Abrechnung Kurzarbeitergeld - Arbeitsagenturen unterstützen und beraten, um Rückforderungen zu vermeiden.

Durch die Corona-Pandemie nutzen viele Unternehmen das Kurzarbeitergeld, um Entlassungen zu vermeiden und Fachkräfte im Unternehmen zu halten. Darunter sind auch Unternehmen und Lohnbüros, die bislang wenig Erfahrung mit dem Verfahren der Anzeige und Abrechnung von Kurzarbeitergeld haben. Das führt unter Umständen zu falschen Abrechnungen und hat Rückforderungen zur Folge. Die Arbeitsagenturen bieten Beratung und Unterstützung an, um fehlerhafte Abrechnungen durch die Unternehmen zu vermeiden.

Das Anzeige- und Antragsverfahren wurde vereinfacht, damit die Unternehmen möglichst schnell die Leistung Kurzarbeitergeld nutzen können.

• Häufig wird Kurzarbeitergeld falsch abgerechnet

Die TOP 7 der häufigsten Fehler bei der Abrechnung von Kurzarbeitergeld:

  1. Kurzarbeitergeld wird für gekündigte Beschäftigte abgerechnet.
  2. Kurzarbeitergeld wird für Feiertage oder für Urlaubstage abgerechnet.
  3. Kurzarbeitergeld wird für den laufenden Monat abgerechnet.
  4. Kurzarbeitergeld wird für versicherungsfreie Beschäftigte abgerechnet.
  5. Kurzarbeitergeld wird für Berufsschulzeiten der Azubis abgerechnet.
  6. Die Abrechnungen von Provisionen erfolgen falsch.
  7. Kurzarbeitergeld wird abgerechnet obwohl die gesetzlichen Mindesterfordernisse nicht bzw. nicht mehr erfüllt sind ( z.B. im jeweiligen Kalendermonat (Anspruchszeitraum) müssen mindestens 10 Prozent der in dem Betrieb beschäftigten Arbeitnehmer/-innen von einem Entgeltausfall von jeweils mehr als zehn Prozent ihres monatlichen Bruttoentgelts betroffen)

Hier finden Sie eine Übersicht der häufigsten Fehler bei der Abrechnung und wie man es besser macht. Mehr erfahren

 Arbeitsagenturen beraten telefonisch zur Abrechnung

Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Arbeitsagenturen helfen bei der korrekten Ausführung der Abrechnung. Unternehmen, Lohn – und Steuerbüros können sich telefonisch unterstützen lassen – beim Ausfüllen der Abrechnungslisten, beim Nachweis des Arbeitsausfalls oder bei der Ermittlung der Beschäftigten mit Kurzarbeitergeldanspruch. Damit werden Überzahlungen, in der Folge Rückforderungen oder gar Ordnungswidrigkeitsverfahren, vermieden.

Werden bei der Abrechnung von Kurzarbeitergeld bewusst und vorsätzlich falsche Angaben gemacht, entspricht dies dem Tatbestand des Leistungsmissbrauchs. Die Vorgänge werden zur weiteren Prüfung des Straftatbestandes an die Staatsanwaltschaft übergeben.

• Arbeitsagenturen sind montags bis freitags von 08:00 bis 18:00 Uhr erreichbar

Über die Servicehotline für Arbeitgeber und die zusätzlichen regionalen Beratungshotlines können sich Unternehmen und Dritte rechtzeitig und umfassend informieren und bei der Abrechnung unterstützen lassen.