29.08.2019 | Presseinfo Nr. 32

Niedrigste Arbeitslosigkeit in einem August seit 1991

Im August waren in Sachsen 115.348 Frauen und Männer arbeitslos gemeldet. Im Vergleich zum Vorjahresmonat sind das 7.819 Arbeitslose weniger, ein Minus von 6,3 Prozent. Die Arbeitslosenquote liegt damit aktuell bei 5,4 Prozent, 0,4 Prozentpunkte unter dem Wert vor einem Jahr. Seit 1991 ist das die niedrigste Arbeitslosigkeit in einem August. Die positive Entwicklung setzt sich insgesamt stabil fort, auch wenn gegenüber dem Vormonat die Arbeitslosigkeit noch einmal leicht angestiegen ist, ein Plus von 1.608 Arbeitslosen oder 1,4 Prozent.

Im August waren in Sachsen 115.348 Frauen und Männer arbeitslos gemeldet. Im Vergleich zum Vorjahresmonat sind das 7.819 Arbeitslose weniger, ein Minus von 6,3 Prozent. Die Arbeitslosenquote liegt damit aktuell bei 5,4 Prozent, 0,4 Prozentpunkte unter dem Wert vor einem Jahr. Seit 1991 ist das die niedrigste Arbeitslosigkeit in einem August. Die positive Entwicklung setzt sich insgesamt stabil fort, auch wenn gegenüber dem Vormonat die Arbeitslosigkeit noch einmal leicht angestiegen ist, ein Plus von 1.608 Arbeitslosen oder 1,4 Prozent. Gegenüber Juli ist daher die Arbeitslosenquote moderat um 0,1 Prozentpunkte angestiegen. Diese saisonal bedingte Entwicklung ist im Sommer nicht ungewöhnlich und meist nur von kurzer Dauer. Das Ausbildungs- und Schulende und die Sommerpause in vielen Betrieben haben noch in den August hineingewirkt, da die Sommerferien in Sachsen etwas später als üblich begonnen haben. Rechnet man die rund 46.500 Frauen und Männer hinzu, die beispielsweise an Fördermaßnahmen teilnehmen, deren Selbständigkeit gefördert wird oder die aktuell krankgeschrieben sind, liegt die Unterbeschäftigungsquote weiterhin bei 7,5 Prozent.

„Die saisonale Entwicklung ist für die Jahreszeit typisch. Nach Schule, Studium und Ausbildung stehen dem sächsischen Arbeitsmarkt im Sommer immer mehr junge Menschen zur Verfügung. Bei der positiven Beschäftigungsentwicklung sehe ich gute Chancen für eine schnelle Arbeitsaufnahme. Ich appelliere daher an alle Arbeitgeber, Arbeitnehmer und Arbeitsuchende – gleich welchen Alters – nehmen Sie die Angebote der Arbeitsagenturen und Jobcenter in Anspruch! Wir beraten auch zu Möglichkeiten der Qualifizierung und Einarbeitung sowie zu den Fördermöglichkeiten beim Einstieg in und während der Beschäftigung. Das gilt für Arbeitgeber genauso wie für Jugendliche, arbeitslos gemeldete Menschen und Beschäftigte. Sprechen Sie uns an!“, sagte Reinhilde Willems, Geschäftsführerin operativ der Regionaldirektion Sachsen der Bundesagentur für Arbeit (BA).

Arbeitsmarktstatistik August 2019
Arbeitslosenzahl im August 115.348
Arbeitslosenzahl im Vormonatsvergleich (113.740) +1.608 oder +1,4 Prozent
Arbeitslosenzahl im Vorjahresvergleich (123.167) -7.819 oder -6,3 Prozent
Arbeitslosenquote im August 5,4 Prozent

Arbeitslosigkeit


Insgesamt waren im August in Sachsen 115.348 Menschen arbeitslos gemeldet. Im Vergleich zum Vormonat waren 1.608 (plus 1,4 Prozent) mehr und zum Vorjahresmonat 7.819 weniger Menschen arbeitslos gemeldet (minus 6,3 Prozent).

Im August wurden 33,4 Prozent aller Arbeitslosen (38.491) im Rechtskreis SGB III von einer Agentur für Arbeit und 66,6 Prozent (76.857) im Rechtskreis SGB II von einem Träger der Grundsicherung betreut. Im Vergleich zum Vormonat sind in den Arbeitsagenturen 912 Frauen und Männer mehr arbeitslos gemeldet (plus 2,4 Prozent) und im Vergleich zum Vorjahr sind es 1.269 Arbeitslose mehr (plus 3,4 Prozent). In den Jobcentern ist die Arbeitslosenzahl zum Vormonat um 696 (plus 0,9 Prozent) angestiegen und im Vergleich zum Vorjahresmonat um 9.088 (minus 10,6 Prozent) gesunken.

Die Arbeitslosenquote belief sich im August auf 5,4 Prozent, ein Plus von 0,1 Prozentpunkte gegenüber Juli. Im Vergleich zum Vorjahresmonat sank sie um 0,4 Prozentpunkte. Seit Einführung der Arbeitsmarktstatistik im Jahr 1991 war sie noch nie in einem August so gering wie heute.

Beschäftigung


Im Juni 2019 waren in Sachsen nach ersten Hochrechnungen rund 1,62 Millionen Frauen und Männer sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Mit einem Zuwachs von 8.200 berufstätigen Menschen hält der Beschäftigungsanstieg gegenüber dem Vorjahr an und liegt bei aktuell 0,5 Prozent.

Den kräftigsten Beschäftigungsaufbau gab es im Bereich Immobilien, freiberufliche, wissenschaftliche und technische Dienstleistungen (plus 3.700) und im Sozialwesen (plus 2.800). Einen starken Beschäftigungsaufbau gab es weiterhin im Bereich der Information und Kommunikation (plus 2.100), im Baugewerbe (plus 1.600), im Bereich Verkehr und Lagerei (plus 1.600), aber auch im Gesundheitswesen (plus 1.200) und im Verarbeitenden Gewerbe (plus 1.100). Im Gastgewerbe (plus 800) und im Bereich Handel, Instandhaltung, Reparatur von Kfz (plus 600) sind in den vergangenen zwölf Monaten sozialversicherungspflichtige Jobs entstanden. In der Arbeitnehmerüberlassung ist ein Rückgang von 6.900 Beschäftigten zu verzeichnen.

Im langjährigen Vergleich liegt die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung mit rund 1,62 Mio. auf recht hohem Niveau. In keinem Juni seit 1999 waren mehr Menschen in Sachsen beschäftigt. Den Tiefstand erreichte die Beschäftigung in Sachsen im Jahr 2005. Damals waren im Juni knapp 1,34 Mio. Menschen sozialversicherungspflichtig beschäftigt – 279.556 weniger als aktuell.

Arbeitskräftenachfrage


Im August haben sächsische Betriebe insgesamt 8.457 freie Stellen neu gemeldet. Das waren 460 Stellen weniger als im Juli (minus 5,2 Prozent), aber 527 mehr als im August 2018 (plus 6,6 Prozent).

Damit sind in den sächsischen Arbeitsagenturen und Jobcentern insgesamt 39.184 freie Stellen gemeldet, 162 mehr als im Juli und 936 weniger als vor einem Jahr. 84,7 Prozent aller freien Stellen können in Vollzeit und 90,2 Prozent unbefristet besetzt werden.

Die meisten gemeldeten freien Stellen sind im Bereich der Zeitarbeit (11.692) zu besetzen. Einen hohen Bedarf haben daneben Betriebe aus dem Verarbeitenden Gewerbe (4.699), dem Bereich Handel / Instandhaltung und Reparatur von Kraftfahrzeugen (3.639), dem Gesundheits- und Sozialwesen (3.525), dem Baugewerbe (2.762), den freiberuflichen, wissenschaftlichen und technischen Dienstleistungen (2.568) sowie dem Gastgewerbe (1.687).

Diese und viele andere freie Stellen sind in der Jobbörse der Bundesagentur für Arbeit veröffentlicht und können mit der kostenfreien Smartphone-App (jobboerse) zu jeder Zeit, an jedem Ort abgerufen werden.

Unterbeschäftigung


Im August 2019 haben rund 46.500 Menschen an arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen teilgenommen oder standen vorübergehend der Arbeitsvermittlung nicht zur Verfügung. Viele wurden mit Weiterbildungen (8.945) gefördert, haben an Arbeitsgelegenheiten in der Grundsicherung (7.351) und an Aktivierungsmaßnahmen (7.877) teilgenommen oder wurden durch andere Träger unterstützt (8.359). Ein Teil der Frauen und Männer stand aus anderen Gründen der Vermittlung nicht zur Verfügung und war deshalb nicht arbeitslos – zum Beispiel wegen kurzfristiger Krankheit (3.117).

Die Unterbeschäftigung – die Summe aus Arbeitslosen, Teilnehmern an arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen und vorübergehend nicht verfügbaren Arbeitsuchenden – belief sich im August 2019 auf insgesamt 161.853 Personen. Das ist ein Rückgang im Vergleich zum August 2018 um 7.386 oder 4,4 Prozent. Aktuell liegt der Anteil der Arbeitslosigkeit an der Unterbeschäftigung bei 71,3 Prozent. Bezogen auf alle zivilen Erwerbspersonen lag die Unterbeschäftigungsquote im August unverändert bei 7,5 Prozent.