05.01.2021 | Presseinfo Nr. 2

Land Bremen: Arbeitslosenzahl sinkt zum Ende des Jahres

Die Zahl der arbeitslosen Menschen ist von November auf Dezember nochmals um 688 auf 40.844 Personen gesunken (-1,7 Prozent).

Die Arbeitslosenquote liegt bei 11,1 Prozent. Die Entwicklung spiegelt noch nicht die möglichen Folgen des harten Lockdowns wieder. Dies ist erst ab dem kommenden Monat möglich. Die aktuellen Zahlen zeigen jedoch, dass der Lockdown Light bisher keine erheblichen Folgen auf den Arbeitsmarkt hatte.

Johannes Pfeiffer, Chef der Regionaldirektion der Niedersachsen-Bremen: „Der Winter lässt die Arbeitslosigkeit normalerweise leicht steigen. In diesem Jahr ist die Zahl der Arbeitslosen im Dezember entgegen der für diese Jahreszeit üblichen Entwicklung jedoch gesunken. Wir konnten die Arbeitslosigkeit trotz des Lockdown Light abbauen, da im Gegensatz zum Frühjahr nicht alle Branchen davon betroffen waren und wir von einer hohen Zahl an Arbeitslosen im Sommer kommen.“ 

Auch bei den aktuellsten vorliegenden Daten zur sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung aus dem Oktober sieht der Arbeitsmarktexperte keinen Einbruch: „Der Beschäftigungsaufbau der letzten Jahre ist mit den Einschränkungen in der Corona-Pandemie zwar nach und nach zum Erliegen gekommen, das Niveau des Vorjahres konnten wir im Land Bremen trotzdem halten.“

Kurzarbeit stabilisiert: 461 Unternehmen zeigen im Dezember Kurzarbeit an

Nachdem im November die Zahl an kurzarbeitenden Unternehmen wieder gestiegen ist, geht der Trend im Dezember weiter: 461 Betriebe meldeten für maximal 5.617 Beschäftigte Kurzarbeit an. Wie viel Kurzarbeit am Ende tatsächlich genutzt und abgerechnet wird, lässt sich erst nach mehreren Monaten ermitteln.

Insgesamt sind seit Beginn der Coronakrise 8.382 Anzeigen auf Kurzarbeit für bis zu 170.815 Beschäftigte vorsorglich eingegangen. Für den Monat Juni liegen erstmals endgültige Zahlen zur Kurzarbeit vor. Demnach waren im Land Bremen 3.790 Betriebe mit 57.234 Beschäftigten in Kurzarbeit.  

Weiterhin viel Bewegung auf dem Ausbildungsmarkt

Bis in den Januar hinein suchen Unternehmen in diesem Jahr nach passenden Bewerberinnen und Bewerbern für ihre noch unbesetzten Ausbildungsplätze. „Gemeinsam mit allen Partnern wollen wir die Lücke am Ausbildungsmarkt verhindern. Jeder nicht besetzte Ausbildungsplatz bedeutet in Zukunft eine Fachkraft weniger. Deshalb vermitteln wir auch jetzt noch intensiv weiter und versuchen, Arbeitgeber und Bewerber zusammenzubringen“, sagt Pfeiffer.

Die Zahl der unbesetzten Stellen hat sich zum Vormonat nochmals verringert: 146 Ausbildungsstellen waren im Dezember noch frei. Auch in diesem Monat meldeten sich noch fast 200 Bewerberinnen und Bewerber bei der Berufsberatung neu an. Damit waren im Dezember insgesamt noch 573 junge Menschen auf der Suche nach einem Ausbildungsplatz oder einer Alternative.

Unternehmen melden im Dezember fast so viele freie Stellen wie im November

Im Dezember liegt die Zahl der neu gemeldeten Arbeitsstellen sowohl auf dem Niveau des Vormonats als auch des Vorjahres. Die Unternehmen meldeten 1.270 freie Stellen.  Beim Stellenbestand werden die Auswirkungen der Corona-Pandemie jedoch deutlich: 5.383 freie Stellen sind im Land Bremen derzeit zu besetzen. Das sind 1.509 weniger als im Dezember vor einem Jahr (-21,9 Prozent). Insgesamt gingen seit Jahresbeginn 5.108 Stellen weniger ein (-25,3 Prozent).

Weitere Arbeitsmarktentwicklungen in Kurzform:

  • Die Zahl der Beschäftigten ist im Oktober (hochgerechnete, aktuellste Daten) leicht gestiegen. 338.300 Menschen waren demnach zuletzt sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Das sind 1.200 mehr als im Vormonat und nur geringfügig weniger als vor einem Jahr (-400 / -0,1 Prozent).
  • Die Unterbeschäftigung, die zusätzlich zu den Arbeitslosen auch Menschen ausweist, die Arbeit suchen, aber beispielsweise an Qualifizierungen teilnehmen oder erkrankt sind und deshalb nicht als arbeitslos gezählt werden, lag im Dezember bei 53.406 Personen. Das waren 6,4 Prozent mehr als vor einem Jahr.