04.07.2019 | Presseinfo Nr. 26

Sachsens Unternehmen suchen dringend Auszubildende

Nächste Woche beginnen die Sommerferien in Sachsen und noch immer haben 7.300 Jugendliche keinen festen Ausbildungsplatz. Gleichzeitig sind noch 9.600 Lehrstellen unbesetzt. Jugendliche, die noch nicht bei der Berufsberatung waren und noch keinen Ausbildungsplatz haben, rät die Bundesagentur für Arbeit, sich jetzt zu melden. Auch unentschlossene junge Menschen – zum Beispiel mit Abitur – sollten den Weg zur Beratung nicht scheuen. Die Berufsberatung hilft auch kurzfristig.

Nächste Woche beginnen die Sommerferien in Sachsen und noch immer haben 7.300 Jugendliche keinen festen Ausbildungsplatz. Gleichzeitig sind noch 9.600 Lehrstellen unbesetzt. Jugendliche, die noch nicht bei der Berufsberatung waren und noch keinen Ausbildungsplatz haben, rät die Bundesagentur für Arbeit, sich jetzt zu melden. Auch unentschlossene junge Menschen – zum Beispiel mit Abitur – sollten den Weg zur Beratung nicht scheuen. Die Berufsberatung hilft auch kurzfristig.

„Die duale Ausbildung ist eine wichtige Quelle für die Fachkräftesicherung in Sachsen. Betriebe die ausbilden, sichern sich ihre Fachkräfte für morgen und binden junge Menschen an ihr Unternehmen. Wir bestärken die Betriebe gemeinsam mit unseren Partnern am Ausbildungsmarkt in Sachsen gut in Ausbildung zu investieren. Der Aufwand bei der Suche nach Auszubildenden und während der Ausbildung in den Betrieben steigt.

Die Suche beginnt früher und wird intensiver. Oftmals ist ein zweiter und dritter Blick nötig, um Talente und Kompetenzen der jungen Menschen zu erkennen. Das braucht Zeit. Deshalb raten wir zu frühzeitigen Praktika in den Betrieben und dem stärkeren Einsatz der Einstiegsqualifizierung. Ich kann die Betriebe nur auffordern von den zahlreichen Angeboten, die es in Sachsen gibt, Gebrauch zu machen.

Nicht vergessen werden sollte die Möglichkeit der Umschulung Erwachsener im Betrieb. Bei den Agenturen und Jobcentern sind rund 38.900 Ungelernte gemeldet, für die sich mit einer betrieblichen Umschulung ein neuer Weg öffnen würde. Appellieren möchte ich auch an die 7.300 Ausbildungsbewerber und die noch unentschlossenen Jugendlichen in Sachsen genau hinzuschauen, ob bei der Berufswahl schon alle Möglichkeiten ausprobiert worden sind. Auch hier gilt – manche Chancen entdeckt man erst auf den zweiten Blick“, sagte Reinhilde Willems, Vizechefin der Regionaldirektion Sachsen der Bundesagentur für Arbeit (BA).
 

Statistik Ausbildungsmarkt Sachsen Juni 2019
Gemeldete Ausbildungsbewerber 19.143
Unversorgte Ausbildungsbewerber 7.308
Gemeldete Berufsausbildungsstellen 19.360
Unbesetzte Berufsausbildungsstellen 9.603

Von Oktober 2018 bis Juni 2019 haben sich insgesamt 19.143 Mädchen und Jungen in den Agenturen für Arbeit gemeldet und bei der Suche nach einem Ausbildungsplatz beraten lassen. Das sind 952 oder 4,7 Prozent weniger mehr als im Juni letzten Jahres. Im gleichen Zeitraum wurden den sächsischen Arbeitsagenturen 19.497 Ausbildungsstellen gemeldet. Das sind 163 mehr als im Vorjahreszeitraum.
 
Aktuell sind noch 7.308 Schüler auf der Suche nach einem Ausbildungsplatz. Dem gegenüber stehen 9.603 freie Ausbildungsstellen. Damit gibt es rein rechnerisch für jeden Bewerber mehr als eine freie Ausbildungsstelle. 

Die Wunschberufe der Jugendlichen sind seit vielen Jahren unverändert. So entscheiden sich viele junge Menschen, die heute noch auf der Suche nach einem Ausbildungsplatz sind, für eine Ausbildung zum

Liste Wunschberufe
1. Verkäuferin 918
2. Kaufmann im Einzelhandel   392
3. Kraftfahrzeugmechatroniker - PKW-Technik 349
4. Fachlagerist   275
5. Kaufmann - Büromanagement 274
6. Friseur  158
7. Tischler  156
8. Fachinformatiker-Anwendungsentwicklung 144
9. Koch  141
10. Fachkraft – Lagerlogistik   11

Auffällig ist, dass sich mehr als jeder dritte der noch suchenden Jugendlichen für einen der TOP 10 Wunschberufe entschieden hat. Damit haben sich nur sechzig Prozent (4.383 Jugendliche) auf einen anderen der insgesamt rund 330 Ausbildungsberufe festgelegt.
 
Besonders gute Chancen auf einen Lehrvertrag gibt es in Berufen, in denen die interessierten Bewerber rar sind. So stehen zum Beispiel in den Berufen …


• Verfahrensmechaniker,
• Handelsfachwirt,
• Fachverkäufer – Fleischerei,
• Beton- und Stahlbetonbauer,
• Fachmann – Systemgastronomie,
• Kaufmann – Versicherung,
• Fachverkäufer – Bäckerei,
• Fleischer,
• Werkzeugmechaniker,
• Konstruktionsmechaniker,
• Mechatroniker,
• Kaufmann für Dialogmarketing,
• Elektroniker,
• Großhandelskaufmann,
• Restaurantfachmann und
• Speditionskaufmann
… jedem Bewerber mehr als fünf freie Lehrstellen gegenüber.

Über die Hotline der Bundesagentur für Arbeit können die Jugendlichen einen Termin mit ihrem Berufsberater vereinbaren – auch in Begleitung ihrer Eltern. Für Arbeitgeber stehen die Mitarbeiter der gemeinsamen Arbeitgeberservices rund um die Themen Ausbildung, Vermittlung und Beratung zu Fördermöglichkeiten zur Verfügung.