 Prozent mehr einen Ausbildungsplatz als im vergangenen Jahr. Insgesamt meldeten sich hier 7.413 junge Bewerberinnen und Bewerber bei den Agenturen für Arbeit. Ende September waren noch 300 Jugendliche unversorgt, hatten also noch keinen Ausbildungsplatz oder noch keine Alternative gefunden. Dem standen im September 1.221 unbesetzte Ausbildungsplätze gegenüber. Insgesamt waren während des Vermittlungsjahres 2021/2022 – also seit Oktober 2021 – in Südwestfalen 11.463 Ausbildungsplätze gemeldet worden – 939 oder 8,9 Prozent mehr als vor einem Jahr. Auf hundert Bewerberinnen und Bewerber kamen hier 155 Ausbildungsstellen.

Im Bergischen Land meldeten sich im Vergleich zum Vorjahr nahezu gleich viele Jugendliche mit Interesse an einer dualen Berufsausbildung. Insgesamt meldeten sich im Verlauf des Jahres im Bergischen Land 10.216 junge Menschen – 17 Personen oder 0,2 Prozent mehr als im vergangenen Jahr. Die Zahl der gemeldeten Ausbildungsstellen ging hingegen zurück. Das Minus betrug im Vergleich zum Vorjahr 126 Stellen oder 1,3 Prozent. Insgesamt wurden in diesem Jahr 9.317 Stellen gemeldet, davon waren Ende September noch 1.008 unbesetzt. Dem standen 759 unversorgte Jugendliche gegenüber. Auf 100 Bewerberinnen und Bewerber kamen im abgelaufenen Jahr 91 Ausbildungsstellen – neben dem Ruhrgebiet ist das bergische Land damit die einzige Arbeitsmarktregion in NRW mit einem sogenannten Bewerber-Überhang.

Im Münsterland wurden in diesem Jahr deutlich mehr Ausbildungsstellen gemeldet als im Vergleich zum vergangenen Jahr. Gemeldet wurden 13.244 Stellen, das waren 993 oder 8,1 Prozent mehr als vor einem Jahr. Unbesetzt waren zum Stichtag 30. September davon noch 662. Nahezu gleich geblieben ist die die Zahl der gemeldeten Bewerberinnen und Bewerber um eine Ausbildungsstelle. 0,5 Prozent oder 40 junge Menschen weniger im Vergleich zum Vorjahr suchten in diesem Jahr einen Ausbildungsplatz. als noch im Jahr zuvor. Seit Oktober 2021 meldeten sich insgesamt 8.640 Jugendliche auf Ausbildungsplatzsuche. Das Verhältnis lag bei 153 Stellen auf 100 Bewerberinnen und Bewerber. Noch ohne ausbildungsplatz waren Ende September noch 346 junge Menschen. 662 Ausbildungsstellen waren noch unbesetzt.

In Ostwestfalen-Lippe gab es im Vergleich mit dem Vorjahr ein Plus bei den Ausbildungsplätzen. Seit Oktober 2021 waren 15.059 duale Ausbildungsstellen gemeldet worden – 572 oder 3,9 Prozent mehr als im Jahr zuvor. Unbesetzt davon waren Ende September noch 919. Dem standen 940 unversorgte Jugendliche gegenüber. Insgesamt hatten sich in Ostwestfalen 13.650 Jugendliche bei den Agenturen für Arbeit gemeldet. Das waren 330 oder 2,4 Prozent weniger als im Vorjahr. Das Verhältnis aller Bewerberinnen und Bewerber zu gemeldeten Stellen betrug 110 Stellenangebote auf hundert Bewerberinnen und Bewerber.

Im Ruhrgebiet fiel der Rückgang bei den Bewerberinnen und Bewerbern mit 2,8 Prozent am zweitstärksten aus. Trotzdem gibt es auch hier nach wie vor weniger Ausbildungsstellen als Bewerberinnen und Bewerber. Das Verhältnis liegt bei 91 Ausbildungsangeboten für hundert Jugendliche. Dabei deutet der Trend auch hier an eine Angleich zu Gunsten der jungen Menschen hin. Seit Anfang des Vermittlungsjahres im Oktober 2021 meldeten sich 31.558 Bewerberinnen und Bewerber bei den Agenturen für Arbeit, 2,8 Prozent oder 920 Jugendliche weniger als vor einem Jahr. 1.755 junge Menschen galten Ende September noch als unversorgt. Gleichzeitig stieg die Zahl der gemeldeten Stellen mit 28.783 im Ruhrgebiet im Vorjahresvergleich deutlich – um 3,2 Prozent oder 885 gemeldete Ausbildungsstellen. 2.776 Ausbildungsstellen waren Ende September noch unbesetzt.

Den in absoluten Zahlen höchsten Rückgang bei den Bewerberinnen und Bewerbern gab es im Rheinland. Im Verlauf des Vermittlungsjahres meldeten sich hier 33.809 junge Menschen mit einem Interesse an einem Ausbildungsplatz, 1.128 Personen oder 3,2 Prozent weniger als im Vorjahr. Ende September galten noch 2.580 Jugendliche als unversorgt. Dem standen 3.558 unbesetzte Ausbildungsplätze gegenüber. Insgesamt sind seit dem Oktober 2021 im Rheinland 36.774 duale Ausbildungsplätze angeboten worden – 3,6 Prozent oder 1.277 mehr als vor einem Jahr. Das Verhältnis Stellen zu von Bewerberinnen und Bewerbern lag über das ganze Jahr gesehen bei 109 Stellen auf hundert Jugendliche.

Weitere Informationen:

Die Broschüre der Arbeitsmarktbeobachtung der Regionaldirektion NRW zum NRW-Ausbildungsmarkt 2021/2022 finden sie unter https://www.arbeitsagentur.de/vor-ort/rd-nrw/arbeitsmarkt-analysieren/arbeitsmarkt-analysieren

Detailliertere statistische Daten und Grafiken zum Ausbildungsmarkt finden Sie unter https://statistik.arbeitsagentur.de/DE/Navigation/Statistiken/Fachstatistiken/Ausbildungsmarkt/Ausbildungsmarkt-Nav.html.

Hilfreiche Links zu Beratungs- und Unterstützungsangeboten finden junge Menschen und ihre Eltern unter https://www.arbeitsagentur.de/vor-ort/rd-nrw/content/1533753069762

Ausbildungsprämie und Ausbildungsprämie Plus. Das Bundesprogramm Ausbildungsplätze sichern unterstützt Betriebe mit der Ausbildungsprämie (plus), wenn sie die Anzahl ihrer Ausbildungsplätze halten oder sogar erhöhen. Mehr dazu erfahren Sie unter https://www.arbeitsagentur.de/bundesprogramm-ausbildungsplaetze-sichern/ausbildungspraemie

Folgen Sie uns auf Twitter: @BA_NRW