01.09.2020 | Presseinfo Nr. 97

Über 950 Ausbildungsstellen noch zu besetzten

Jugendliche, die aktuell noch keine Ausbildungsstelle für das aktuelle Jahr haben, können noch hoffen. Im August waren nämlich immer noch 957 Ausbildungsmöglichkeiten bei der Agentur für Arbeit Rheine gemeldet. Damit sollte auch ein späterer Einstieg in eine Ausbildung für viele noch möglich sein.

538 Jungen und Mädchen haben aktuell noch keine Ausbildungsstelle oder andere Alternative für das aktuelle Ausbildungsjahr, 16 weniger als im vergangenen Jahr zu diesem Zeitpunkt. "Es ist nicht ungewöhnlich, dass es im August noch einige Jugendliche gibt, die nichts Passendes gefunden haben", erklärt Reiner Zwilling, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Rheine. Er betont aber: "Für die Bewerber heißt es nun natürlich alle Bemühungen noch einmal zu steigern, damit es noch klappt." Etwas verspätet in die Ausbildung einzusteigen ist laut Zwilling in der Regel aber kein Problem.

Laut dem Ausbildungsmarktexperten wird es für die Bewerber nun entscheidend sein, bei der Suche nach einer Ausbildungsstelle flexibel zu sein: "Wer bereit ist einen etwas längeren Weg zur Arbeitsstelle in Kauf zu nehmen, oder auch über den Zielberuf nochmal nachdenkt, kann seine Chancen deutlich erhöhen." Ähnliches rät er aber auch den Ausbildungsbetrieben: "Auch für Unternehmen ist es nicht mehr so einfach passende Nachwuchskräfte zu finden. Wer hier die eigenen Ansprüche überprüft und anpasst und auch denjenigen eine Chance gibt, die vielleicht nicht auf den ersten Blick die Wunschkandidaten sind, kann noch gute Talente finden", so Zwilling.

Unter den noch offenen Ausbildungsstellen befinden sich für die Jugendlichen noch viele interessante Angebote aus sämtlichen Bereichen. Die meisten Stellen gibt es aktuell noch im Einzelhandel und Verkauf, dem Lager oder auch als Elektroniker, Berufskraftfahrer oder im Büro. Insgesamt meldeten die Unternehmen im aktuellen Berichtsjahr, also sei Oktober 2019, mit 3.356 Ausbildungsstellen fast so viele wie im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Damals waren es 11 mehr. "Trotz der Corona-Pandemie, setzen die Unternehmen der Region weiter auf die Ausbildung junger Menschen. Eine gute Entscheidung für die Zukunft", so Zwilling.