29.07.2022 | Presseinfo Nr. 31

Der Arbeitsmarkt im Juli 2022

• 9.745 Arbeitslose im Juli 2022
• Arbeitslosenquote auf 3,4 Prozent gestiegen
• 4.950 Stellenangebote im Bestan

Der Arbeitsmarkt in der Region bleibt im Juli stabil, die Arbeitslosenquote im Bezirk der Agentur für Arbeit Reutlingen lag bei 3,4 Prozent und somit um 0,1 Prozentpunkte über dem Vormonat. Insgesamt zählte die Statistik 9.745 arbeitslose Männer und Frauen, das sind 264 mehr als im Juni.

Landesweit ist die Arbeitslosenquote im Juli ebenfalls leicht angestiegen, sie liegt in Baden-Württemberg jetzt bei 3,6 Prozent (Vormonat 3,5 Prozent).

Geflüchtete Menschen aus der Ukraine werden seit Anfang Juni von den Jobcentern betreut. Dadurch ist die Arbeitslosigkeit, nach dem deutlichen Sprung im Vormonat, im Juli noch einmal moderat angestiegen.

„Die erste Herausforderung haben die Kolleginnen und Kollegen in den Jobcentern erfolgreich gemeistert, die Menschen aus der Ukraine sind jetzt über die Grundsicherung finanziell abgesichert“, so Gunnar Schwab, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Reutlingen. „Im zweiten Schritt geht es nun darum, den Weg in Arbeit und Ausbildung zu ebnen.“

Dies bestätigt auch Markus Dick, Geschäftsführer des Jobcenters Landkreis Reutlingen. Er und seine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter begleiten die Ukrainerinnen und Ukrainer intensiv. „Unser Ziel ist es, für die Geflüchteten eine gute Perspektive in Deutschland zu schaffen. Sehr oft bedeutet das erst einmal, Deutsch zu lernen, aber auch die Klärung von finanziellen Anliegen sowie die Organisation von Betreuungsangeboten stehen momentan stark im Vordergrund.“

Der Arbeits- und Fachkräftebedarf bleibt in der Region unvermindert hoch. Die Agentur für Arbeit Reutlingen und die beiden Jobcenter im Agenturbezirk versuchen deshalb über innovative und kreative Konzepte arbeitslose Menschen wieder für den Arbeitsmarkt fit zu machen.

Ein neues Projekt wird seit einigen Monaten vom Jobcenter Reutlingen umgesetzt. „Wir bieten allen Kundinnen und Kunden an, freiwillig am Projekt ‚VorfahRT‘ teilzunehmen. Im Rahmen der dreimonatigen Teilnahme an diesem Angebot erhalten Personen, die direkt eine Arbeit aufnehmen wollen, eine besonders intensive, individuell zugeschnittene Unterstützung bei uns im Haus“, so Dick.

Zusätzlich profitieren die Teilnehmerinnen und Teilnehmer im Rahmen eines moderierten Austausches im Workshop-Format auch untereinander von ihren Erfahrungen. Die ersten Ergebnisse sind sehr positiv: bei 60 Prozent der Teilnehmerinnen und Teilnehmer gelang die Integration in den Arbeitsmarkt. Markus Dick ist sich deshalb sicher: „Über das Projekt ‚VorfahRT‘ werden wir in Reutlingen und darüber hinaus sicher noch hören.“

Stellenmeldungen

Dem Arbeitgeber-Service der Agentur für Arbeit wurden im Juli 1.038 Arbeitsstellen neu gemeldet. Damit wurden den Vermittlerinnen und Vermittlern zwar 9 Stellenangebote weniger gemeldet als im Vormonat, der Gesamtbestand bewegt sich mit insgesamt 4.950 Stellenangebote allerdings nach wie vor auf Rekordniveau.

Entwicklung in den Landkreisen

Im Landkreis Reutlingen waren im Juli insgesamt 6.202 Menschen (-4,4 Prozent gegenüber Vorjahr) arbeitslos gemeldet, davon 2.242 (-23,5 Prozent gegenüber Vorjahr) bei der Agentur für Arbeit und 3.960 (+11,4 Prozent gegenüber Vorjahr) beim Jobcenter Landkreis Reutlingen.

Im Landkreis Tübingen waren im Juli 3.543 Menschen arbeitslos gemeldet (-9,5 Prozent gegenüber Vorjahr). Davon wurden 1.590 von der Arbeitsagentur betreut (-18,8 Prozent gegenüber Vorjahr) und 1.953 (-0,3 Prozent gegenüber Vorjahr) vom Jobcenter Landkreis Tübingen.

Arbeitsmarkt der Geschäftsstellen

Die Arbeitslosenquote für den Gesamtbezirk der Agentur für Arbeit Reutlingen lag im Juli bei 3,4 Prozent (Vorjahr 3,6 Prozent).

Die Quoten im Einzelnen (Vorjahreswert jeweils in Klammern):

Landkreis Reutlingen 3,8 Prozent (3,9 Prozent), Landkreis Tübingen 2,8 Prozent (3,1 Prozent), Hauptagentur Reutlingen 3,9 Prozent (4,2 Prozent), Geschäftsstelle Münsingen 3,2 Prozent (3,6 Prozent) und Geschäftsstelle Bad Urach 3,4 Prozent (3,5 Prozent).