Fragen und Antworten zur Arbeitslosmeldung und zum Arbeitslosengeld

Sächsische Jobcenter und Arbeitsagenturen arbeiten weiter - auch wenn die Türen geschlossen sind.

Die Jobcenter, Arbeitsagenturen und Familienkassen konzentrieren sich in der aktuellen Lage darauf, Geldleistungen wie Arbeitslosengeld und Arbeitslosengeld II, Kurzarbeitergeld, Kindergeld und Kinderzuschlag sowie alle weiteren Leistungen auszuzahlen.

Um dies zu gewährleisten, um die Gesundheit aller zu schützen und um die Pandemie einzudämmen, gibt es keinen offenen Kundenzugang in unsere Gebäude mehr.

Für Notfälle wird vor Ort eine Kontaktmöglichkeit geschaffen. Wir informieren über die regionale Presse und über Aushänge über diese Möglichkeiten.

Vier Schritte zum Arbeitslosengeld:

  1. Melden Sie sich sofort arbeitsuchend (telefonisch oder Online).
  2. Melden Sie sich persönlich arbeitslos (Die erforderliche persönliche Arbeitslosmeldung ist derzeit telefonisch, schriftlich, per Email, über Postfachnachricht, im Rahmen der Online-Arbeitsuchendmeldung, über die Onlineantragstellung vorzunehmen.).
  3. Füllen Sie den Antrag auf Arbeitslosengeld aus (Online).
  4. Beauftragen Sie Ihren Arbeitgeber, die Arbeitsbescheinigung online auszufüllen (eService- BEA).

Hier geht es zum Online-Wegbegleiter.

Informieren Sie sich zum Online-Antrag Arbeitslosengeld.

Weitere wichtige Informationen für Kunden:

Sie müssen einen vereinbarten Termin NICHT absagen, weder telefonisch noch per Mail. Es gibt keine Nachteile. Es gibt keine Rechtsfolgen und Sanktionen.

Abschlagszahlungen auf laufende Leistungen in Notfällen werden im Zusammenhang mit der Corona-Krise vereinfacht ermöglicht. Auf telefonische Anfrage bei den Agenturen für Arbeit kann den Kundinnen und Kunden ein Barcode per Post oder durch persönliche Übergabe bereitgestellt werden.

Die Kundinnen und Kunden erhalten rechtzeitig eine Nachricht, wenn sich diese Regelungen ändern.Die Auszahlung der Geldleistung ist sichergestellt.

Kundinnen und Kunden, welche auf Grund der aktuellen Einschränkungen des Reiseverkehrs von der planmäßigen Rückkehr aus Ihrer genehmigten Ortsabwesenheit gehindert sind, erhalten auch für die ungeplante Phase der Ortsabwesenheit weiterhin Arbeitslosengeld.

Die persönliche Arbeitslosmeldung muss nach Wiedereröffnung der Dienststelle mit Vorlage eines gültigen Ausweisdokuments nachgeholt werden. Hierfür werden Sie von der zuständigen Agentur für Arbeit eingeladen.
Versäumen Sie diese Aufforderung zur persönlichen Arbeitslosmeldung, wird bereits bewilligtes Arbeitslosengeld aufgehoben bzw. der Antrag abgelehnt.


Informationen für Selbständige zur freiwilligen Arbeitslosenversicherung
(§ 28a SGB III)

Soweit ein Selbständiger ein freiwilliges Versicherungspflichtverhältnis zur Arbeitslosenversicherung hat, sind (bisher) zwei Unterbrechungen der Selbständigkeit mit Bezug von Arbeitslosengeld für das Fortbestehen der freiwilligen Arbeitslosenversicherung unschädlich.

Aktuell besteht die Gefahr, dass Selbständige unverschuldet eine mehr als zweimalige Unterbrechung der Selbständigkeit in Kauf nehmen müssen oder mit der Beitragszahlung in Verzug geraten.

Um Nachteile zu vermeiden, die aus der unverschuldeten Unterbrechung der Selbständigkeit aufgrund der Corona-Pandemie für die freiwillige Arbeitslosenversicherung entstehen, ist folgende Anpassung der Regelung zu erwarten:

  • Es sind mehr als zweimalige unverschuldete Unterbrechungen der Selbständigkeit aufgrund der Corona-Pandemie befristet (zunächst bis 30.09.2020) unschädlich.
  • Möglichkeit der Beitragsstundung für ggf. entstehenden Zahlungsverzug bei der Beitragszahlung.

Weitere Informationen finden Sie hier.