30.10.2019 | Presseinfo Nr. 54

Der saarländische Arbeitsmarkt im Oktober 2019

Arbeitslosigkeit blieb nahezu konstant

Nachfrage nach Arbeitskräften hat nachgelassen

Sozialversicherungspflichtige Beschäftigung lag leicht über dem
Vorjahreswert

 

 

Im Oktober hat sich die Zahl der arbeitslosen Frauen und Männer an der Saar kaum verändert. Die Nachfrage nach Arbeitskräften hat sich sowohl gegenüber dem Vormonat als auch gegenüber dem Vorjahr abgeschwächt. Leicht über dem Vorjahresniveau lag die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung.

Nach Angaben der Regionaldirektion Rheinland-Pfalz-Saarland waren im Oktober
33 260 Frauen und Männer arbeitslos. Das waren 80 oder 0,2 Prozent weniger als vier Wochen zuvor. Gegenüber dem Vorjahr waren 2 700 Frauen und Männer mehr arbeitslos. Das entsprach einem Plus von 9,0 Prozent.

Die Arbeitslosenquote – berechnet auf der Basis aller zivilen Erwerbspersonen – betrug unverändert 6,2 Prozent. Ein Jahr zuvor lag sie bei 5,8 Prozent.

„Auch wenn sich die Arbeitslosigkeit im Saarland kaum verändert, zeigt sich bei der Arbeitskräftenachfrage eine deutliche Eintrübung. Die Zahl der Arbeitsstellen ist sowohl beim Bestand als auch beim Zugang rückläufig. In den letzten Wochen meldeten insbesondere die Zeitarbeit, der Handel und die Automobilbranche weniger Stellen“, so Heidrun Schulz, Chefin der Regionaldirektion Rheinland-Pfalz-Saarland der Bundesagentur für Arbeit. „Leicht positiv zeigte sich bislang die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung. Nach den neuesten Zahlen liegt diese wieder etwas über dem Vorjahreswert.“

Die Unterbeschäftigung, die auch Personen erfasst, die an entlastenden arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen teilnahmen oder aus anderen Gründen nicht mehr als Arbeitslose gezählt werden, lag im Oktober bei 48 000 Personen. Das waren 400 oder 0,9 Prozent mehr als ein Jahr zuvor.

Bewegungen am Arbeitsmarkt

Jeden Monat gibt es auf dem Arbeitsmarkt viel Bewegung: Menschen melden sich arbeitslos, andere beenden die Arbeitslosigkeit beispielsweise durch Aufnahme einer Beschäftigung.

Im Monat Oktober meldeten sich rund 3 000 Frauen und Männer aus einer Erwerbstätigkeit arbeitslos, rund 300 oder 11,9 Prozent mehr als im September. Gegenüber dem Vorjahr ist die Zahl um 300 oder 11,5 Prozent gestiegen.

Auf der anderen Seite konnten im Oktober rund 2 400 Personen die Arbeitslosigkeit durch Aufnahme einer Erwerbstätigkeit wieder beenden. Dies waren 160 oder
6,4 Prozent weniger als im Vormonat. Gegenüber Oktober 2018 waren es 20 oder 1,0 Prozent weniger.

Im Monat Oktober waren bei dem Arbeitgeber-Service der Agentur für Arbeit und der Jobcenter (gemeinsame Einrichtungen) 8 800 Stellen gemeldet. Dies waren 1 200 oder 12,1 Prozent weniger als ein Jahr zuvor. Die meisten Stellen gab es in der Zeitarbeit (2 100), im Gesundheits- und Sozialwesen (1 090), im Handel (1 000), im Verarbeitenden Gewerbe (910) und im Baugewerbe (640).

Entwicklung der Arbeitslosigkeit im Einzelnen

Die Zahl der arbeitslosen Männer ging geringfügig zurück. Im Oktober wurden 40 oder 0,2 Prozent weniger arbeitslose Männer gezählt. Gegenüber dem Vorjahr stieg die Zahl um      1 900 oder 11,2 Prozent. Insgesamt waren im letzten Monat 19 000 Männer arbeitslos.

Auch bei den Frauen sank die Arbeitslosenzahl gegenüber dem Vormonat leicht. 50 oder 0,3 Prozent weniger Frauen wurden gezählt. Insgesamt waren 14 200 Frauen arbeitslos gemeldet. Gegenüber Oktober 2018 waren 800 oder 6,1 Prozent Frauen mehr arbeitslos.

Im Bereich der Arbeitslosenversicherung waren im Oktober 2019 rund 11 000 Frauen und Männer arbeitslos gemeldet – das waren 33,0 Prozent aller Arbeitslosen. Ihre Zahl ist gegenüber dem Vormonat um 30 oder 0,3 Prozent gestiegen und gegenüber dem Vorjahr um 1 800 oder 19,3 Prozent.

Im Bereich der Grundsicherung ist die Zahl der Arbeitslosen gegenüber dem Vormonat gesunken und gegenüber dem Vorjahr gestiegen. 22 300 Frauen und Männer waren bei einem der Jobcenter arbeitslos gemeldet. Das waren 67,0 Prozent aller Arbeitslosen. Der Rückgang gegenüber September 2019 betrug 120 oder 0,5 Prozent. Der Anstieg gegenüber Oktober 2018 lag bei 1 000 oder 4,5 Prozent.

Sozialversicherungspflichtige Beschäftigung

Die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung lag im Saarland im August 2019 – das ist der aktuellste Datenstand – mit rund 394 700 Beschäftigten 0,2 Prozent über dem Vorjahreswert. Bezogen auf Deutschland waren 1,5 Prozent mehr Menschen sozialversicherungspflichtig beschäftigt.

Für mehr Beschäftigung sorgten an der Saar das Gesundheitswesen (plus 1 100 auf 33 600), die freiberuflichen, wissenschaftlichen und technischen Dienstleistungen (plus 900 auf 23 400), das Baugewerbe (plus 500 auf 20 900), der Bereich Verkehr und Lagerei (plus 600 auf 17 300) sowie der Bereich Information und Kommunikation (plus 600 auf 9 800).

Ein Rückgang war hauptsächlich im Verarbeitenden Gewerbe (minus 1 900 auf
96 400) sowie bei der Zeitarbeit (minus 1 900 auf 10 200) erkennbar.