20.07.2021 | Presseinfo Nr. 36

Wie viel Geld im Jahr 2020 in Rheinland-Pfalz verdient wurde

Wie viel Geld im Jahr 2020 in Rheinland-Pfalz verdient wurde

Hierüber gibt die neueste Entgeltstatistik der Bundesagentur für Arbeit Auskunft. Diese untersucht zum Stichtag 31.12.2020 das Entgelt der sozialversicherungspflichtig Vollzeitbeschäftigten (ohne Auszubildende und Beschäftigte, für die eine besondere gesetzliche Vergütungsregelung gilt).

Im Jahr 2020 lag das mittlere Monatseinkommen in Rheinland-Pfalz bei 3 372 Euro. Dies ist etwas mehr als im Jahr 2019. Im Jahr 2019 betrug das mittlere Entgelt 3 353 Euro. Bundesweit betrug das durchschnittliche Bruttomonatsentgelt im Jahr 2020 3 427 Euro.

In der Entgeltstatistik 2020 schlägt sich der sogenannte Corona-Effekt nieder, da in der Statistik nicht nur Entgelte für tatsächlich erbrachte Arbeitsleistungen enthalten sind, sondern auch Kurzarbeitergeld. Des Weiteren wurden in bestimmten Branchen oder Berufen Corona-Prämien gezahlt und in anderen widerum auf Gehaltserhöhungen verzichtet.

Deutsche Staatsangehörige erwirtschafteten ein Einkommen in Höhe von 3 494 Euro pro Monat. Ausländische Beschäftigte kamen auf ein Entgelt von 2 522 Euro.

Eine wesentliche Rolle beim Monatseinkommen spielte das Geschlecht: Frauen verdienten 3 095 Euro und Männer kamen mit 403 Euro mehr auf 3 498 Euro pro Monat.

Betrachtet man die Bruttomonatsgehälter nach der Qualifikation, überrascht das Ergebnis nicht: Menschen ohne Berufsabschluss verdienten monatlich 2 473 Euro. Bei Beschäftigten mit anerkanntem Berufsabschluss lag der Monatsverdienst bei 3 363 Euro und bei Akademikern bei 5 191 Euro.

„Eine fehlende Qualifikation wirkt sich nicht nur auf das Einkommen aus. Schlechter qualifizierte Frauen und Männer sind auch stärker von Arbeitslosigkeit betroffen. Daher ermutige ich die Qualifizierungsangebote der Agenturen für Arbeit zu nutzen. Unsere Beraterinnen und -berater informieren und unterstützen gerne“, so Heidrun Schulz, Chefin der Regionaldirektion Rheinland-Pfalz-Saarland der Bundesagentur für Arbeit.

Auch das Lebensalter hat einen erheblichen Einfluss auf das Einkommen. Mit zunehmendem Alter steigen die Löhne. Frauen und Männer unter 25 Jahren erhielten         2 498 Euro, 25- bis 55-Jährige 3 394 Euro und 55 Jährige und älter verdienten 3 638 Euro.

Mit Blick auf die Branchen verdienten Beschäftigte im Bereich der Finanz- und Versicherungsdienstleistungen mit 4 776 Euro am meisten und in der Zeitarbeit am wenigsten (1 844 Euro monatlich).

Die Entgeltstatistik kann unter folgendem Link abgerufen werden:
https://statistik.arbeitsagentur.de/SiteGlobals/Forms/Suche/Einzelheftsuche_Formular.html?nn=1523076&topic_f=beschaeftigung-entgelt-entgelt

Hinweise:

Bruttomonatsentgelt

Es handelt sich um das Arbeitsentgelt vor Abzug von Steuern (Lohnsteuer, Solidaritätsbeitrag, ggf. Kirchensteuer) und Sozialversicherungsbeiträgen (i.d.R. Rentenversicherung, Krankenversicherung, Arbeitslosenversicherung, Pflegeversicherung). Dazu gehören auch: Urlaubs- und Weihnachtsgelder, Tantiemen, Gratifikationen, Mehrarbeits-/Überstundenvergütungen und Mehrarbeitszuschläge, Familienzuschläge, Gefahrenzulage und Schmutzzulagen, Provisionen und Abfindungen. Das sozialversicherungspflichtige Bruttoarbeitsentgelt wird bis zur Beitragsbemessungsgrenze berücksichtigt.

Median

Die Entgeltstatistik der Bundesagentur für Arbeit betrachtet den Median. Er teilt die Entgelte in zwei Hälften: eine Hälfte der Beschäftigten erzielt ein Entgelt unter dem Medianwert, das Entgelt der anderen Hälfte liegt über dem Median.

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