06.03.2020 | Presseinfo Nr. 23

Über 82.000 Frauen in Beschäftigung – in MINT Berufen aber nur selten vertreten

Informationen zum Weltfrauentag

Kreis Recklinghausen. Zum Weltfrauentag am 8. März wirft die Arbeitsagentur einen Blick auf die Situation von Frauen auf dem vestischen Arbeitsmarkt. Die gute Botschaft lautet: Wer über einen Wiedereinstieg in den Beruf nachdenkt, profitiert von einer sehr guten Ausgangslage.

Die Statistik spricht für sich: Seit 2013 ist die Zahl der arbeitslosen Frauen im Vest deutlich gesunken. Durchschnittlich waren im vergangenen Jahr 11.943 Frauen als arbeitslos registriert. Gegenüber 2018 konnte ein Rückgang um 1.596 Frauen (-11,8 Prozent) erreicht werden. Die durchschnittliche Arbeitslosenquote betrug 7,9 Prozent und lag damit unter der der Männer von 8,2 Prozent.

Begünstigend kommt hinzu, dass es einen deutlichen Anstieg an sozialversicherungspflichtiger Beschäftigung von Frauen gegeben hat: So hat sich die Beschäftigungsquote der Frauen von 36,4 Prozent im Jahr 2006 bis heute auf 50,8 Prozent (insgesamt 82.110 Frauen) kontinuierlich gesteigert. Die meisten von ihnen sind in der Gesundheitsbranche tätig, der stärksten Beschäftigungsbranche im Kreis. Daneben üben viele Frauen eine Tätigkeit im Einzelhandel, in Heimen und im Sozialwesen sowie in der öffentlichen Verwaltung aus. Im verarbeitenden Gewerbe arbeiten traditionell allerdings mehr Männer als Frauen.

Ariane Hohengarten, Beauftragte für Chancengleichheit am Arbeitsmarkt: „Frauen haben heute wesentlich bessere Chancen als noch vor 10 Jahren, einen sozialversicherungspflichtigen Arbeitsplatz zu finden, Tendenz weiter steigend. Die Ausschöpfung könnte aber bereits weit höher ausfallen, insbesondere in den MINT Berufen, denn hier sind Frauen noch deutlich unterrepräsentiert.“ Außerdem weist Ariane Hohengarten auf die ungleiche Lohnstruktur hin: „Im Vergleich zu Männern verdienen Frauen im Kreis knapp 400 Euro weniger und dieser Abstand zeigt sich auch im Ruhrgebiet und in NRW.“

Dass die Beschäftigungslage von Frauen heute besser ausfällt, liegt zu einem Großteil auch an der Möglichkeit der Teilzeitarbeit. Heute nutzen sie 51,7 Prozent aller Frauen. Ariane Hohengarten: „Auch für Arbeitgeber ist dieses Modell ein Gewinn, denn sie können sich so Fachkräfte sichern und halten, die ihr Unternehmen gut kennen, motiviert sind und später wieder in Vollzeit zurückkehren können.“

Ariane Hohengarten berät interessierte Frauen im Kreis zu Wiedereinstieg, individuellen Jobchancen und Qualifizierungsmöglichkeiten unter: 02361 / 401348 oder Recklinghausen.BCA@arbeitsagentur.de.