01.07.2019 | Presseinfo Nr. 30

Der Arbeitsmarkt im Juni 2019

• 8 354 Arbeitslose im Juni
• Quote bleibt bei 2,9 Prozent
• Jugendarbeitslosigkeit verharrt bei 1,9 Prozent
 

Die Arbeitslosigkeit im Bezirk der Agentur für Arbeit Reutlingen hat leicht zugenommen. 8 354 Männer und Frauen waren im Juni arbeitslos gemeldet. Das sind 63 Menschen mehr als im Mai und auch im Vergleich zum Vorjahresergebnis ist ein leichter Anstieg um 0,9 Prozent festzustellen. Auf die Arbeitslosenquote hatte dies keine Auswirkungen. Diese blieb bei 2,9 Prozent (zum Vergleich: Die Quote für das Land Baden-Württemberg liegt bei 3,0 Prozent). Und auch die Jugendarbeitslosigkeit kann weiter mit 1,9 Prozent beziffert werden.

„Es fällt auf, dass zwar zum einen die Zahl der Arbeitslosen in geringem Umfang angestiegen ist, gleichzeitig jedoch die Meldungen von Arbeitsstellen im Vergleich zum Vorjahr zugenommen haben. Wir konnten hier ein Plus von 13,4 Prozent verzeichnen“, so der Vorsitzende der Geschäftsführung der Arbeitsagentur Reutlingen, Wilhelm Schreyeck und fügt hinzu: „Das zeigt uns, dass der Bedarf an Arbeitskräften in der Region ungebrochen hoch ist. Es wird aber auch immer deutlicher, dass das Angebot an Arbeitskräften nicht immer zu dieser Nachfrage passt. Es bleibt daher eine unserer wichtigen Aufgaben, über Qualifizierungsangebote und finanzielle Förderungen für Betriebe sowie Arbeitssuchende einen Ausgleich zu schaffen.“

Ausbildungsmarktsituation

Ebenfalls interessant ist wieder der Blick auf den Ausbildungsmarkt. Auch in diesem Jahr gibt es vor dem nächsten Ausbildungsbeginn im September noch viele offene Lehrstellen im Angebot der Berufsberatung. Auf rund 1 400 Angebote können Jugendliche jetzt noch zurückgreifen. Im Juni hatten noch rund 1 100 Ausbildungssuchende ihr Profil bei den Berufsberaterinnen und Berufsberatern gemeldet. Rein rechnerisch kommen also 1,25 Ausbildungsstellen auf einen Bewerber.

 „Ganz so einfach ist die Vermittlung in Ausbildung jedoch nicht. Auch hier passen Angebot und Nachfrage nicht immer optimal zueinander. Mein Rat deshalb an die jungen Menschen, die auf der Suche nach dem Einstieg sind: Es lohnt sich, auch jetzt noch genauer hinzuschauen, welche Betriebe derzeit Azubis suchen und sich mit den eigenen Fähigkeiten und Stärken auseinanderzusetzen. So öffnet sich manchmal ein Weg in eine Richtung, die man noch gar nicht im Blickfeld hatte und Alternativen bei der Suche nach einem passenden Beruf tun sich auf. Je breiter man seine Suche anlegt, desto größer werden die Chancen, erfolgreich zu sein“, erläutert Wilhelm Schreyeck. Beraten lassen können sich die Ausbildungssuchenden bei der Berufsberatung der Agentur für Arbeit Reutlingen, die dieses Angebot auch in Tübingen, Bad Urach und Münsingen bereithält. Beratungstermine können unter der Telefonnummer 0800 4 5555 00 vereinbart werden.

Entwicklung in den Landkreisen

Im Landkreis Reutlingen waren im Juni 5 137 Menschen (+1,6 Prozent gegenüber Vorjahr) arbeitslos gemeldet, davon  2 219 (+14,4 Prozent gegenüber Vorjahr) bei der Agentur für Arbeit und 2 918 (-6,4 Prozent gegenüber Vorjahr) beim Jobcenter Landkreis Reutlingen.

Im Landkreis Tübingen waren 3 217 Menschen von Arbeitslosigkeit betroffen (-0,2 Prozent gegenüber Vorjahr). 1 515 wurden von der Arbeitsagentur betreut (+6,6 Prozent gegenüber Vorjahr) und 1 702 (-5,6 Prozent gegenüber Vorjahr) vom Jobcenter Landkreis Tübingen.

Stellenmeldungen

Im Juni wurden dem Arbeitgeber-Service von den regionalen Betrieben und Behörden 971 Stellen gemeldet, was ein Plus von 13,4 Prozent gegenüber dem Vorjahr bedeutet. Im Bestand haben die Arbeitsvermittlerinnen und Arbeitsvermittler der Agentur für Arbeit Reutlingen 3 806 Stellen zur Verfügung. 

Arbeitsmarkt der Geschäftsstellen

Die Arbeitslosenquote für den Gesamtbezirk der Agentur für Arbeit Reutlingen blieb im Juni bei 2,9 Prozent (Vorjahr 3,2 Prozent).

Die Quoten im Einzelnen (Vorjahreswert in Klammern):

Landkreis Reutlingen 3,2 Prozent (3,1 Prozent), Landkreis Tübingen 2,6 Prozent (2,6 Prozent), Hauptagentur Reutlingen 3,3 Prozent (3,7 Prozent), Geschäftsstellen Münsingen 2,2 Prozent (2,4 Prozent) und Bad Urach 2,6 Prozent (2,9 Prozent).