06.11.2020 | Presseinfo Nr. 67

Presseinformation

„Corona-Jahrgang“ auf dem Ausbildungsmarkt vermieden
27 unversorgte Bewerber und 87 unbesetzte Ausbildungsstellen zum 30.09.2020

Überblick

Im zurückliegenden Berufsberatungsjahr - von Oktober 2019 bis September 2020 - haben sich 1.426 Jugendliche (550 Mädchen und 876 Jungen) als Bewerber für eine Berufsausbildungsstelle bei der Agentur für Arbeit Riesa oder beim kommunalen Träger der Grundsicherung gemeldet. Der Rückgang von 37 jungen Menschen gegenüber dem Berufsberatungsjahr 2018/2019 ist unter anderem darauf zurückzuführen, dass weniger Schüler die Schule verlassen haben. Diesen Bewerbern standen 1.419 beim Arbeitgeber-Service der Agentur für Arbeit Riesa gemeldete Berufsausbildungsstellen gegenüber. Im Vorjahresvergleich sind das 87 Stellen (-5,8 Prozent) weniger.

„Die Corona-Pandemie hat auf dem Ausbildungsmarkt bisher nur wenige Spuren hinterlassen. Unserem Arbeitgeber-Service wurden rund 1.400 betriebliche Ausbildungsstellen zur Besetzung gemeldet und das Minus von knapp 100 Stellen ist nicht allein auf die wirtschaftlichen Einschränkungen in Folge der Corona-Pandemie zurückzuführen. Bereits im März verzeichneten wir einen Rückgang bei den gemeldeten Lehrstellen. Mir ist bewusst, dass die Unternehmen unserer Region mit zahlreichen wirtschaftlichen Unsicherheiten konfrontiert sind. Jedoch ist es aus meiner Sicht keine Option, auf Ausbildung zu verzichten. Bereits vor Corona war der Fachkräftebedarf ein großes Thema und die Ausbildung junger Menschen ist eine Quelle zur Deckung des Bedarfes“, fasst Thomas Stamm, Vorsitzender der Geschäftsführung der Riesaer Arbeitsagentur, die Entwicklung auf dem Ausbildungsmarkt zusammen.

„Seit Mitte März mussten unsere Berufsberaterinnen auf Grund der Unterbrechung der persönlichen Kontakte und der Schulschließungen neue Kommunikationswege mit den Jugendlichen und deren Eltern finden. Beide Seiten haben sich schnell auf die neue Situation eingestellt und so konnte der Übergang von der Schule in eine Ausbildung auch in diesem besonderen Jahr begleitet werden. Lediglich 27 Jugendliche von den insgesamt 1.426 gemeldeten Bewerbern waren zum Stichtag 30.09. nicht in eine Ausbildung oder eine Alternative eingemündet“, so Thomas Stamm weiter. 

                                                                                                                            

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