30.11.2021 | Presseinfo Nr. 63

Land Bremen: „Wir können uns nicht leisten, auf gut ausgebildete Arbeitskräfte zu verzichten!“

Im November sinkt die Arbeitslosenquote im Land Bremen mit 9,9 Prozent erstmals wieder unter die 10-Prozent-Marke.

Insgesamt waren 36.311 Menschen arbeitslos gemeldet. Dies entspricht 1,6 Prozent weniger als im Oktober und 12,6 Prozent weniger als vor einem Jahr.
Auch Arbeitslose mit Schwerbehinderung haben – wenn auch in geringerem Umfang – vom Rückgang profitiert. Von allen Arbeitslosen haben 4,2 Prozent eine Schwerbehinderung. Zuletzt waren 1.541 Menschen mit Behinderung arbeitslos gemeldet. Seit August ist die Arbeitslosigkeit kontinuierlich in kleinen Schritten gesunken. Vor einem Jahr lag diese fünf Prozent höher.
„Spätestens nach der Coronapandemie wird sich der Fachkräftebedarf in vielen Bereichen verschärfen. Unternehmen sollten daher jedes Potential nutzen. Arbeitslose Menschen mit Schwerbehinderung sind im Land Bremen oft gut qualifiziert. Trotzdem ist es weiterhin für manche Menschen schwer, einen Job zu bekommen“, erklärt Johannes Pfeiffer, Chef der Regionaldirektion Niedersachsen-Bremen der Bundesagentur für Arbeit. „Eine Einstellung von Menschen mit Behinderung sollte eine Win-Win-Situation sein. Die gesuchte Fachkraft wird endlich gefunden und auf der anderen Seite sind Schwerbehinderte meistens besonders motiviert. Außerdem gibt es für viele scheinbare Hindernisse gute Lösungen. Wir haben speziell geschultes Personal, das zur Einstellung behinderter Arbeitnehmer berät, den Betrieb bei der Organisation unterstützt.“
Die Unterbeschäftigung, die zusätzlich zu den Arbeitslosen auch Personen ausweist, die Arbeit suchen, aber beispielsweise an Qualifizierungen teilnehmen oder erkrankt sind und deshalb nicht als arbeitslos gezählt werden, lag im November bei 48.880 Personen. Das waren 9,3 Prozent weniger als im Vorjahr.